Produktionsindex

Der Produktionsindex (Basis 2015) erreichte in der Industrie (ÖNACE B - E) im Jahresdurchschnitt 2018 nach Arbeitstagen bereinigt (EU-harmonisiert) 112,7 Punkte und stieg damit gegenüber dem Jahr 2017 um 4,7%. Im Baubereich (ÖNACE F) war mit 116,3 Punkten ein Anstieg von 6,9% zu verzeichnen.

Aktuelle Detailergebnisse finden Sie in den nachstehenden Tabellen.

Der aktuelle Produktionsindex wird auf der Basis 2015 berechnet.

Der Produktionsindex ist ein bedeutender kurzfristiger Konjunkturindikator, dessen Ziel es ist, die Schwankungen der realen Produktionsleistungen monatlich zu messen und dabei insbesondere die Wendepunkte des Konjunkturzyklus möglichst früh zu entdecken.

Ergebnisse und ihre Veröffentlichung

Der EU-harmonisierte nationale Produktionsindex für den Produzierenden Bereich wird auf Ebene der Abteilungen und Abschnitte B bis F der ÖNACE 2008 sowie für 5 Hauptgruppen MIG (Zusammenfassung von Wirtschaftszweigen, die überwiegend Vorleistungsgüter, Energie, Investitionsgüter, Gebrauchsgüter oder Verbrauchsgüter produzieren) errechnet. Auf der Basis 2015 wird der Index ab dem Berichtsmonat 01/2015, auf der Basis 2010 ab dem Berichtsmonat 01/2010 und auf der Basis 2005 ab dem Berichtsmonat 01/1996 publiziert. Parallel werden bis zum Berichtsmonat 12/2008 die Indexwerte auch nach der alten ÖNACE 2003 zur Verfügung gestellt. Ab Jänner 2009 liegen die Indexwerte EU-konform nur mehr nach der ÖNACE 2008 vor.

Um den regionalen Bedürfnissen gerecht zu werden, wird der Produktionsindex zusätzlich für alle neun Bundesländer ausgewiesen (ab 01/2005 nach der ÖNACE 2008; bis 12/2008 nach ÖNACE 2003). Erste vorläufige Ergebnisse werden 55 Tage nach Ablauf der Berichtsperiode veröffentlicht, revidierte Werte nach 85 Tagen und endgültige Ergebnisse im November des dem Berichtsjahr folgenden Jahres. Die genauen Zeitpunkte können dem Veröffentlichungskalender entnommen werden. EU-harmonisierte arbeitstägig bereinigte und saisonbereinigte Reihen sowie Trendreihen werden seit dem Frühjahr 2005 berechnet und sind rückwirkend bis zum Jahr 1996 gemäß der ÖNACE 2008 verfügbar. Aufgrund der EU-harmonisierten Bereinigung kann es methodisch begründet bei den saisonal- und arbeitstägig bereinigten Reihen mit jedem neuen Berichtsmonat zu geringfügigen Abweichungen der kompletten Zeitreihen kommen.

Die aktuellen Werte werden monatlich auch in den Statistischen Übersichten, der Datenbank STATcube, in den Presseinformationen sowie auf der Website von Eurostat publiziert.

Definition

Ziel des Produktionsindex ist es, die Entwicklung der realen monatlichen Produktionsleistung der Produktionsbetriebe (ÖNACE B bis F) zu messen und wiederzugeben. Er wird durch das Verhältnis der Produktionsmengen bzw. der deflationierten Produktionswerte in der jeweiligen Berichtsperiode zu denjenigen der Basisperiode ausgedrückt und wird als Messzahl ausgewiesen. Der Produktionsindex bezieht sich auf alle Betriebe der ÖNACE-Abschnitte B bis F, die eine bestimmte Beschäftigten- bzw. Umsatzschwelle überschreiten.

Der Produktionsbegriff zur Berechnung des Produktionsindex enthält in der Regel die technische Gesamtproduktion, d.h. die für den Absatz sowie für unternehmensinterne Lieferungen und Leistungen bestimmte Eigenproduktion zuzüglich der durchgeführten Lohnarbeit. Nur wenn die Eigenproduktion nicht erhoben wird, geht ersatzweise die abgesetzte Produktion in die Berechnung ein. Ab der Basis 2005 werden ausschließlich deflationierte Produktionswerte (je nach Branche technische Produktion bzw. abgesetzte Produktion) zur Berechnung des Produktionsindex herangezogen.

