Wichtige Informationen zur Übermittlung von Statistikdaten (Geburten und Todesfälle) ab 1.11.2014

Das Personenstandsgesetz 2013 idgF sieht in den § 9 Abs. 1 bzw. § 28 Abs. 1 mit Betriebsaufnahme des Zentralen Personenstandsregisters am 1.11.2014 grundsätzlich die elektronische Abwicklung der Anzeige von Geburten und Todesfällen gegenüber der Personenstandsbehörde vor. Erfolgt die Anzeige auf diesem Weg, so sind auch die für statistische Zwecke an die Bundesanstalt Statistik Österreich zu übermittelnden Daten (medizinische Merkmale) elektronisch zu melden. Diese Merkmale werden von den Spitälern im Wege der elektronischen Datenlieferung an Ihre Behörde mitgeschickt, sind allerdings verschlüsselt und daher nicht einsehbar.

Für eine elektronische Anzeige der Geburt / des Todes  ist lediglich ein Internetanschluss erforderlich. Seit 5. Oktober 2016 steht unter der neuen Web-Adresse  des Bundesministeriums für Inneres eine Eingabemaske für die Anzeige der Geburt / des Todes zur Verfügung. Um Missbrauch auszuschließen, ist für das Öffnen des elektronischen Formulars eine Anmeldung (Authentifizierung) mittels Handy-Signatur oder Bürgerkarte notwendig, wie sie z.B. auch bei Finanz-Online und anderen elektronischen Behördenkontakten verwendet wird. Weitere Informationen zur Bürgerkarte und Handy-Signatur finden Sie auf www.buergerkarte.at.

Um z.B. zum Formular „Anzeige der Geburt“ zu gelangen, gehen Sie bitte folgendermaßen vor:

  • Rufen Sie im Internetbrowser die BMI-Applikation auf.
  • Melden Sie sich in der Login-Box mit Handy-Signatur oder ihrer Bürgerkarte an.
  • Klicken Sie auf „Anzeige der Geburt“.
  • Füllen Sie die wichtigsten Personendaten und die medizinischen und sozialmedizinischen Angaben bei der Geburt aus (analog Papierformular 1a).
  • Drücken Sie auf „Übermitteln“ und speichern Sie die Anzeige der Geburt als „PDF“ und/oder drucken Sie ihn aus.
  • Die Anzeige einschließlich (verschlüsselter) Statistikdaten wird elektronisch an das ZPR (Standesamt) übermittelt.

Wird nicht elektronisch mittels Datenfernverkehr übermittelt, sind von den Anzeigepflichtigen folgende Anlagen der PStG-DV 2013 idgF für die Anzeige an das Ereignisstandesamt zu verwenden:

Bei Verwendung der Anlagen als Papierformulare ist es entscheidend, dass das Ereignisstandesamt den Statistik-Code in dem dafür vorgesehenen Feld in den Anlagen 1a, 2a und 3a einträgt.

Der Statistik-Code setzt sich zusammen aus dem Code der zuständigen Standesamtsgemeinde, dem Jahr der Eintragung ins ZPR und einer eindeutigen Laufnummer pro Behörde und Kalenderjahr. Erst diese Information ermöglicht die eindeutige Zuordnung der medizinischen Merkmale zur betreffenden Person durch Statistik Austria.

Ein Informationsblatt für Standesämter steht außerdem auf der Webseite des Fachverbands der österreichischen Standesbeamtinnen und Standesbeamten zum Download zur Verfügung.

Für Eheschließungen ab 1.11.2014 ist keine gesonderte Meldung an Statistik Austria nötig, da uns diese Daten automatisch im Wege des ZPR übermittelt werden.

Personenstandsdaten 2018 nach Standesämtern / Standesamtsverbänden

Enthalten sind alle gesichert freigegebenen Meldungen, die im Ereigniszeitraum von 01.01. bis 31.12.2018 vom Zentralen Personenstandsregister mit Stand 15.04.2019 übermittelt wurden und aufgrund des Gemeindecodes der beurkundenden Behörde eindeutig einem Standesamt bzw. Standesamtsverband zugeordnet werden konnten.

Kontakte:

Datenerhebung und -aufarbeitung 
Elisabeth Bohrn 
Tel.: +43 (1) 71128-7538 
FAX: +43 (1) 71128-8139

Yvonne Gumpoldsberger,  
Tel.: +43 (1) 71128-7282 
FAX: +43 (1) 71128-8139

oder

Datenaufbereitung und –veröffentlichung 
Anita Mikulasek,  
Tel.: +43 (1) 71128-7275 
FAX: +43 (1)71128-7445