Verkehr

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Mit der Klassifikationsumstellung auf die ÖNACE 2008 kommen im Wirtschaftsatlas Österreich zwei verschiedene ÖNACE-Klassifikationen zur Anwendung. Bitte beachten Sie die jeweilige ÖNACE-Bezeichnung in den Texten, Tabellen und Grafiken (Weitere Informationen finden Sie in den „Besondere Hinweise zu den Daten“ PDF, 298KB).

Das Kapitel Verkehr präsentiert zahlreiche Wirtschafts- und Konjunkturdaten (wie z.B. Strukturdaten, Kennzahlen und Indizes) im Jahresverlauf sowie das österreichische Transportaufkommen im Güterverkehr, die gemeinsam einen Überblick über die Entwicklung der österreichischen Verkehrsbranche (hierunter fallen u.a. der Landverkehr - wie z.B. Eisenbahn-, Autobus- und Straßenbahnverkehr, Betrieb von Taxis, Güterbeförderung auf der Straße - Schifffahrt, Flugverkehr, Verkehrshilfs- und -nebentätigkeiten, wie z.B. Frachtumschlag und Lagerei, Reisebüros, Speditionen sowie die Nachrichtenübermittlung, wie z.B. die Post- und Kurierdienste) liefern. Dabei stehen Zeitreihen ab dem Jahr 1995 nach der ÖNACE 2003 zur Verfügung. Aktuelle Statistiken, nach der neuen ÖNACE 2008, werden inklusive aller vorhandenen Rückrechnungen angeboten (siehe diesbezüglich auch „Besondere Hinweise zu den Daten“ unter dem Reiter „Hinweise/Hilfe“).

Das Wirtschaftswachstum im Bereich Verkehr (ÖNACE 2008: Abschnitt H) verzeichnete im Jahr 2016 ein Plus von 0,2%, nachdem es schon in den Jahren 2014 und 2015 um 1,5% bzw. 0,3% gestiegen war. Die Wirtschaftsstruktur im Bereich Verkehr zeigt für das Jahr 2015 folgendes Bild: 14.065 Unternehmen mit 196.069 Beschäftigten erzielten Umsatzerlöse in Höhe von 40,0 Mrd. Euro. Der Personalaufwand für die 182.574 unselbständig Beschäftigten betrug 8,4 Mrd. Euro, für Investitionen in Sachanlagen wurden rund 2,8 Mrd. Euro aufgewendet.

Die Unternehmen im Bereich Verkehr (ÖNACE 2008: Abschnitt H) nahmen wie die anderen Branchen am Aufschwung der Internetnutzung im Unternehmensbereich teil: so stieg der Anteil der Unternehmen mit Breitbandanschluss von 30,1% im Jahr 2003 auf 85,6% im Jahr 2016. Die Zahl der Arbeitslosen sank gegenüber dem Vorjahr. So waren 2016 mit 9.748 Arbeitslosen um 9,9% (2015: 10.824 Arbeitslose) weniger Personen im Bereich Verkehr ohne Job als noch im Vorjahr. Der Motorisierungsgrad, die Zahl der PKW je 1.000 Einwohner, verzeichnete von 1995 bis 2016 ein Plus von 19,2% von 461 auf 550 Pkw pro 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Die privaten Haushalte gaben 2016 rund 4,4 Mrd. Euro für Verkehrsdienstleistungen aus, das entspricht einer Steigerung von über 100% gegenüber dem Jahr 1995, in dem diese Konsumausgaben noch rund 2,0 Mrd. Euro betrugen.

Das gesamte Transportaufkommen betrug 2016 485,4 Mio. Tonnen, dabei beförderten österreichische Straßengüterfahrzeuge 2016 376,3 Mio. Tonnen an Gütern, gefolgt von der Schiene mit 99,8 Mio. Tonnen. Mit dem Schiff wurden 2016 immerhin 9,1 Mio. Tonnen an Gütern befördert, der Luftverkehr verzeichnete 2016 nur 0,2 Mio. Tonnen.

Der Umsatzindex im Landverkehr entwickelte sich seit einem Rückgang im Jahr 2009 wieder positiv und stagnierte im Jahr 2014 und 2015. 2016 sank der Umsatzindex um -1,1%. Erstmals seit 2008 wurde 2014 der Abwärtstrend des Beschäftigtenindex im Landverkehr durchbrochen und stieg 2016 mit einem Plus von 0,4% gegenüber dem Vorjahr abermals. Der arbeitstägig bereinigte Arbeitskostenindex im Verkehr sank 2016 um 5,1% gegenüber dem Vorjahr und um 45,1% seit dem Jahr 2000.

Die Unternehmen im Bereich Verkehr (ÖNACE 2008: Abschnitt H) sind zu einem großen Teil klein- und mittelbetrieblich strukturiert. Im Jahr 2015 arbeiteten 80,4% (ca. 11.300) aller Unternehmen des Wirtschaftsbereichs mit weniger als 10 Beschäftigten. Diese Unternehmen trugen jedoch nur 10,9% (ca. 1,5 Mrd. Euro) zur Bruttowertschöpfung zu Faktorkosten bei und boten 16,1% (31.519) aller Beschäftigten in dieser Branche Arbeit. Die wirtschaftliche Dominanz der großen Unternehmen dieses Wirtschaftsbereiches wird bei der Analyse der Beschäftigtengrößenstruktur ersichtlich. 62 Unternehmen (0,4%) waren mit mehr als 250 Beschäftigten tätig. In diesen Unternehmen fanden 42,4% (ca. 83.100) der Beschäftigten dieser Branche einen Arbeitsplatz.

