Straßengüterverkehr

Der Meldeaufwand für die Straßengüterverkehrserhebung stieg von 13.701 Stunden im Jahr 2017 auf 14.552 Stunden 2018 (+6,2%).

Entwicklung des Meldeaufwands 2001-2018

Für die Straßengüterverkehrserhebung wurde im Jahr 2006 ein neues Stichprobenkonzept angewandt. Vor 2006 mussten Fahrzeughalter, die gemäß der Gesamtnutzlast ihrer Fahrzeuge der Nutzlastklasse 1 zugeteilt wurden, eine Berichtswoche in vier Jahren melden, Fahrzeughalter, die der Nutzlastklasse 2 zugerechnet wurden, eine Berichtswoche pro Jahr und solche der Nutzlastklasse 3 eine Berichtswoche pro Quartal. War ein Fahrzeughalter meldepflichtig, so musste für sämtliche Fahrzeuge eine Meldung abgegeben werden.

Nach dem neuen Konzept blieb die Meldefrequenz im Wesentlichen gleich. Der größte Unterschied im Vergleich zum früheren Stichprobenmodell bestand darin, dass die meldepflichtigen Fahrzeughalter nun in der Mehrzahl der Fälle nicht mehr für alle ihre Fahrzeuge eine Meldung abgeben mussten, sondern nur mehr für einen Teil davon.

Durch dieses neue Stichprobenmodell ging die Zahl der Meldungen drastisch zurück, was sich auch auf den Meldeaufwand niederschlug. So verringerte sich dieser von 2005 auf 2006 um mehr als 84%.

Die Berechnung des Meldeaufwands für die Straßengüterverkehrserhebung basierte bis 2016 auf einer Stichprobe von Papiermeldern, wobei die gezogenen Einheiten telefonisch kontaktiert und nach ihrem Meldeaufwand befragt wurden. Seit dem Jahr 2016 wird der Meldeaufwand auf freiwilliger Basis jährlich (jeweils im vierten Quartal) für Einheiten erhoben, die ihre Meldung elektronisch abgeben (Frage direkt auf dem Meldeformular). Zusätzlich zu dieser jährlichen Stichprobe wurde 2017 einmalig auch der Meldeaufwand von Papiermeldern erhoben, mit dem Ergebnis, dass der Meldeaufwand der Papiermelder im Vergleich zu Web und Excel am geringsten ist.

Die Hochrechnungsmethode für den Meldeaufwand der Straßengüterverkehrserhebung wurde ebenfalls umgestellt. Bisher wurde der Zeitaufwand an die Zahl der LKW’s gebunden, für die eine Meldung abgegeben werden musste. Allerdings richtet sich der Meldeaufwand eher danach, wie viele Fahrten (bzw. Touren) ein LKW absolviert. Diesem Umstand wird mit der neuen Hochrechnungsvariante Rechnung getragen.