Betriebe, Betten

2018/19: Mehr als 1,1 Mio. Betten standen in rund 68.000 gewerblichen und privaten Beherbergungsbetrieben zur Verfügung; höhere Bettenauslastung im Winter als im Sommer

In Österreich standen im Berichtszeitraum November 2018 bis Oktober 2019 rund 1,13 Mio. Betten in 68.034 gewerblichen und privaten Beherbergungsbetrieben zur Verfügung. Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Bettenbestand um 1,0%, jene der Betriebe um 2,4%.

50,6% des Bettangebots (ohne Camping) waren im Tourismusjahr 2018/19 in den nächtigungsstärksten Bundesländern Tirol (350.758) und Salzburg (222.863) zu finden.

Die insgesamt zur Verfügung stehenden Betten verteilten sich zu mehr als einem Viertel (26,7%) auf private und zu fast drei Viertel (73,3%) auf gewerbliche Betriebe (302.448 bzw. 831.423).

Die Auslastung in gewerblichen Beherbergungsbetrieben lag im Winter 2018/19 bei 41,7% bzw. im Sommer 2019 bei 42,1%, in privaten Beherbergungsbetrieben war die Auslastung im Winter höher (26,4%) als in der Sommersaison (21,4%). Sowohl im Winter als auch im Sommer erreichten die 5-/4-Stern-Betriebe die höchste Auslastung (51,4% bzw. 55,4%), gefolgt von gewerblichen Ferienwohnungen/-häuser (38,6%) im Winter bzw. im Sommer von 3-Stern-Betrieben (41,7%).

Nach Bundesländern wurde die höchste Bettenauslastung in der Bundeshauptstadt Wien (Winter: 54,4%, Sommer: 64,1%) festgestellt, gefolgt von Tirol mit 44,2% im Winter und Burgenland mit 41,2% im Sommer. Im Vergleich zur Vorjahressaison wurden im Sommer 2019 in allen Bundesländern - abgesehen von der Steiermark (-0,1 Prozentpunkte) - Auslastungszunahmen beobachtet. In der Wintersaison 2018/2019 verzeichnete Wien den höchsten Auslastungszuwachs (+5,4 Prozentpunkte), den höchsten diesbezüglichen Rückgang in Vorarlberg mit -0,9 Prozentpunkte.

Betreffend das Bettenangebot je 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner lag Tirol erwartungsgemäß an der Spitze (Winter: 449, Sommer: 440), gefolgt von Salzburg (Winter: 391, Sommer: 369). Die geringste Anzahl von Betten pro Einwohner wurde in der bevölkerungsreichen Bundeshauptstadt (Winter 42 und Sommer 43 Betten) verzeichnet.

Eine Analyse auf Gemeindebasis ergab, dass die größten Bettenanbieter im Winter 2018/19 und im Sommer 2019 Wien (79.041 bzw. 81.389 Betten), Saalbach-Hinterglemm (17.688 bzw. 14.978 Betten), Sölden (17.328 in der Wintersaison) und die Stadt Salzburg (15.521 Betten in der Sommersaison) waren.

Der höchste Anteil an privaten Betten wurde in Zell am See (Winter: 33,4%, Sommer: 34,4%) verzeichnet. Die höchste durchschnittliche Betriebsgröße war im Winter und Sommer in Salzburg am höchsten (77 bzw. 80 Betten je Betrieb), in St. Anton am Arlberg und Schladming (17 Betten), im Sommer in Zell am See mit 17 Betten je Betrieb am geringsten. Der gewerbliche Bettenanteil war in der Stadt Salzburg am höchsten (Winter bzw. Sommer je 97,1%). Die Angebotsintensität war in der Wintersaison in Obertauern (12.552 Betten/1.000 Einwohnerinnen und Einwohner) und in der Sommersaison in Ischgl (7.150) am höchsten.

Anzahl der Betriebe und Betten nach Bundesländern und Unterkunftsarten 2019
Veränderungen der Betten im Vergleich zum Berichtszeitraum 2017/18, zur Wintersaison 2017/18 und zur Sommersaison 2018 (in %)
Auslastung der Betten (in %) für die Wintersaison 2018/19 und die Sommersaison 2019
Auslastung der Betten (in %) für die Winter- und Sommersaison von 2004 bis 2019 nach Bundesländern
Angebot von Winterbetten 2018/19 nach Gemeinden
Angebot von Sommerbetten 2019 nach Gemeinden

Bettenverteilung nach Unterkunftsarten und Bundesländern in der Wintersaison 2018/19
Bettenverteilung nach Unterkunftsarten und Bundesländern in der Sommersaison 2019
Entwicklung der Bettenauslastung nach Winter- und Sommersaison in Indexwerten
Entwicklung der Auslastung nach Unterkunftsarten seit der Wintersaisonen 2004/05
Entwicklung der Auslastung nach Unterkunftsarten seit der Sommersaison 2005


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