Innerhalb der EU-28 (siehe: Branchendaten im EU-Vergleich) arbeiteten 2014 ca. 10,5 Mio. Beschäftigte in rund 1,2 Mio. Unternehmen, die im Bereich Verkehr (ÖNACE 2008: Abschnitt H) eine Bruttowertschöpfung zu Faktorkosten von 515 Mrd. Euro leisteten. Die höchste Zahl an Unternehmen war in Spanien angesiedelt (rund 190.500), gefolgt von Polen (rund 140.700), wohingegen Deutschland die größte Zahl an Beschäftigten (ca. 2,1 Mio.) aufwies und damit vor Frankreich lag (rund 1,3 Mio. Beschäftigte). Die meisten Unternehmen pro 1000 Einwohner verzeichnet Griechenland (5,8), gefolgt von Irland (5,3) und Spanien (4,1) (Österreich: 1,7 Unternehmen pro 1000 Einwohner). Die Umsatzerlöse pro Beschäftigtem betrugen 2014 im europäischen Durchschnitt (EU28) rund 134.900 Euro, wobei Österreich mit 204.300 Euro deutlich über diesem Wert lag. Die höchsten Umsatzerlöse pro Beschäftigtem wurden mit mehr als 324.800 Euro in Dänemark erzielt. Mit einem durchschnittlichen Personalaufwand von rund 45.500 Euro pro unselbständig Beschäftigtem lag Österreich auch über dem Durchschnitt der EU28 von rund 33.800 Euro.

Im Bundesländervergleich (siehe: Branchendaten nach Bundesländern) verzeichnete im Verkehr (ÖNACE 2008: Abschnitt H) für das Jahr 2015 Salzburg mit 2,6 Betrieben die höchste Zahl an Betrieben pro 1.000 Einwohner, bei einem österreichischen Durchschnitt von 1,7 gefolgt von Wien und Tirol mit jeweils 1,9 Betrieben pro 1.000 Einwohner. In absoluten Zahlen lag Wien mit 3.536 Betrieben, die 70.153 Beschäftigte hatten und Betriebserlöse von 14,0 Mrd. Euro umsetzten, an erster Stelle. Hinsichtlich der Betriebserlöse pro Beschäftigtem insgesamt lag Niederösterreich an der Spitze (289.742 Euro), gefolgt von Tirol (212.456 Euro) und Salzburg (207.096 Euro), der Österreichschnitt lag 2015 bei 204.250 Euro. Die Bruttolöhne- und Gehälter je unselbständig Beschäftigtem waren in Wien mit 38.893 Euro am höchsten und im Burgenland mit 25.964 Euro am niedrigsten, wobei der Österreichschnitt 35.136 Euro betrugen.

Bei der Abfrage, Auswertung und Interpretation der einzelnen Daten, ersuchen wir Sie auch die Besonderen Hinweise zu den Daten (in der rechten Infobox) zu beachten. Detaillierte Ergebnisse und Informationen zu einzelnen Statistiken erhalten Sie im Zweig Statistiken.

Verkehr (ÖNACE 2008: Abschnitt H) - Ausgewählte Strukturmerkmale
Verkehr (ÖNACE 2008: Abschnitt H) - Ausgewählte Strukturmerkmale nach Beschäftigtengrößenklassen
Verkehr (ÖNACE 2008: Abschnitt H) - Ausgewählte Wirtschaftskennzahlen
Eckdaten im Bereich Verkehr (ÖNACE 2008: Abschnitt H) für die EU27, Österreich und Nachbarländer
Eckdaten im Bereich Verkehr und Lagerei (ÖNACE 2008: Abschnitt H) nach Bundesländern
Entwicklung ausgewählter Indizes im Bereich Verkehr und Lagerei (ÖNACE 2008: Abschnitt H) seit 2005
Entwicklung der Kfz-Neuzulassungen, der beförderten Personen auf der Schiene und im Luftverkehr sowie der Konsumausgaben privater Haushalte für Verkehrsdienstleistungen seit 1995
Entwicklung des Transportaufkommens nach Verkehrsträgern seit 1995
Ausgewählte Merkmale des Verkehrs (ÖNACE 2008: Abschnitt H) im europäischen Vergleich

Wirtschaftswachstum in Verkehr und Lagerei (ÖNACE 2008: Abschnitt H) 1996 bis 2018 real
Transportaufkommen nach Verkehrsträgern 1995 bis 2018
Motorisierungsgrad und Kfz-Neuzulassungen seit 1995
Personalaufwand je unselbständig Beschäftigtem in Verkehr (ÖNACE 2008: Abschnitt H) im europäischen Vergleich 2016
Entwicklung der Umsatzerlöse je Beschäftigtem im Verkehr (ÖNACE 2008: Abschnitt H) im europäischen Vergleich 2016


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