Statistische Nachrichten - Kurzzusammenfassungen Mai 2020

Krankenhausaufenthalte 2018

… in öffentlichen und privaten Spitälern

Die stationäre Gesundheitsversorgung ist einer der wichtigsten Sektoren des Gesundheitswesens. In 267 Krankenanstalten mit 64.285 Betten und 141.704 Arbeitsplätzen (Vollzeitäquivalente) wurden 2018 in Österreich 2.702.221 stationäre Spitalsaufenthalte verbucht. Die zentralen Indikatoren der stationären Versorgung sind Kennzahlen zur infrastrukturellen Ausstattung (die Krankenanstalten- und Bettenzahl sowie die Zahl des Gesundheitspersonals in den einzelnen Versorgungssektoren), die Zahl und Dauer der Spitalsaufenthalte sowie das Volumen und das Spektrum stationär durchgeführter operativer und nicht operativer Behandlungen. Ein Schwerpunkt wird im vorliegenden Beitrag auf im Spital behandelte Krankheiten und erbrachte medizinische Leistungen gelegt; dabei wird den Trends von „öffentlich zu privat“ und von „vollstationär zu tagesklinisch“ besonderes Augenmerk geschenkt.

Weinernte und -bestand 2019

Im Jahr 2019 wurde eine Weinernte von 2,32 Mio. hl eingebracht. Die Erntemenge lag damit im Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre (+1,4%) und um 15,6% unter der ausgesprochen großen Ernte des Vorjahres. Hohe Temperaturen und wenig Niederschläge im Sommer führten vor allem im Burgenland (-27,8%), in Niederösterreich (-12,1%) und Wien (-15,3%) zu Verlusten gegenüber dem Vorjahr, während die Steiermark eine ähnlich hohe Ernte wie 2018 (-0,4%) erzielte. Der Weinbestand 2019 verzeichnete mit 2,98 Mio. hl erneut ein Plus (+12,4% zu 2018).

Viehbestand am 1.12.2019

Der im Zuge der Allgemeinen Viehzählung am 1. Dezember 2019 erhobene Bestand an Schweinen zeigte sich mit 2,77 Mio. Tieren im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert (-0,1%). Im gleichen Zeitraum ging die Anzahl der Schafe auf 403.000 Stück zurück (-0,9%), während der Ziegenbestand auf 92.500 Stück stieg (+1,1%). Der zum selben Stichtag aus Verwaltungsquellen ermittelte Rinderbestand wies gegenüber Dezember 2018 einen Rückgang um 1,7% auf 1,88 Mio. Stück auf.

Umsatzsteuerstatistik 2017

Hauptergebnisse und Analyse branchenspezifischer Besonderheiten

Für das Veranlagungsjahr 2017 weist die Statistik der Umsatzsteuer 690.221 Steuerpflichtige aus. Dies bedeutet gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg um 1,1%. Der von diesen Unternehmen erzielte steuerbare Umsatz war mit 735,1 Mrd. € um 3,8% größer als 2016; davon blieb fast ein Drittel (238,3 Mrd. €) steuerfrei. Vom steuerpflichtigen Umsatz in der Höhe von 463,4 Mrd. € entfielen 354,3 Mrd. € (76%) auf den Normalsteuersatz von 20%, 94,6 Mrd. € (20%) auf den ermäßigten Steuersatz von 10% und 14,4 Mrd. € (3%) auf den 2016 neu eingeführten Steuersatz von 13%. Der umsatzstärkste Bereich war der Handel mit 226,7 Mrd. € (31%) und 102.426 (15%) Steuerpflichtigen, gefolgt von der Herstellung von Waren mit einem Umsatzanteil von 23% (167,6 Mrd. €) und 30.431 (4%) Steuerpflichtigen. 526.187 Steuerpflichtige (76%) waren einkommen- und 164.034 (24%) körperschaftsteuerpflichtig. Die saldierte Steuerschuld (Saldo aus Abgabenschuld und Gutschrift) betrug 24,1 Mrd. €, die sich im Wesentlichen aus der Summe von Bruttoumsatzsteuer (100,1 Mrd. €) und Erwerbsteuer für Einfuhren aus der Europäischen Union (21,1 Mrd. €), vermindert um die abziehbare Vorsteuer (96,9 Mrd. €), ergab.

VPI im März 2020

Die allgemeine Teuerung fiel im März 2020 auf 1,6% (Februar 2020: 2,2%). Ausschlaggebend dafür war ein Preisrutsch bei Treibstoffen. Als wichtigster Preistreiber im Jahresabstand erwies sich nach wie vor der Bereich Wohnung, Wasser und Energie, gefolgt von Restaurants und Hotels. Die Inflationsrate des auf europäischer Ebene harmonisierten Verbraucherpreisindex war mit 1,6% so hoch wie jene des VPI. Die Maßnahmen gegen die Verbreitung des Coronavirus wirkten sich im März noch sehr begrenzt auf die Berechnung der Inflationsrate aus.

Wie geht’s Österreich beim Thema Sicherheit?

Sonderkapitel 2019 des Projekts „WgÖ

Sicherheit gilt als wesentlicher Aspekt der Lebensqualität. Mit Daten von EU-SILC lässt sich beispielsweise nachweisen, dass das physische Unsicherheitsempfinden und die (subjektive) Lebenszufriedenheit in Zusammenhang stehen. Das Sonderkapitel 2019 beschäftigt sich daher mit Fragen zu physischer und psychischer Sicherheit. Nach einem Überblick über die Datenlage in Österreich werden erstmals Ergebnisse der Onlinebefragung „Sicherheit und Grundrechte in Österreich“ vorgestellt, die Statistik Austria im Jahr 2019 im Auftrag der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte durchgeführt hat. Die Resultate zeigen deutliche Unterschiede der Sicherheitslage verschiedener Bevölkerungsgruppen auf.