Dies ist eine archivierte Pressemitteilung vom 4. November 2021. Sie gibt den Stand von damals wieder und wird an dieser Stelle nicht aktualisiert.    
Tabellen mit wöchentlich aktualisierten Zahlen zu Gestorbenen finden Sie auf unserer Webseite.

Pressemitteilung: 12.646-237/21

Zahl der Sterbefälle bleibt auf leicht erhöhtem Niveau

Wien, 2021-11-04 – Laut vorläufigen Ergebnissen von Statistik Austria sind in der 42. Kalenderwoche (18. bis 24. Oktober 2021) 1.627 Personen verstorben. In der Woche davor (41. Kalenderwoche von 11. bis 17.Oktober 2021) waren es mit 1.615 Verstorbenen in etwa gleich viele, und auch in der 40. Kalenderwoche lagen die Sterbefälle (1.590) auf einem ähnlichen Niveau. Ende September/Anfang Oktober schwankten die Sterbefälle etwas mehr (1.663 Verstobene in Kalenderwoche 39 und 1.576 in Kalenderwoche 38). In all diesen Wochen lag die Zahl der Sterbefälle leicht über dem Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre, wobei die Abweichung in der 39. Kalenderwoche (27. September bis 3. Oktober 2021) mit +11,1% am höchsten und in der 41. Kalenderwoche (11. bis 17.Oktober 2021) mit +3,4% am geringsten ausfiel. Aktuell (42. Kalenderwoche) liegt die Zahl der Sterbefälle um 6,2% über dem Fünfjahresdurchschnitt der gleichen Kalenderwoche der Jahre 2016 bis 2020.

Die altersstandardisierte Sterberate, bei der die Zahl der Sterbefälle anhand einer Standardbevölkerung um die Altersstruktur der Bevölkerung bereinigt wird, lag Anfang Oktober (40. Kalenderwoche) auf dem gleichen Niveau wie in den Jahren davor: Würde die Altersstruktur Österreichs der Standardbevölkerung von Eurostat entsprechen, wären in der 40. Kalenderwoche der Jahre 2016 bis 2021 (nur mit Ausnahme von 2018) jeweils 17 von 100.000 Menschen verstorben. In der 39. Kalenderwoche lag dieser Wert für 2021 bei 18 Personen und war damit nur leicht höher als in den meisten Vergleichswochen der fünf vorangegangenen Jahre, in denen dieser Wert jeweils zwischen 16 und 18 Verstorbenen lag. Ende September/Anfang Oktober (38. und 37. Kalenderwoche) wären in den Jahren 2016 bis 2021 jeweils 16 oder 17 von 100.000 Menschen pro Woche verstorben. In der 36. Kalenderwoche gab es zwischen den Jahren vergleichsweise deutlichere Schwankungen: 2017 wären in dieser Woche 15 von 100.000 Menschen verstorben, 2021 wären es 18 Menschen gewesen. Vergleiche mit länger zurückliegenden Jahren sind aufgrund des Anstiegs in der Lebenserwartung und den damit verbundenen sinkenden altersstandardisierten Sterberaten nur bedingt aussagekräftig.

Weitere Informationen zu Sterbefällen finden Sie auf unserer Webseite, wo auch eine interaktive Web-Applikation – der Atlas der Sterbefälle – die Entwicklung und regionale Verteilung grafisch anschaulich darstellt. Detaillierte Ergebnisse können im Open-Data-Bestand von Statistik Austria abgerufen werden.

 

