Statistische Nachrichten - Kurzzusammenfassungen Juli 2021

Integrierte Lohn- und Einkommensteuer 2018

Die Anzahl der Steuerpflichtigen in der Integrierten Lohn- und Einkommensteuerstatistik 2018 stieg im Vergleich zum Vorjahr um 108.988 auf insgesamt 7.381.323, davon 4.645.258 Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen, 2.386.251 Pensionisten und Pensionistinnen sowie 349.814 Personen mit nur übrigen (= selbständigen) Einkünften. Das Gesamteinkommen betrug 206,8 Mrd. €, wovon 32,7 Mrd. € an Lohn- und Einkommensteuer zu bezahlen waren. Im Gesamteinkommen waren auch Transferleistungen wie Arbeitslosengeld, Notstandshilfe, Kinderbetreuungsgeld, Familienbeihilfe, Pflegegeld usw. im Ausmaß von 11,1 Mrd. € enthalten. Das durchschnittliche Einkommen belief sich auf 28.000 €, jenes der Männer auf 33.400 € und das der Frauen auf 22.400 €. Bei 143.670 Personen betrug das Einkommen mehr als 100.000 €, bei 706 lag es über der Millionengrenze, und 2,5 Mio. Personen bezahlten keine Lohn- bzw. Einkommensteuer.

VPI im Mai 2021

Die allgemeine Teuerung stieg im Mai 2021 auf 2,8% (April 2021: 1,9%). Hauptverantwortlich dafür waren deutliche Preisschübe, vor allem bei Treibstoffen, aber auch bei Nahrungsmitteln, Möbeln und Bekleidungsartikeln. Der Bereich Verkehr erwies sich erstmals seit Oktober 2018 wieder als stärkster Preistreiber im Jahresvergleich. Die Inflationsrate des auf europäischer Ebene harmonisierten Verbraucherpreisindex war mit 3,0% etwas höher als jene des VPI. Die Einschränkungen des öffentlichen Lebens zur Eindämmung von COVID-19 hatten im Mai 2021 etwas geringere Auswirkungen auf die Berechnung der Inflationsrate als im April 2021.

Konjunkturstatistik 2020

Vorläufige Ergebnisse des Produzierenden Bereichs

Dieser Beitrag präsentiert die vorläufigen primärstatistischen Ergebnisse der Konjunkturstatistik im Produzierenden Bereich (Abschnitte B-F der ÖNACE 2008) für das Jahr 2020, welches durch die Corona-Pandemie geprägt war. Diese Statistik stellt eine der zentralen Informationsquellen für die Beurteilung der konjunkturellen Entwicklung Österreichs und – aufgrund der Meldeverpflichtung an die EU – des gesamten europäischen Wirtschafts- und Währungsraums dar. Im Jahr 2020 erzielten die 10.300 erhobenen Unternehmen (+2,4 % gegenüber dem Vorjahr) einen Gesamtumsatz von 259,1 Mrd. € (-7,0%). Die Brutto-Verdienste für die 809.755 unselbständig Beschäftigten (-1,0%) betrugen 39,7 Mrd. € (+0,5%). Zum Stichtag 31.12.2020 waren in den 10.862 erhobenen Betrieben (+2,2%) 809.575 Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen (-0,9%) beschäftigt, die bei 1.276,2 Mio. geleisteten Arbeitsstunden (-4,8%) Brutto-Verdienste in der Höhe von 39,8 Mrd. € (+0,6%) erzielten. An Auftragseingängen konnten 145,0 Mrd. € (-5,4%) verbucht werden. Ende Dezember 2020 standen noch Auftragsbestände in der Höhe von 65,9 Mrd. € (+2,6%) zu Buche. Der Wert der auf dem Markt abgesetzten Güter und Leistungen (abgesetzte Produktion) belief sich auf 255,0 Mrd. € (-7,4%).

Belastungsbarometer 2001-2020

Meldepflichten und Belastung der Wirtschaft durch Erhebungen von Statistik Austria

Der Zeitaufwand österreichischer Unternehmen für das Ausfüllen der Fragebögen von Statistik Austria betrug im Jahr 2020 738.539 Stunden und lag damit etwa 2,9% unter dem Wert von 2019. Seit Beginn der Belastungsmessungen im Jahr 2001 konnte der Gesamtmeldeaufwand – trotz zusätzlich hinzugekommener Erhebungen – um 14,2% reduziert werden. 2020 waren von den insgesamt rund 481.360 Unternehmen 47.987 (10,0%) bei mindestens einer Erhebung meldepflichtig, um 729 weniger als im Jahr zuvor. Kleinunternehmen sind aufgrund von Schwellenwerten überwiegend von Meldepflichten befreit, sodass sich die Belastung in erster Linie auf größere Unternehmen konzentriert. Bei den meldepflichtigen Unternehmen bestand für 60,1% eine Meldepflicht bei lediglich einer einzigen Erhebung, für 24,9% bei zwei und nur für 15,0% bei drei oder mehr Erhebungen.

EGSS 2014 bis 2019

Umweltorientierte Produktion und Dienstleistung

Im Rahmen der „Umweltgesamtrechnungen“ werden seit 2008 jährlich Kennzahlen über die Umweltwirtschaft nach dem Eurostat-Konzept der „Umweltorientierten Produktion und Dienstleistung“ (Environmental Goods and Services Sector – EGSS) erhoben. Bis 2013 wurden nur der Umsatz und die beschäftigten Personen erfasst, ab 2014 auch die Bruttowertschöpfung, die Exporte und die Beschäftigten in Vollzeiteinheiten. Mit dem Bezugsjahr 2018 wurde vom Umsatz auf den Produktionswert umgestellt. Zudem wurden die Werte an die VGR angepasst. 2019 erzielte die Umweltwirtschaft in Österreich einen Produktionswert von 42,7 Mrd. €, eine Bruttowertschöpfung von 17,0 Mrd. € sowie ein Exportvolumen von 13,9 Mrd. €. 2019 waren 193.574 Personen in der Umweltwirtschaft beschäftigt, inklusive des öffentlichen Verkehrs ergaben sich 218.278 Beschäftigte.