Erhebungen zur Arbeitskräfteüberlassung

Die Erhebung zur Arbeitskräfteüberlassung gemäß  § 13 Abs. 4 Arbeitskräfteüberlassungsgesetz (AÜG) bzw. die Erhebung zur Beschäftigung von aus dem EWR-Ausland überlassenen Arbeitskräften gemäß § 13 Abs. 8 AÜG werden seit 2014 im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz jährlich durchgeführt. Meldepflichtig sind bei der Erhebung zur Arbeitskräfteüberlassung alle österreichischen Unternehmen mit Gewerbeberechtigung zur Arbeitskräfteüberlassung; die zweite Erhebung sieht Meldepflicht für alle österreichischen Unternehmen, die Personal von Firmen mit Sitz im ausländischen EWR im Rahmen von Arbeitskräfteüberlassung beschäftigt haben, vor.

In beiden Erhebungen werden die Personen und deren Überlassungs- bzw. Beschäftigungsepisoden innerhalb des Zeitraums zwischen 1. Juli des Vorjahres und 30. Juni des Befragungsjahres erfragt. Bei der Erhebung Arbeitskräfteüberlassung ist seit 2014 zusätzlich eine genaue Bekanntgabe des beschäftigenden Unternehmens (Name, Adresse, Fachverband der Wirtschaftskammer, Umsatzsteueridentifikationsnummer) vorgesehen; bei der Erhebung zur Beschäftigung aus dem EWR-Ausland sind die Unternehmen nur zur Bekanntgabe des Staates, in dem sich der Firmensitz des ausländischen Leasingunternehmens befindet, verpflichtet. Für beide Erhebungen steht ausschließlich der eQuest-Web als Meldemedium zur Verfügung.

Das Erhebungsformular enthält auch hier eine freiwillig zu beantwortende Zusatzfrage zum Meldeaufwand. Davon machten ca. 2.760 von 3.187 meldepflichtigen Unternehmen Gebrauch. Der Meldeaufwand für die Erhebungen zur Arbeitskräfteüberlassung betrug im Jahr 2018 insgesamt 6.174 Stunden und lag damit um 6,8% über jenem des Jahres 2017.