Leistungs- und Strukturdaten

Die 338.948 Unternehmen der Produktions- und Dienstleistungsbereiche (ohne „Öffentliche Verwaltung, Verteidigung; Sozialversicherung“, „Erziehung und Unterricht“, „Gesundheits- und Sozialwesen“, „Kunst, Unterhaltung und Erholung“ sowie „Erbringung von sonstigen Dienstleistungen (ausgenommen S95)“) erzielten im Berichtsjahr 2017 mit 2.966.466 Beschäftigten Umsatzerlöse in der Höhe von 759,4 Mrd. Euro. Daraus ergaben sich ein Produktionswert von 501,2 Mrd. Euro und eine Bruttowertschöpfung zu Faktorkosten von 209,3 Mrd. Euro. Der Personalaufwand für die 2.648.004 unselbständig Beschäftigten betrug 126,1 Mrd. Euro. Das Investitionsvolumen erreichte 38,8 Mrd. Euro.

Die Leistungs- und Strukturstatistik erlaubt Aussagen über die Struktur, Tätigkeit, Beschäftigung, Investitionstätigkeit und Leistung der Unternehmen auf nationaler und regionaler Ebene in der Gliederung nach Wirtschaftsbereichen entsprechend der ÖNACE 2008. Wichtige Basisdaten zur Berechnung des Bruttoinlandsproduktes im Rahmen der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung auf nationaler und regionaler Ebene, für Input-Output-Tabellen sowie für Wirtschaftsprognosen werden zur Verfügung gestellt.

Der Vergleich mit den Vorjahresergebnissen zeigt, dass die Produktions- und Dienstleistungsunternehmen im Jahr 2017 bei den Beschäftigten (+2,4%) und den Umsatzerlösen (+5,7%) Zuwächse erzielten. Die höchsten Steigerungsraten bei den Umsatzerlösen im Vergleich zu 2016 wurden in der „Energieversorgung“ (+19,1%), in der „Wasserversorgung und Abfallentsorgung“ (+8,2%), im Bergbau (+7,9%), im „Handel“ (+6,2%) sowie in der Herstellung von Waren und im Grundstücks- und Wohnungswesen (je +5,6%) gemessen. Lediglich im Bereich der „Finanz- und Versicherungsleistungen“ wurde ein leichter Umsatzrückgang von -0,8% verzeichnet.

Im Vergleich des Produzierenden Bereiches mit dem Dienstleistungsbereich (siehe Grafik „Produzierender Bereich und Dienstleistungen (einschl. Handel) 2017 im Vergleich“) zeigte sich, dass etwas mehr als vier Fünftel (80,3%) der Unternehmen in den Dienstleistungsbranchen tätig waren, während sich bei den Beschäftigten ein Anteil von fast zwei Drittel (66,4%) ergab. Gemessen an der Bruttowertschöpfung zu Faktorkosten entfielen 39,6% auf den Produzierenden Bereich und 60,4% auf den Dienstleistungsbereich – auf welchen mit 471,3 Mrd. Euro auch 62,1% der gesamten Umsatzerlöse entfielen und in welchem mehr als zwei Drittel (70,0 %) der gesamten Investitionen getätigt wurden.

Bei der Betrachtung der Ergebnisse nach aggregierten Wirtschaftsbereichen zeigt sich, dass im Bereich Dienstleistungen (ohne Handel) mehr als die Hälfte aller Unternehmen (56,9%) tätig waren. Der Anteil an den Beschäftigten betrug 43,9% und an der Bruttowertschöpfung zu Faktorkosten 42,7%. Auf den Sachgüterbereich und den Bau entfielen zwar die geringsten Anteile an den Unternehmen (9,0% bzw. 10,7%), gemessen am Produktionswert wies jedoch vor allem der Sachgüterbereich mit 45,2% einen hohen Anteil auf, währenddessen der Bau 9,7% erreichte. Nahezu ein Viertel der Unternehmen (23,4%) war im Handel tätig. Diese Unternehmen konnten mit 22,5% der Beschäftigten den höchsten Anteil an den Umsatzerlösen (33,6%) erzielen, gefolgt vom Sachgüterbereich (31,5%) und den Dienstleistungen (28,5%).

Die Ergebnisse nach Beschäftigtengrößenklassen spiegeln die überwiegend kleinbetriebliche Struktur der österreichischen Wirtschaft wider. Für das Berichtsjahr 2017 zeigte sich, dass 295.267 Unternehmen (87,1%) mit weniger als zehn Beschäftigten tätig waren, aber nur 17,0% der gesamten Umsatzerlöse und 18,8% der Bruttowertschöpfung zu Faktorkosten erzielten. 1.198 Unternehmen (0,4%) wiesen hingegen 250 und mehr Beschäftigte auf. In Unternehmen dieser Größenordnung waren jedoch etwa fast ein Drittel (32,6%) aller Beschäftigten tätig. Der Anteil dieser Unternehmen an den Umsatzerlösen betrug 36,6%, an der Bruttowertschöpfung zu Faktorkosten 38,6% und an den Investitionen 37,1%. Bei der Betrachtung der „Bruttowertschöpfung zu Faktorkosten 2017 nach Wirtschaftsbereichen und Beschäftigtengrößenklassen“ (siehe Grafik) zeigt sich, dass bei Unternehmen mit weniger als 10 Beschäftigten der größte Wertschöpfungsanteil im Dienstleistungsbereich (60,4%) erbracht wurde, hingegen entfällt der größte Anteil an der Wertschöpfung bei Unternehmen mit mehr als 250 Beschäftigten auf den Sachgüterbereich (48,2%).

