Operation 2007: Konjunkturerhebung im Produzierenden Bereich

Durch die grundlegenden Revisionen der wirtschaftsstatistischen Klassifikationen im Rahmen der „Operation 2007“, die nun mit der Verfügbarkeit der neuen weltweiten und europäischen Wirtschaftszweigklassifikationen ISIC REV. 4 bzw. NACE Rev. 2 abgeschlossen sind, und die Novellierung der nationalen Konjunkturstatistik-Verordnung ergaben sich für die Konjunkturerhebung im Produzierenden Bereich ab dem Berichtsjahr 2008 erhebliche Änderungen. In diesem Zusammenhang erlauben wir uns hier, Sie über einige Neuerungen des wirtschaftsstatistischen Systems zu unterrichten und wertvolle Informationen und Hilfestellungen zur Aufrechterhaltung Ihrer verlässlichen Mitarbeit und Mitwirkung zu liefern.

Umstellung der Wirtschaftszweig- und Güterklassifikationen

Aufgrund des laufenden Wandels der wirtschaftlichen Strukturen und Organisationsformen sowie der technologischen Entwicklung entstehen immer neue Wirtschaftstätigkeiten und Güter, die möglicherweise an die Stelle bestehender Tätigkeiten und Güter treten, welche nunmehr eine weltweit harmonisierte Umstellung der bestehenden Wirtschaftszweig- und Güterklassifikationen erforderlich machten, die mit dem Referenzjahr 2008 erstmals in die statistischen Konzepte implementiert wurden. Im Einzelnen bedeutete dies:

  • Entsprechende Anpassungen (Revision) der Wirtschaftszweig- und Güterklassifikationen auf allen Ebenen (UN – EU – national), um auch weiterhin die weltweite Vergleichbarkeit von Statistiken zu gewährleisten. Dieser Prozess fand nun mit der Verfügbarkeit der neuen weltweiten und europäischen Wirtschaftszweigklassifikationen ISIC Rev. 4 bzw. NACE Rev. 2 seinen Abschluss. Auf nationaler Ebene bedeutet dies, dass die ÖNACE 2008 die ÖNACE 2003 ablöst. Daraus folgt, dass
    • Statistiken, die sich auf ab dem 1. Jänner 2008 durchgeführte Wirtschaftstätigkeiten beziehen, gemäß ÖNACE 2008 zu erstellen sind sowie
    • eine Neuklassifizierung aller Wirtschaftseinheiten (Unternehmen –Betriebe – Arbeitsstätten) gemäß der neuen nationalen Wirtschaftszweigklassifikation ÖNACE 2008 (vormals ÖNACE 2003) zu erfolgen hat (daher wurden im Februar 2008 von der Statistik Austria schriftlich eine Klassifikationsmitteilung versendet).
  • Anpassung aller wirtschaftszweig- und güterklassifikationsbasierten statistischen Rechtsvorschriften hinsichtlich
    • Neuabgrenzung der wirtschaftsstatistischen Einheiten (Unternehmen/Betrieb) als Erhebungsobjekte und Auskunftspflichtige,
    • Neuabgrenzung des Geltungsbereichs hinsichtlich der Erhebung bestimmter wirtschaftszweigspezifischer Merkmale (wie z. B. Auftragsvolumen),
    • Neuklassifizierung der in den Güterklassifikationen und damit dem nationalen Güterverzeichnis ÖPRODCOM und den für die Produktionsstatistik erforderlichen Güterlisten 1 und 2 angeführten Güterpositionen.

Konvergenz-(Referenz-)Tabellen

Die unten stehende „Konvergenz-(Referenz-)Tabelle: Produktionsstatistik (2007/2008)“ soll helfen, die Beziehung zwischen den Gütercodes alter Provenienz (bis zum Jahr 2007) und den Gütercodes im Sinne des neuen Klassifikationsschemas (ab dem Referenzjahr 2008) zu veranschaulichen und gleichzeitig, wo immer möglich, Hilfestellung bei der Überführung der Gütercodes des Jahres 2007 in die neue Codierung 2008 zu geben.

Die „Konvergenz-(Referenz-)Tabellen“ ab 2008 zeigen die Überleitungen der Codes von jeweils vom „alten“ auf das „neue“ Berichtsjahr, wobei die Änderungen bis zum Berichtsjahr 2015 im Allgemeinen sehr gering ausfielen. Im Jahr 2016 wurde die CPA-Revision (CPA Ver. 2.1) in PRODCOM implementiert, was zu zahlreichen Änderungen führte. Für das Jahr 2017 erfolgten umfangreiche Änderungen der Kombinierten Nomenklatur (KN).

