Adressregister

Das Adressregister wird vom Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen geführt und ist ein öffentliches Register. Es enthält alle Adressen in jener Schreibweise, wie sie von den Gemeinden vergeben wurden. Damit ist sowohl die Rechtssicherheit als auch der offizielle Status von Adressen gewährleistet. Durch die Geocodierung erhalten die Adressen einen räumlichen Bezug, der nicht nur für die Verwaltung, die Wirtschaft oder für private Nutzer von Bedeutung ist, sondern auch für Feuerwehren und Rettungsdienste bei ihren Einsatzfahrten.

Kostenlosen Zugriff auf das Adressregister haben:

  • Behörden, soweit die Abfrage in Zusammenhang mit einer der Behörde gesetzlich übertragenen Aufgabe steht.
  • Feuerwehren und Rettungsdienste für Aufgaben des Krisenmanagements und des Einsatz-und Rettungswesens.
  • Die Statistik Austria für statistische Zwecke.
  • Private Nutzer, die eine einzelne Adresse abfragen.

Weiters werden Stichtagsdaten, die halbjährlich erstellt werden und ganz Österreich umfassen, vom Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen unentgeltlich abgegeben.

Für alle anderen Adressabgaben ist ein Kostenersatz zu entrichten.

Im Februar 2016 trat eine Novelle der Adressregisterverordnung in Kraft, welche die Einführung des Zustellorts und die Aufnahme von Adresskurzschreibweisen regelt (BGBl. II Nr. 51/2016).

Demnach ist eine Adressierung dann rechtsgültig, wenn sie folgende Elemente enthält:

  1. Straßennamen oder Straßennamen abgekürzt
  2. Orientierungsnummer oder Orientierungsnummer abgekürzt
  3. Postleitzahl
  4. Zustellort

Das Adressregister ist vom Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen zu führen.