Die Ergebnisse nach Umsatzgrößenklassen zeichnen ein ähnliches Bild wie jene nach Beschäftigtengrößenklassen. Im Berichtsjahr 2017 erzielten 287.594 Unternehmen (84,8%) einen Umsatz von jeweils weniger als 1 Mio. Euro. Diese Einheiten erwirtschafteten mit einem Anteil von 26,4% an den Beschäftigten insgesamt 7,3% der Umsatzerlöse und 12,0% der Bruttowertschöpfung zu Faktorkosten. Jene 1.992 Unternehmen (0,6%), die im Berichtsjahr 2017 einen Umsatz von 50 Mio. Euro und mehr aufwiesen, erwirtschafteten mit 32,7% der Beschäftigten insgesamt 60,7% der Umsatzerlöse und 47,6% der Bruttowertschöpfung zu Faktorkosten.

Neben den Ergebnissen auf Unternehmensebene sind Betriebsergebnisse für Gesamtösterreich und getrennt nach Bundesländern verfügbar. Die 339.752 Betriebe der Produktions- und Dienstleistungsunternehmen erwirtschafteten in Gesamtösterreich Betriebserlöse von 762,9 Mrd. Euro.

Im Rahmen der Leistungs- und Strukturstatistik 2017 wurden auch Beschäftigte im Jahresdurchschnitt, Bruttolöhne und -gehälter sowie Bruttoinvestitionen in Sachanlagen auf Ebene der Arbeitsstätten erhoben, wobei hier 433.460 Arbeitsstätten erfasst wurden.

Hinweis

Die Verordnung (EG) Nr. 295/2008 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 11. März 2008 über die strukturelle Unternehmensstatistik (Neufassung) regelt seit dem Berichtsjahr 2008 u.a. die Erstellung struktureller Unternehmensstatistiken auf europäischer Ebene nach der Klassifikation für wirtschaftliche Tätigkeiten NACE Rev. 2.

Die EU-Verordnung über die strukturelle Unternehmensstatistik ist die Grundlage für die Sammlung von Informationen über alle marktwirtschaftlichen Tätigkeiten im Rahmen der jährlichen Leistungs- und Strukturstatistik für die Abschnitte B bis N sowie die Abteilung 95 der ÖNACE 2008 ab dem Berichtsjahr 2008 gemäß der Leistungs- und Strukturstatistikverordnung, BGBl. II Nr. 428/2003, idgF.

Ab Berichtsjahr 2015 wird zur Ermittlung des effizienten Geheimhaltungsmusters ein angepasster, heuristischer Algorithmus verwendet. Die Berechnung selbst erfolgt dabei mittels einem von der Methodik-Abteilung von Statistik Austria entwickelten und somit standardisiert einsetzbarem Programm zur Gewährleistung der höchsten Anforderungen bzgl. statistischer Geheimhaltung.

Leistungs- und Strukturstatistik 2018 - Vorläufige Ergebnisse
Ergebnisse im Überblick: Leistungs- und Strukturstatistik 2017
Leistungs- und Strukturstatistik 2017 - Hauptergebnisse
Leistungs- und Strukturstatistik 2016 - Hauptergebnisse
Leistungs- und Strukturstatistik 2017 - Hauptergebnisse nach Beschäftigtengrößenklassen
Leistungs- und Strukturstatistik 2016 - Hauptergebnisse nach Beschäftigtengrößenklassen
Leistungs- und Strukturstatistik 2017 - Hauptergebnisse nach Umsatzgrößenklassen
Leistungs- und Strukturstatistik 2016 - Hauptergebnisse nach Umsatzgrößenklassen
Leistungs- und Strukturstatistik 2017 - Vergleich der Hauptdaten mit dem Vorjahr
Leistungs- und Strukturstatistik 2016 - Vergleich der Hauptdaten mit dem Vorjahr
Leistungs- und Strukturstatistik 2017 - Betriebsergebnisse
Leistungs- und Strukturstatistik 2016 - Betriebsergebnisse
Leistungs- und Strukturstatistik 2017 - Arbeitsstättenergebnisse
Leistungs- und Strukturstatistik 2016 - Arbeitsstättenergebnisse
Leistungs- und Strukturstatistik 2005 - 2007 nach ÖNACE 2008

Leistungs- und Strukturstatistik 2017 - Produzierender Bereich und Dienstleistungen im Vergleich
Leistungs- und Strukturstatistik 2017 - Verteilung der Wertschöpfung nach Branchen und Unternehmensgröße



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