Konvergenz-(Referenz-)Tabellen
 PDFExcel
Konvergenztabelle-(Referenz-)Tabelle: Produktionsstatistik (2016/2017)Download (3,1 MB)Download (536 KB)
Konvergenztabelle-(Referenz-)Tabelle: Produktionsstatistik (2015/2016)Download (2,6 MB)Download (551 KB)
Konvergenztabelle-(Referenz-)Tabelle: Produktionsstatistik (2014/2015)Download (3,6 MB)Download (622 KB)
Konvergenztabelle-(Referenz-)Tabelle: Produktionsstatistik (2013/2014)Download (3,7 MB)Download (625 KB)
Konvergenztabelle-(Referenz-)Tabelle: Produktionsstatistik (2012/2013)Download (3,6 MB)Download (589 KB)
Konvergenztabelle-(Referenz-)Tabelle: Produktionsstatistik (2011/2012)Download (1,7 MB)Download (612 KB)
Konvergenztabelle-(Referenz-)Tabelle: Produktionsstatistik (2010/2011)Download (1,8 MB)Download (1,7 MB)
Konvergenztabelle-(Referenz-)Tabelle: Produktionsstatistik (2009/2010)Download (2,9 MB)Download (1,9 MB)
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Konvergenztabelle-(Referenz-)Tabelle: Produktionsstatistik (2007/2008)Download (5,9 MB)Download (1,7 MB)

Konversionsmatrix mit Gewichten

Die Konversionsmatrix stellt ein einfaches Instrument zur Umschlüsselung der Daten nach ÖNACE 2008 auf ÖNACE 2003 und vice versa dar. Eine Konversionsmatrix mit Gewichten (Stand: Jänner 2009) steht Ihnen im PDF-Format (88 KB) zur Verfügung.

Novellierung der Konjunkturstatistik-Verordnung im Rahmen der Operation 2007

Die neue Verordnung des Bundesministers für Wirtschaft und Arbeit und des Bundesministers für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, BGBl. II Nr. 315/2007 vom 14. November 2007, mit der die Verordnung über die Konjunkturstatistik im Produzierenden Bereich (BGBl. II Nr. 210/2003 idF. BGBl. II Nr. 70/2005) geändert wird, trägt diesen internationalen Verpflichtungen Rechnung. Darüber hinaus wurde die Statistik Austria durch diese Verordnung beauftragt, folgende Änderungen des konjunkturstatistischen Konzepts durchzuführen:

  • Neuabgrenzung der Auskunftspflicht nicht nur aufgrund der neuen Wirtschaftszweigklassifikation ÖNACE 2008, sondern auch in Verfolg einer weiteren Entlastung von Klein- und Kleinstunternehmen:
    • Grundsätzliche Auskunftspflicht aller Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten gemäß den EU-Rechtsnormen,
    • unterhalb dieser Beschäftigtenschwelle nur dann, wenn in einem bestehenden Wirtschaftszweig (ÖNACE 2008 Abteilung) durch die bereits im Sinne der grundsätzlichen Auskunftspflicht einbezogenen Unternehmen weniger als 90% des Gesamtumsatzes repräsentiert werden. In diesen Fällen sind auch alle Unternehmen auskunftspflichtig, welche am 30. September des der Berichtsperiode vorangegangenen Kalenderjahres (z.B. für das Erhebungsjahr 2013 war dies der 30. September 2012) im Zeitraum der diesem Stichtag vorangegangenen 12 Kalendermonate (z.B. für das Erhebungsjahr 2013: Oktober 2011 bis September 2012) in Summe einen Umsatz (exkl. USt.) von mindestens einer Mio. Euro erzielten. Details über die Auskunftspflicht für die Referenzjahre 2008 bis 2013 können dem Dokument „Abgrenzung der Erhebungsmasse 2008 bis 2013 (PDF; 163 KB) entnommen werden.
  • Zudem berücksichtigt die nationale Novelle der Durchführungsverordnung geringfügige inhaltliche Änderungen, den Fragebogen betreffend – im Wesentlichen:
    • Auf Wunsch der Interessenvertretung wurde die Merkmalsbezeichnung „darunter Sondererstattung im Bauwesen“ auf „darunter Dienstreisevergütung gemäß Kollektivvertrag für das Bauwesen“ abgeändert,
    • Um der steigenden Bedeutung der Zulieferindustrie und hier vor allem der Beziehung zwischen Lohnauftragnehmer und -auftraggeber Rechnung zu tragen, wurde bei der Produktion neben dem bereits bestehenden Merkmal „durchgeführte Lohnarbeit“ ein Merkmal „vergebene Lohnarbeit“ eingeführt.

Mit dem Berichtsjahr 2014 erfolgte eine weitere Novellierung der Konjunkturstatistik-Verordnung (BGBl. II Nr. 315/2007, zuletzt geändert durch BGBl. II Nr. 327/2013 vom 29. Oktober 2013). Darin erfolgten im Wesentlichen eine Neuabgrenzung der Auskunftspflicht sowie die grundsätzliche Verpflichtung zur elektronischen Auskunftserteilung. Nähere Informationen finden Sie unter „Auskunftspflicht“.