Verdienststrukturerhebung

Die Verdienststrukturerhebung wird seit 2002 im Abstand von vier Jahren durchgeführt. Der Erhebungsbereich erstreckt sich auf den gesamten Produzierenden Bereich (Abschnitte B-F der ÖNACE 2008) sowie den Dienstleistungsbereich (Abschnitte G-N und P-S der ÖNACE 2008; die Abschnitte P-S der ÖNACE 2008 (vormals M-O der ÖNACE 2003) werden seit 2006 erfasst).

Der Fragebogen für die Erhebung 2010 (Berichtsjahr) ist gegenüber dem Jahr 2006 für alle Abschnitte im Wesentlichen gleich geblieben. Gemäß den Vorgaben von Eurostat wurde jedoch das Merkmal „Unterbrechungen der Beschäftigung“  wieder in den Fragebogen aufgenommen. Im Gegenzug wurde die Frage nach der Arbeitsstätte für die Unternehmen vereinfacht. Anstelle eines speziellen Arbeitsstätten-Codes mussten Unternehmen mit Arbeitsstätten in unterschiedlichen NUTS-2-Regionen, aber derselben Wirtschafstätigkeit (Typ AP), nur die jeweilige Postleitzahl der Arbeitsstätte angeben. Unternehmen mit Arbeitsstätten in unterschiedlichen NUTS-2-Regionen und unterschiedlichen Wirtschaftstätigkeit (Typ APN) hatten zusätzlich zur Postleizahl auch Angaben zur Wirtschaftätigkeit gemäß ÖNACE zu leisten. Der Fragenkatalog für das Berichtsjahr 2014 blieb gegenüber der letzten Erhebung unverändert. Erstmals wurde jedoch ein Up- und Download (CSV-Format) in den Webfragebogen integriert. 2014 meldeten rund 99% der Unternehmen mittels eQuest-Web (2010: 52,8%).

Die Verdienststrukturerhebung wurde im Jahr 2015 (Berichtsjahr 2014) ebenfalls auf die neue Berechnungsmethode umgestellt. Insgesamt 10.001 Unternehmen gaben eine Meldung hinsichtlich ihres Meldeaufwandes ab, das sind ca. 85% aller meldepflichtigen Unternehmen. Der Gesamtmeldeaufwand hat sich durch die neue Berechnungsmethode im Vergleich zur bisherigen Methode um ca. 5% erhöht. Die Verkettung mit den bisherigen Aufwänden erfolgte auf Basis des Ergebnisses für 2015.

Für das Jahr 2015 ergab sich ein Gesamtmeldeaufwand von rund 28.900 Stunden. Das entspricht einer Steigerung von 5,1% im Vergleich zur Erhebung im Jahr 2011 (Berichtsjahr 2010).