Umfang und Repräsentativität

Da grundsätzlich die gemeldete Produktion aller Betriebe der Konjunkturerhebungen im Produzierenden Bereich (KJE) in die Berechnung der Indizes einfließt, bestimmt der Umfang der KJE zugleich die Repräsentativität des berechneten Produktionsindex. Mittels KJE werden nach dem Prinzip einer Konzentrationsstichprobe ausschließlich Betriebe bzw. Unternehmen des Produzierenden Bereiches (ÖNACE-Abschnitte B-F) befragt, die an einem Stichtag des Vorjahres eine Mindestzahl von Beschäftigten aufweisen bzw. seit dem Berichtsjahr 2008 eine bestimmte Umsatzschwelle überschreiten (sofern bestimmte Repräsentanzkriterien mit der Beschäftigtenschwelle in einem Wirtschaftszweig alleine nicht erfüllt werden können). Allerdings wurden seit der Basis 2000 für die ÖNACE-Abteilungen mit schwankenden Beschäftigten bzw. ab dem Berichtsjahr 2008 mit zum Teil schwankenden Umsatzgrenzen zum Zweck stabiler Beobachtungsmassen einheitliche und gleich bleibende Meldegrenzen für die Indexberechnung und dessen homogenen Verlauf verwendet bzw. falls erforderlich entsprechende Basiskorrekturen vorgenommen.

Berechnung

Die Berechnung folgt dem Laspeyres-Konzept (Festbasis, fixe Gewichtung). Berechnungsgrundlage bildet ab der Basis 2005 die technische Gesamtproduktion (TP) bzw. in den Fällen, wo keine TP verfügbar ist, die abgesetzte Produktion (AP). Pro Betriebskennzahl werden alle deflationierten Produktionswerte berücksichtigt, d.h. sämtliche charakteristische und nicht-charakteristische Güter, und der ÖNACE-Unterklasse des Betriebes (= Schwerpunkt des Betriebes) zugeordnet. Die Messziffer ergibt sich aus der Gegenüberstellung des Aggregats der Werte einer bestimmten ÖNACE-Unterklasse (5-Steller) und dem entsprechenden Aggregat des Basiswerts der ÖNACE-Unterklasse. Dies ergibt (für Österreich und pro Bundesland) für jede ÖNACE-Unterklasse eine Messziffer, die dann gewichtet in das Indexergebnis einfließt. Die Gewichtung wird aus der Bruttowertschöpfung zu Faktorkosten anhand der Daten der Leistungs- und Strukturerhebung abgeleitet.

Die Durchführung der arbeitstägigen und saisonalen Bereinigung vereinfacht anschließend durch Eliminierung von saisonalen Einflüssen und durch die Normierung der Monatswerte hinsichtlich der Arbeitstage die Interpretation der Zeitreihen. Die Bereinigungsschritte erfolgen nach EU-harmonisierten Vorgaben unter Anwendung des Programms X-13 ARIMA SEATS.

Ergebnisse im Überblick: Konjunkturindikatoren im Produzierenden Bereich 2018 (Basis 2015), ÖNACE 2008

ÖNACE 2008

Produktionsindex ÖNACE 2008 Basis 2015, Übersicht
Produktionsindex ÖNACE 2008 (Ø 2015=100), EU harmonisiert arbeitstägig bereinigt
Produktionsindex ÖNACE 2008 (Ø 2015=100), EU harmonisiert saisonal bereinigt
Produktionsindex ÖNACE 2008 (Ø 2015=100), EU harmonisiert Trend
Produktionsindex ÖNACE 2008 Basis 2010, Übersicht
Produktionsindex ÖNACE 2008 (Ø 2010=100), EU harmonisiert arbeitstägig bereinigt
Produktionsindex ÖNACE 2008 (Ø 2010=100), EU harmonisiert saisonal bereinigt
Produktionsindex ÖNACE 2008 (Ø 2010=100), EU harmonisiert Trend
Produktionsindex ÖNACE 2008 Basis 2005, Übersicht
Produktionsindex ÖNACE 2008 (Ø 2005=100), EU harmonisiert arbeitstägig bereinigt
Produktionsindex ÖNACE 2008 (Ø 2005=100), EU harmonisiert saisonal bereinigt
Produktionsindex ÖNACE 2008 (Ø 2005=100), EU harmonisiert Trend
Produktionsindex ÖNACE 2008 (Ø 2005=100), EU harmonisiert arbeitstägig bereinigt - 1996 bis 2004
Produktionsindex ÖNACE 2008 (Ø 2005=100), EU harmonisiert saisonal bereinigt - 1996 bis 2004
Produktionsindex ÖNACE 2008 (Ø 2005=100), EU harmonisiert Trend - 1996 bis 2004

ÖNACE 2003

Produktionsindex Basis 2005, Übersicht
Produktionsindex Basis 2005, EU-harmonisiert arbeitstägig bereinigt
Produktionsindex Basis 2005, EU-harmonisiert saisonal bereinigt
Produktionsindex Basis 2005, EU-harmonisiert Trend
Produktionsindex Basis 2000, arbeitstägig bereinigt, Übersicht
Produktionsindex Basis 2000, arbeitstägig bereinigt
Produktionsindex Basis 2000, EU-harmonisiert arbeitstägig bereinigt
Produktionsindex Basis 2000, EU-harmonisiert saisonal bereinigt
Produktionsindex Basis 2000, EU-harmonisiert Trend

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Konjunkturindikatoren (2000=100), Produktion und Dienstleistungen

Erscheinungsdatum: 9/2004

 
 

Vergriffen

 
 

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