Erläuterungen

Berichtszeiträume, Datenursprung, Stand

Ausgehend vom aktuellen 4. Quartal 2019 und in Quartalsschritten zurück bis 2005 liegen Zahlen über bewilligte Wohnungen bzw. Gebäude vor. Die Daten stammen aus Abzügen des Gebäude- und Wohnungsregisters (GWR) und beziehen sich auf den Stichtag 15. März 2020.

Grundgesamtheiten

Die Masse der Gebäude bezieht sich auf gänzlich neu zu errichtende Objekte. Bei den Wohnungen werden neben den mit den neuen Gebäuden geschaffenen Einheiten auch Zahlen über die durch An-, Auf-, Umbautätigkeit in bereits bestehenden Gebäuden zustande kommenden Wohnungen präsentiert. Innerhalb der Berichterstattung über die An-, Auf-, Umbautätigkeit sind zur Zeit allerdings keine Ergebnisse für die Bundeshauptstadt Wien verfügbar (sh. auch „Datenqualität und Vollständigkeit“)

Aufschätzung

Zur Verbesserung der Datenqualität werden die Ergebnisse aufgeschätzt, um zumindest vorläufige Zahlen zeitnah zur Verfügung stellen zu können. Die Hochrechnung erfolgt dabei mit gewichteten Veränderungsfaktoren in Bezug auf die im Gebäude- und Wohnungsregister verifizierbare Nachmeldetätigkeit der Gemeinden. Die Faktoren wurden dabei einerseits für gänzlich neu zu errichtende Gebäude, andererseits eigens für die An-, Auf-, Umbautätigkeit unter der Annahme berechnet, dass Nachmeldungen für frühere Berichtsquartale (auch unter Berücksichtigung der zeitlichen Abstände der einzelnen Datenabzüge zu diesen Berichtsquartalen) im selben Ausmaß wie zuletzt beobachtet wieder erfolgen werden. Die so für ein Quartal ermittelten Faktoren weisen bei unterschiedlichen Datenabzügen insbesondere für aktuelle Berichtszeiträume hohe Schwankungen, also zu hohe Abhängigkeiten von zeitlich nicht lange zurück liegenden Nachmeldungen, auf. Zum Ausgleich werden daher die aktuell ermittelten Faktoren zusätzlich mit Hilfe der jeweils vier vorangegangenen Quartalsaufschätzungen – immer mit gleichem zeitlichem Abstand zwischen Berichtszeitraum und Datenabzug – geglättet.  
Nach derzeitigem Beobachtungsstand finden drei Jahre (12 Quartale) nach Abschluss eines Berichtsquartals nur mehr sehr wenige Nacherfassungen statt, die kaum mehr Auswirkungen auf die Veränderungsfaktoren haben. Aus diesem Grund werden die Ergebnisse bis 2012 als endgültig bewertet.  
Auf Ebene der Bundesländer wurden dieselben Ansätze zur Aufschätzung gewählt und somit jeweils eigene Hochrechnungsfaktoren ermittelt. Die berichteten Ergebnisse stehen daher auch für die Länder zur Verfügung. Der Versuch, gewichtete Veränderungsfaktoren für kleinere regionale Einheiten - z.B. Gemeinden - zu ermitteln, hat sich als nicht zielführend erwiesen.

Revisionen

Alle bislang schon publizierten Ergebnisse, also die gesamte Zeitreihe zurück bis zum 1. Quartal 2005, wurde revidiert. Über das Ausmaß der durch diese Revisionen bedingten Änderungen berichtet die folgende Übersicht (da das 4. Quartal 2019 bei den vorhergehenden Datenabzügen noch nicht relevant war, ist es hier natürlich nicht enthalten):

Von 2005 bis zum 3. Quartal 2019 bewilligte Wohnungen1), Ausmaß der durch den neuen Datenabzug bedingten Änderungen der zuvor publizierten Zahlen
BerichtszeitraumDifferenz absolutDifferenz in Prozentpunkten
1. bis 3. Quartal 2019 zusammen+2.927+5,3
3. Quartal 2019+1.374+7,1
2. Quartal 2019+1.179+6,6
1. Quartal 2019+374+2,1
2018+930+1,3
2017+1.370+1,7
2016+130+0,2
2015+999+1,5
2014+129+0,2
2013+818+1,4
2012+582+1,1
2011+422+0,7
2010+543+1,1
2009+664+1,3
2008+488+1,0
2007+242+0,5
2006+185+0,4
2005+175+0,4

Datenqualität und Vollständigkeit

Für die Berichtsjahre 2003 und 2004 sind kaum Daten verfügbar, da nicht zuletzt wegen Verzögerungen bei der Gesetzeswerdung zum GWR zwischenzeitlich keinerlei Meldetätigkeit stattfinden konnte (und dies auch nicht bzw. kaum mehr zu erwarten ist). Es werden daher keine Ergebnisse dieser Jahre publiziert.  
Trotz Verbesserungen war die Meldetätigkeit auch in den danach folgenden Zeiten unvollständig. Für die Berichtszeiträume 2005 bis 2009 sind daher noch immer nicht zu quantifizierende Komplettausfälle zu vermuten. Daher wird hier auf eine detailliertere Darstellung dieser Zahlen verzichtet. Beginnend mit 2010 konnten Meldeausfälle sukzessive verhindert werden. Es kann davon ausgegangen werden, dass ab diesem Zeitraum ausreichend zuverlässige Zahlen vorliegen.  
Innerhalb der Berichterstattung über die An-, Auf-, Umbautätigkeit sind keine Ergebnisse für die Bundeshauptstadt Wien verfügbar. Dies deswegen, da hier derzeit nur wenige Meldungen erfolgen. Auswertungen der früheren Wohnbaustatistik haben beispielsweise ergeben, dass in den Jahren 1998 bis 2002 in der Bundeshauptstadt durchschnittlich weniger als jede fünfte Wohnung durch An-, Auf-, Umbautätigkeit bewilligt wurde. Unter der Annahme, dass dies auch aktuell der Fall ist, könnte für das Jahr 2019 beispielsweise von einer Anzahl von etwa 4.500 durch An-, Auf-, Umbautätigkeit bewilligten Wohnungen ausgegangen werden.