Neugründungen von Arbeitgeberunternehmen

Im Jahr 2012 entstanden 18.423 Arbeitgeberunternehmen mit 68.669 Beschäftigten (davon 50.110 Unselbständige). Die Neugründungsrate betrug 7,8%, was im Vergleich zum Vorjahr (2011) einen Zuwachs von 0,1 Prozentpunkten bedeutet.

Es wurden durchschnittlich 3,7 Arbeitsplätze (für selbständig und unselbständig Beschäftigte) geschaffen. Die meisten Arbeitsplätze pro Arbeitgebergründung entstanden in den Wirtschaftsbereichen „Herstellung von Waren“ (5,9) und „Bergbau“ (5,6).

Nach Wirtschaftsbereichen betrachtet, wiesen 2012 folgende Wirtschaftsbereiche die höchsten Neugründungsraten auf: Energieversorgung“ (12,9%), „Gesundheits- und Sozialwesen“ (10,0%) und „Freiberufliche/techn. Dienstleistungen“ (9,2%). Am niedrigsten waren die Neugründungsraten in den Bereichen „Grundstücks- und Wohnungswesen“ (3,1%), „Erziehung und Unterricht“ (3,6%) und „Bergbau" (4,2%). In absoluten Zahlen gesehen waren die meisten neuen Arbeitgeberunternehmen in den Bereichen "Handel" (3.961), "Beherbergung und Gastronomie" (3.090) sowie "Freiberufliche/technische Dienstleistungen" (2.829) zu verzeichnen.

Die Ergebnisse nach Rechtsform zeigen, dass rund zwei Drittel (66,1%) der Arbeitgeberunternehmen im Jahr 2012 als Einzelunternehmen gegründet wurden. 19,1% der Arbeitgeberunternehmen entstanden in Form einer Kapitalgesellschaft und 14,3% als Personengesellschaften oder andere Rechtsformen. Die meisten Arbeitsplätze pro neuem Arbeitgeberunternehmen wurden durch Personengesellschaften und andere Rechtsformen (5,6) geschaffen.

Hinsichtlich der Beschäftigtengrößenklassen kann festgestellt werden, dass fast 90% der Arbeitgeberunternehmen mit 1-4 unselbstständig Beschäftigten gegründet wurden. 7,5% der Arbeitgebergründungen entfielen auf die Beschäftigtengrößenklasse 5-9 unselbständig Beschäftigte und 3,5% auf jene mit 10 und mehr unselbständig Beschäftigten.  Auch beim Bestand dominierten die Arbeitgeberunternehmen mit 1-4 unselbständig Beschäftigten (65,8%).

Die Ergebnisse nach Bundesländern zeigen, dass die Neugründungsrate am höchsten in Tirol (8,9%), Wien (8,1%), Kärnten (8,0%) und Niederösterreich (7,9%) war; niedrige Neugründungsraten hatten Vorarlberg (6,1%), Oberösterreich und Salzburg (je 7,3%) sowie das Burgenland (7,6%). NUTS3-Regionen mit hohen Anteilen an allen Arbeitgeberneugründungen 2012 sind: Tiroler Oberland (10,7%), Ausserfern (9,3%) sowie die Regionen Unterkärnten, Sankt Pölten, Wiener Umland/Nordteil und Tiroler Unterland (je 8,6%).

Die Auswertung nach Geschlecht (nur bei Einzelunternehmen) ergab, dass sich 66,5% der neu gegründeten Arbeitgeber-Einzelunternehmen im Jahr 2012 in männlicher Eigentümerhand befanden. Die Gründungrate bei von Frauen gegründeten Arbeitgeberunternehmen lag jedoch mit 9,2% höher als diejenige der von Männern gegründeten Einzelfirmen (8,6%).

Entwicklung der Arbeitgebergründungen im Zeitverlauf (2004 bis 2012)

Die absoluten Neugründungszahlen für den Analysezeitraum 2004 bis 2012 unterliegen keinen großen Schwankungen; so ging die Anzahl der Arbeitgebergründungen von 2004 auf 2012 um 10,7% zurück. Die wenigsten Arbeitgebergründungen fanden 2009 und 2010 (18.050 und 17.640) und die meisten im Jahr 2004 (20.368) statt. Vergleicht man die Entwicklung in diesem achtjährigen Beobachtungszeitraum nach Wirtschaftsbereichen, können die größten Zuwächse an Neugründungen in folgenden Branchen beobachtet werden: “Energieversorgung“ (+98,1%), „Gesundheits- und Sozialwesen“ (+65,3%) und „Wasserversorgung und Abfallentsorgung“ (+37,9%). In den Branchen „Erziehung und Unterricht“ und „Grundstücks- und Wohnungswesen“ waren die stärksten Rückgänge zu verzeichnen (-68,9% bzw. -64,8%).

Was die Verteilung nach Rechtsform angeht, gingen die als Einzelunternehmen gegründeten neuen Arbeitgeberunternehmen über den Berichtszeitraum zurück (-8,8%). Arbeitgeberunternehmen, die als Personengesellschaften (und andere Rechtsformen) gegründet wurden, gingen tendenziell noch stärker zurück (-24,5%), während die Anzahl neuer Arbeitgeberunternehmen in Form von Kapitalgesellschaften nur leicht sank (-5,0%).

Nach Beschäftigtengrößenklasse ergaben sich bei Arbeitgebergründungen mit 1 bis 4 bzw. mit 5 bis 9 unselbständig Beschäftigten im Berichtszeitraum Rückgänge von je rund 10%, während Arbeitgebergründungen mit 10 oder mehr unselbständig Beschäftigten um fast 25% zurückgingen.

Im Bundesländervergleich wiesen Kärnten (-62,9%), Tirol (-59,5%) und Vorarlberg (-55,4%) im Analysezeitraum die stärksten Abgänge an Arbeitgebergründungen auf. In diesen Bundesländern wurden im Jahr 2012 deutlich weniger Unternehmen gegründet als es noch 2004 der Fall war.

Nach dem Geschlecht (bei Einzelunternehmen) betrachtet, sank die Anzahl der durch Männer gegründeten Arbeitgeber-Einzelunternehmen im Zeitverlauf um 10,6%, während jene der durch Frauen gegründeten Arbeitgeberfirmen nur um 4,9% abnahm.

Neugründungen von Arbeitgeberunternehmen 2004-2012 nach Wirtschaftsbereichen
Neugründungen von Arbeitgeberunternehmen 2004-2012 nach Rechtsform
Neugründungen von Arbeitgeberunternehmen 2004-2012 nach Beschäftigtengrößenklassen
Neugründungen von Arbeitgeberunternehmen 2004-2012 nach Bundesländern
Neugründungen von Arbeitgeberunternehmen 2004-2012 nach Geschlecht des Unternehmers
Neugründungen von Arbeitgeberunternehmen 2004-2012 nach NUTS3

Anteile der Neugründungen nach Rechtsformgruppen 2004 bis 2012
Anteile der Neugründungen nach Beschäftigtengrößenklasse 2004 bis 2012
Arbeitgeberunternehmensbestand vs. Neugründungen 2012 nach Beschäftigtengrößenklassen
Arbeitgeberunternehmensbestand vs. Neugründungen 2012 nach Rechformgruppen
Arbeitgeberunternehmensbestand vs. Neugründungen 2012 nach Bundesländern


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