Informationen zur Methodik, Definitionen: Statistik Austria verarbeitet alle von den Personenstandsbehörden gelieferten Sterbefälle. Innerhalb der geplanten Veröffentlichungsfrist stehen Statistik Austria jedoch noch nicht alle Sterbefälle zur Verfügung. Daher werden die zu erwartenden Sterbefälle der jeweils aktuellsten zwei Wochen geschätzt. Dafür werden die Erfahrungswerte zurückliegender Jahre genutzt, um die verzögerten Meldungen in den Zahlen methodisch bestmöglich zu berücksichtigen. Das zugrundeliegende Schätzmodell wird regelmäßig evaluiert und gegebenenfalls angepasst. Es handelt sich jedenfalls um vorläufige Ergebnisse, die einer Unsicherheit unterliegen, d. h. die endgültigen Werte der Sterbefälle in den jeweils aktuellsten beiden Wochen können sowohl geringfügig höher als auch geringfügig niedriger sein. Der Anteil an eingelangten Meldungen liegt aber in allen Wochen, für die Ergebnisse veröffentlicht werden, bei zumindest 90% aller Todesfälle für diese Woche. 
Sterbefälle von in Österreich wohnhaften Personen, die sich im Ausland ereignet haben, sind sowohl in den aktuellen vorläufigen Ergebnissen als auch in den Vergleichszahlen nicht enthalten. 
Die altersstandardisierte Sterberate gibt an, wie viele Sterbefälle aufgrund der jeweils herrschenden Sterblichkeitsverhältnisse auf 100.000 Lebende entfallen wären, wenn der Altersaufbau der Bevölkerung in der betreffenden Berichtsperiode dem einer sogenannten Standardbevölkerung entsprochen hätte. Um diese altersstandardisierten Raten zu berechnen, werden die rohen Sterberaten (Sterbefälle je 100.000 der Bevölkerung) der beobachteten Altersgruppe mit dem Anteil der Bevölkerung derselben Altersgruppe laut Europäischer Standardbevölkerung multipliziert. Für die Berechnung der hier dargestellten Raten wurde die 2013 von Eurostat festgelegte Standardbevölkerung verwendet; eine "künstliche Bevölkerung" mit einer geschätzten Altersstruktur für die europäische Bevölkerung. Die altersstandardisierten Sterberaten beziehen die Sterbefälle somit auf eine fiktive Bevölkerung, die über die Zeit im Hinblick auf die Personenzahl sowie ihre Zusammensetzung nach Alter und Geschlecht unverändert belassen wird. Damit können Veränderungen, die sich nur aufgrund einer Zunahme der Einwohnerzahl ergeben (bei mehr Einwohnerinnen und Einwohnern sterben auch mehr Personen) oder durch das Aufrücken von mehr Personen in höhere Altersgruppen mit entsprechend höherer Sterbewahrscheinlichkeit, ausgeschlossen werden. Die Veränderung in der Lebenserwartung wird bei der Berechnung der altersspezifischen Raten nicht berücksichtigt. Die über die Zeit beobachteten Niveauunterschiede in der Sterblichkeit sind somit weitestgehend Konsequenz der steigenden Lebenserwartung und erschweren die Vergleichbarkeit mit weiter zurückliegenden Jahren. Da für die Berechnung eine fiktive Standardbevölkerung herangezogen wird, sind die altersstandardisierten Sterberaten nur im Vergleich zueinander interpretierbar, nicht jedoch in der Höhe ihrer einzelnen absoluten Werte.

 

Tabelle 1: Sterbefälle im Jahr 2021 im Vergleich zum Durchschnitt der fünf Vorjahre (2016–2020) nach Kalenderwoche und Geschlecht
KalenderwocheSterbefälle im Jahr 2021Sterbefälle im Durchschnitt der letzten 5 Jahre (2016–2020)Abweichung der Sterbefälle 2021 gegenüber dem Durchschnitt der letzten 5 Jahre in %
GesamtMännerFrauenGesamtMännerFrauenGesamtMännerFrauen
42. Kalenderwoche 2021*1.6278088191.5317507816,27,74,8
41. Kalenderwoche 2021*1.6157728431.5617558063,42,24,6
40. Kalenderwoche 20211.5908187721.5277337934,211,5-2,7
39. Kalenderwoche 20211.6638418221.49673576111,114,48,0
38. Kalenderwoche 20211.5767718051.4447037419,29,78,7
37. Kalenderwoche 20211.5817648171.4487087419,27,910,3
36. Kalenderwoche 20211.6308098211.40467872616,119,313,1
35. Kalenderwoche 20211.5547548001.4296977328,78,29,3
34. Kalenderwoche 20211.5737718021.4526977568,310,76,1
33. Kalenderwoche 20211.6248277971.44371972412,515,110,0
32. Kalenderwoche 20211.6298118181.41267273915,420,610,7
31. Kalenderwoche 20211.4617367251.520729791-3,90,9-8,3
30. Kalenderwoche 20211.5357617741.4517187335,86,05,6
29. Kalenderwoche 20211.5848327521.4637147498,316,60,4
28. Kalenderwoche 20211.4607077531.3586616977,56,98,1
27. Kalenderwoche 20211.4717307411.4497147351,52,30,8
26. Kalenderwoche 20211.5117777341.4137067077,010,13,8
25. Kalenderwoche 20211.6548308241.43269473915,519,711,5
24. Kalenderwoche 20211.6057888171.43570273311,812,211,5
23. Kalenderwoche 20211.5657717941.42369073310,011,88,4
22. Kalenderwoche 20211.6098078021.43670473212,114,79,5
21. Kalenderwoche 20211.4917777141.4387147243,78,9-1,4
20. Kalenderwoche 20211.5247937311.4677237433,99,6-1,7

 

Tabelle 2: Altersstandardisierte Sterberaten * nach Kalenderwochen der Jahre 2016 bis 2021
 201620172018201920202021
40. Kalenderwoche171718171717
39. Kalenderwoche171716181718
38. Kalenderwoche161616161717
37. Kalenderwoche161717161717
36. Kalenderwoche161516161718
35. Kalenderwoche171516171617
34. Kalenderwoche171717161617
33. Kalenderwoche161616161818
32. Kalenderwoche161518161618
31. Kalenderwoche161918161716
30. Kalenderwoche171617171617
29. Kalenderwoche171717161617
28. Kalenderwoche161616151516
27. Kalenderwoche161616171716
26. Kalenderwoche161616161617
25. Kalenderwoche171716161518
24. Kalenderwoche161716171618
23. Kalenderwoche161516171617
22. Kalenderwoche161716171518
21. Kalenderwoche181516171616
20. Kalenderwoche171715171617

Rückfragen zum Thema beantwortet das Demographie-Team in der Direktion Bevölkerung, Statistik Austria: demographie@statistik.gv.at

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