Verfügbares Einkommen und Verteilungskonten der privaten Haushalte nach Bundesländern (NUTS 2)

Nach den neuesten Berechnungen von Statistik Austria lag das nominelle verfügbare Einkommen der privaten Haushalte je Einwohner (einschließlich Privater Organisationen ohne Erwerbszweck) im Jahr 2018 zwischen 23.000 Euro (Wien) und 25.600 Euro (Vorarlberg). Die Daten zum primären und sekundären Einkommensverteilungskonto nach Bundesländern sind konsistent mit den nichtfinanziellen Sektorkonten (Berechnungsstand September 2019).

Die Berechnung wurde im Rahmen der Implementierung des ESVG 2010 beschleunigt und steht bereits zum Zeitpunkt t+12 Monate zur Verfügung (Berichtsjahr 2018).

Das höchste verfügbare Einkommen pro Kopf im Jahr 2018 verzeichneten erneut die Vorarlberger privaten Haushalte mit 25.600 Euro, gefolgt von den niederösterreichischen (25.300 Euro). Salzburg und das Burgenland erreichten mit jeweils 24.900 Euro das dritthöchste verfügbare Einkommen pro Kopf. Über dem Österreichschnitt von 24.300 Euro lagen die Einkommen außerdem in Oberösterreich, während sich jene in Tirol und der Steiermark knapp darunter befanden. Unter dem Schnitt lag auch Kärnten. Die geringsten Einkommen im Jahr 2018 wiesen die privaten Haushalte in Wien mit 23.000 Euro auf.

Anzumerken ist, dass die Unterschiede zwischen den Bundesländern bei den Pro-Kopf-Werten des verfügbaren Einkommens relativ gering sind. Bei längerfristiger Betrachtung der Pro-Kopf-Werte im Vergleich zum Österreichniveau ist eine Verringerung der Disparitäten zwischen den Bundesländern festzustellen.

Das Primäreinkommen (=Saldo des primären Einkommensverteilungskontos) der privaten Haushalte ist jenes Einkommen, das den privaten Haushalten als Erwerbs- und Vermögenseinkommen zukommt, weil sie sich am Produktionsprozess beteiligen. Das Konto der primären Einkommensverteilung setzt sich auf der Aufkommensseite aus dem Betriebsüberschuss/Selbständigeneinkommen, dem Arbeitnehmerentgelt und dem Vermögenseinkommen zusammen. Auf der Verwendungsseite ist das (gezahlte) Vermögenseinkommen abgebildet.

Das Konto der sekundären Einkommensverteilung bildet die Umverteilung des (Primär-)Einkommens durch monetäre Transfers (Einkommen- und Vermögenssteuern, Sozialbeiträge, monetäre Sozialleistungen, sonstige laufende Transfers) ab. Der Saldo des sekundären Einkommensverteilungskontos des Sektors private Haushalte ist das Verfügbare Einkommen.

Primäreinkommen der privaten Haushalte und POoE 2000-2018 nach Bundesländern: absolut
Primäreinkommen der privaten Haushalte und POoE 2000-2018 nach Bundesländern: je Einwohner
Verfügbares Einkommen der privaten Haushalte und POoE 2000-2018 nach Bundesländern: absolut
Verfügbares Einkommen der privaten Haushalte und POoE 2000-2018 nach Bundesländern: je Einwohner




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