Feldfrüchte

Feldfruchternte 2019

Die Getreideernte 2019 (inkl. anderes Getreide* und Körnermais) umfasste eine Produktionsmenge von 5,42 Mio. Tonnen. Damit fiel die Ernte deutlich höher als im Vorjahr aus (+13%) und stellte auch ein überdurchschnittliches Ergebnis dar (+6% zum Zehnjahresdurchschnitt). Die Ernte von Ölsaaten und Körnerleguminosen stieg mit 449.200 Tonnen ebenfalls über Vorjahresniveau (+4%) und lag 9% über dem Zehnjahresmittel. Bei Hackfrüchten ging die Produktion wegen verminderter Anbauflächen bei Zuckerrüben auf 2,72 Mio. Tonnen zurück, was 5% unter dem ohnehin schon tiefen Vorjahresniveau und 30% unter dem langjährigen Mittel lag.

Schlechte Bestockung aufgrund fehlender Niederschläge im Winter und dem zeitigen Frühjahr ließ zunächst eine schwächere Getreideernte befürchten. Die Feuchtigkeit im Mai förderte jedoch das Wachstum der Feldkulturen und damit die Ährenausbildung bei Getreide. Die frühsommerliche Hitze wiederum führte teilweise zu reduzierter Kornfüllung, was sich in geringeren Hektarerträgen niederschlug. Besonders betroffen von der Trockenheit, die sich auch auf die Grünlanderträge auswirkte, waren Teile Niederösterreichs und das Burgenland. Bei den Herbstackerfrüchten, wie Mais, Soja und Sonnenblumen, konnte hingegen eine ertragsbedingt weitgehend positive Erntebilanz gezogen werden.

Die Getreideernte exkl. Körnermais belief sich auf 3,12 Mio. Tonnen und lag damit 17% über dem schwachen Vorjahreswert und 4% über dem langjährigen Mittel. Die Weizenernte bezifferte sich trotz Flächenreduktion um 5% auf 1,60 Mio. Tonnen (+17% zu 2018) und notierte damit im Bereich des langjährigen Durchschnitts (+/- 0%). Davon waren 1,52 Mio. Tonnen Weichweizen (inkl. Dinkel; +19% zu 2018), während Hartweizen eine Ernte von 80.700 Tonnen verzeichnete (-12% zu 2018). An Roggen wurden 200.800 Tonnen geerntet (+13% zu 2018), wobei das Produktionsplus zum Teil auf die Flächenausweitung zurückzuführen war.

Körnermais (inkl. Saatmais) erzielte, teils flächenbedingt, eine Erntemenge von 2,30 Mio. Tonnen, was 10% über dem Zehnjahresmittel und 8% über Vorjahresniveau lag. Bei Gerste wurde mit 833.000 Tonnen sogar eine um 20% höhere Produktion als im Vorjahr und somit ebenfalls eine überdurchschnittliche Ernte (+6%) verzeichnet, wobei eine deutliche Flächenverschiebung von der Sommerkultur hin zur ertragsstärkeren Winterkultur erfolgte. Auch bei Triticale wurde bei steigendem Flächentrend mit 328.200 Tonnen ein Produktionsplus von 18% zum Vorjahr notiert, gegenüber dem Zehnjahresmittel sogar um 25%. 

An Körnerleguminosen und Ölsaaten wurde eine Erntemenge von 449.200 Tonnen produziert (+4% zu 2018). Bei Sojabohne kam es zu einer weiteren Flächenzunahme (+2%), wodurch diese bereits knapp 40% der Fläche stellte. Auch der Ertrag war - insbesondere in Oberösterreich - sehr zufriedenstellend, woraus eine Produktion von österreichweit 215.300 Tonnen (+17% zu 2018) resultierte. Raps und Rübsen hielten das Ertragsniveau des Vorjahres und erbrachten damit eine passable Produktionsmenge von 107.200 Tonnen, welche jedoch wegen Flächenreduktion 11% unter dem Vorjahreswert lag. Bei Sonnenblumen konnte die gute Ertragslage des Vorjahres noch übertroffen werden, wodurch bei leichtem Flächenrückgang eine Produktion von 63.800 Tonnen (+6% zu 2018) erzielt wurde. Ölkürbis verzeichnete eine Erntemenge von 16.400 Tonnen (+11% zu 2018). Bei Mohn wurde ein leicht überdurchschnittlicher Hektarertrag erreicht und durch Ausweitung der Flächenkontingente eine Produktion von 2.200 Tonnen erzielt (+41% zu 2018).

Bei Hackfrüchten kam es zu weiterer Flächenreduktion bei Zuckerrübe; insgesamt wurde dadurch bei einer Produktionsmenge von 2,72 Mio. Tonnen ein neuerliches Rekordtief verzeichnet (-5% zu 2018). So wurde bei Zuckerrüben aufgrund der verringerten Anbaufläche eine Produktion von lediglich 1,97 Mio. Tonnen erreicht (-9% zu 2018), womit das Zehnjahresmittel um 39% unterschritten wurde. Bei Kartoffeln wurde ein deutliches Plus zum Vorjahr erzielt und eine Produktionsmenge von 751.300 Tonnen eingebracht (+8% zu 2018), die umso stärker wiegt, als im Vorjahr wegen massivem Drahtwurmbefall ein großer Teil der Ernte aussortiert werden musste.

Die Ernte von Silo- und Grünmais belief sich auf 3,95 Mio. Tonnen und blieb damit im Bereich des Zehnjahresdurchschnitts (+1%), übertraf jedoch den Vorjahreswert um 5%.

Klee und Wiesen litten zum dritten Mal in Folge unter der sommerlichen Trockenheit, wenn auch die Ernteeinbußen nicht ganz so massiv wie im Vorjahr ausfielen. Besonders betroffen waren dabei Flächen in Niederösterreich und dem Burgenland. Österreichweit wurde eine Ernte von 519.400 Tonnen Klee, Luzerne und Kleegras (+6% zu 2018; -11% zum Zehnjahresdurchschnitt) bzw. 5,48 Mio. Tonnen Wiesen und Egart (+1% zu 2018), jeweils in Heumasse gerechnet, eingebracht (-15% zum Zehnjahresdurchschnitt).

*) Hirse, Sorghum, Buchweizen u.a.

Benotung des Wachstumsstandes von Feldfrüchten 2020
Feldfrucht- und Dauerwiesenproduktion 2020 nach Bundesländern
Feldfrucht- und Dauerwiesenproduktion 2019 nach Bundesländern
Feldfrucht- und Dauerwiesenproduktion 2018 nach Bundesländern
Feldfrucht- und Dauerwiesenproduktion 2017 nach Bundesländern
Feldfrucht- und Dauerwiesenproduktion 2016 nach Bundesländern
Feldfrucht- und Dauerwiesenproduktion 2019: Übersicht
Feldfrucht- und Dauerwiesenproduktion 2018: Übersicht
Feldfrucht- und Dauerwiesenproduktion 2017: Übersicht
Feldfrucht- und Dauerwiesenproduktion 2016: Übersicht
Feldfruchtproduktion 1975 bis 2019
Schätzung der Aussaatflächen 2020

Feldfruchternte 2016 Infografik


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