Statistische Nachrichten - Kurzzusammenfassungen April 2021

Kinder- und Jugendhilfe 2019

Darstellung nach Bundesländern

Im Jahr 2019 erhielten 36.509 Kinder und Jugendliche Unterstützung der Erziehung in ihren Familien, 12.785 Minderjährige wurden im Rahmen der Vollen Erziehung entweder in sozialpädagogischen Einrichtungen oder in Pflegefamilien betreut. Sowohl in der Unterstützung der Erziehung als auch in der Vollen Erziehung (beide 54%) lag der Anteil der Knaben über jenem der Mädchen. 2.048 junge Erwachsene (18- bis unter 21-Jährige) waren ebenfalls fremduntergebracht, 1.242 Personen derselben Altersgruppe bekamen Unterstützung in den Herkunftsfamilien. Auch bei den jungen Erwachsenen war der Anteil der männlichen Unterstützten (52% bzw. 55%) höher. Die Ausgaben für alle Erziehungshilfen (Unterstützung der Erziehung, Volle Erziehung, Hilfen für junge Erwachsene) lagen bei insgesamt 675 Mio. € (abzüglich der Einnahmen aus Kostenersätzen bei 634 Mio. €).

Vorläufiger Außenhandel 2020

Der österreichische Außenhandel verzeichnete nach vorläufigen Ergebnissen im Jahr 2020 gegenüber dem Vorjahr wertmäßige Verluste in beiden Verkehrsrichtungen. Der Wert der Einfuhren sank um 8,6% auf 144,20 Mrd. €, die Ausfuhren nahmen um 7,5% auf 141,93 Mrd. € ab. Der Handel mit den EU-Partnerländern zeigte einen Rückgang der Intra-EU-Importe um 8,6% auf 98,60 Mrd. € und der Intra-EU-Exporte um 6,5% auf 95,74 Mrd. €. Die Extra-EU-Importe nahmen um 8,8% auf 45,60 Mrd. € ab, die Extra-EU-Exporte verringerten sich um 9,5% auf 46,19 Mrd. €. Das Defizit der Außenhandelsbilanz belief sich auf 2,27 Mrd. €.

VPI im Februar 2021

Die allgemeine Teuerung stieg im Februar 2021 auf 1,2% (Jänner 2021: 0,8%). Hauptverantwortlich dafür waren die Treibstoff- und Heizölpreise, die im Jahresvergleich nicht mehr so stark fielen wie noch im Jänner. Der bedeutendste Preistreiber blieb nach wie vor Wohnung, Wasser und Energie. Die Inflationsrate des auf europäischer Ebene harmonisierten Verbraucherpreisindex war mit 1,4% höher als jene des VPI. Die Einschränkungen des öffentlichen Lebens zur Eindämmung von COVID-19 hatten im Februar 2021 geringere Auswirkungen auf die Berechnung der Inflationsrate als im Jänner 2021, als der "harte" Lockdown noch in Kraft war.

Gütereinsatz im Produzierenden Bereich 2019

Für die Gütereinsatzstatistik im Produzierenden Bereich (Abschnitte B bis F der ÖNACE 2008) werden der im Produktionsprozess verwendete Materialinput und der Energieeinsatz nach Energieträgern erhoben. Bezogen auf die Konjunkturstatistik im Produzierenden Bereich decken die erhebungsrelevanten Betriebe im Berichtsjahr 2019 rund 76% der Wirtschaftsleistung ab. Die Gütereinsatzstatistik bietet somit eine repräsentative Darstellung des Wertes und der Verteilung des Energie- und Wareneinsatzes auf Güterebene, wobei die Güter den entsprechenden ÖCPA-Positionen zugeordnet sind, um sie mit den von anderen Erhebungen verwendeten Klassifikationssystemen vergleichen zu können. Die Ergebnisse sind insbesondere für Input-Output-Berechnungen und Materialflussrechnungen sowie für jene Unternehmen von Bedeutung, die ihren Materialeinsatz mit dem anderer Branchen vergleichen wollen. 2019 wurden 2.607 Betriebe mit mindestens 20 Beschäftigten und einer Wirtschaftsleistung von 10 Mio. € und mehr einbezogen. Der Wert des gemeldeten Gütereinsatzes betrug dabei 81,4 Mrd. €.

Innovationsaktivitäten der Unternehmen

Internationaler Vergleich 2016-2018

Die Europäische Innovationserhebung (CIS 2018) wurde basierend auf einer für die Staaten des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) verpflichtenden EU-Verordnung über den Berichtszeitraum 2016 bis 2018 durchgeführt. Sie ermittelte die wichtigsten Indikatoren zu den Innovationsaktivitäten der europäischen Unternehmen ab zehn Beschäftigten. Dieser Artikel vergleicht Produkt- und Geschäftsprozessinnovationen und analysiert Umsatzanteile innovativer Produkte, Innovationsausgaben, Innovationskooperationen sowie weitere innovationsrelevante Indikatoren in den verschiedenen europäischen Staaten. 50% aller Unternehmen in der EU waren zwischen 2016 und 2018 innovationsaktiv. 30% führten Produktinnovationen und 41% Geschäftsprozessinnovationen ein. In Österreich lagen diese Werte deutlich über dem EU-Durchschnitt.