Absolutdaten

Mit Stichtag 31.12.2018 wiesen die 66.662 Unternehmen (-0,3% gegenüber dem Vorjahr) des Produzierenden Bereichs (Abschnitte B bis F der ÖNACE 2008) 945.216 (+2,7%) unselbständig Beschäftigte (Angestellte, Arbeiter und -innen, Lehrlinge und Heimarbeiter und -innen) auf. Für diese musste eine Brutto-Verdienstsumme (inklusive Brutto-Sonderzahlungen und Brutto-Abfertigungen) von 41,8 Mrd. Euro (+5,5%) aufgewendet werden. Die Unternehmen des Produzierenden Bereichs erzielten im Berichtsjahr 2018 Umsatzerlöse in der Höhe von 299,9 Mrd. Euro; davon entfielen mit 156,5 Mrd. Euro mehr als die Hälfte (52,2%) auf die Inlandsumsätze. Gegenüber dem Vorjahr erhöhten sich die Umsätze um 7,8%. Die Exportintensität, definiert als das Verhältnis des Auslandsumsatzes zum Gesamtumsatz, lag im Jahr 2018 bei 47,8% und war damit etwas höher als im Vorjahr (46,9%).

Die kumulierten Jahresergebnisse (sowohl für die Primärerhebung als auch für die Grundgesamtheit des gesamten Produzierenden Bereichs) für die letzten drei (bzw. zwei) Jahre gleitend finden Sie unten auf der Seite unter "Tabelle(n)". Seit dem Berichtsmonat Jänner 2010 erfolgt hier auch eine Darstellung der aktuellen Unternehmens- und Betriebsergebnisse über die statistische Grundgesamtheit des Produzierenden Bereichs, welche mittels eines modellbasierten Ansatzes zur Datenergänzung (MDE) berechnet werden. Grundlegende Informationen stehen Ihnen unter "Methodenberichte und Analysen" zur Verfügung.  
Mit dem 4. Quartal 2019 erfolgte eine Umgestaltung der Schnellberichte. Die neuen Schnellberichte „Unternehmen“ und „Betriebe“ finden Sie unter "Tabelle(n)". Die Firmennachrichten wurden hingegen eingestellt. Ältere Schnellberichte und Firmennachrichten finden Sie noch im "Archiv von Konjunkturdaten". Detaillierte Daten über die Konjunkturstatistik im Produzierenden Bereich und der Statistik über die Güterproduktion (PRODCOM) stehen Ihnen überdies in unserer Statistischen Datenbank STATcube für Abfragen zur Verfügung.  
Durch die aufgrund der novellierten Konjunkturstatistik-Verordnung erfolgte Neuabgrenzung der Auskunftspflicht sind die ab dem Berichtsmonat Jänner 2014 publizierten primärstatistischen Daten mit jenen der Vorjahre nur mehr bedingt vergleichbar.

Die meisten Unternehmen weist der Bereich „Bau“ (Abschnitt F der ÖNACE 2008) mit 35.861 bzw. 54,6% auf. Gemessen an der Zahl der Beschäftigten sowie des Umsatzes liegt jedoch der Schwerpunkt der Aktivitäten im Produzierenden Bereich in den beiden Bereichen „Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden“ sowie „Herstellung von Waren“ (Abschnitte B und C der ÖNACE 2008), in denen im gegenständlichen Berichtsjahr mit 25.276 rund zwei Fünftel (38,5%) aller Unternehmen des Produzierenden Bereichs tätig waren. Diese erzielten mit 645.633 bzw. 68,3 % aller unselbständig Beschäftigten rund zwei Drittel (66,1%) der gesamten Umsatzerlöse (198,1 Mrd. €), wobei hier rund drei Fünftel (60,6%) dem Ausland zugerechnet werden konnten. In den Bereichen „Bau“ oder aber „Wasserversorgung, Abwasser- und Abfallentsorgung und Beseitigung von Umweltverschmutzungen“ werden Umsätze hingegen vorwiegend im Inland getätigt.

Die umsatzstärkste Branche im Produzierenden Bereich war mit 45,6 Mrd. € die ÖNACE-Abteilung 35 (Energieversorgung), gefolgt von den Abteilungen 43 (Vorbereitende Baustellenarbeiten, Bauinstallation und sonstiges Ausbaugewerbe) mit 26,0 Mrd. €, 28 (Maschinenbau) mit 24,5 Mrd. €, 24 (Metallerzeugung und -bearbeitung) und 10 (Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln) mit je 18,1 Mrd. €, 29 (Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen) mit 17,9 Mrd. €, 25 (Herstellung von Metallerzeugnissen) mit 16,9 Mrd. €, 41 (Hochbau) mit 15,9 Mrd. € und 27 (Herstellung von elektronischen Ausrüstungen) mit 14,0 Mrd. €. Diesen neun Wirtschaftsbereichen konnten knapp zwei Drittel (197,1 Mrd. € bzw. 65,7%) der gesamten im Produzierenden Bereich erzielten Umsatzerlöse zugerechnet werden.

Von den umsatzstärksten Branchen werden in der Regel auch die meisten unselbständig Beschäftigten gemeldet. So beschäftigte die ÖNACE-Abteilung 43 (Vorbereitende Baustellenarbeiten, Bauinstallation und sonstiges Ausbaugewerbe) mit 164.502 die meisten Arbeitnehmer. Damit war im Berichtsjahr 2018 rund jeder sechste unselbständig Beschäftigte (17,4%) des Produzierenden Bereichs in diesem Wirtschaftszweig tätig. Es folgten die Abteilungen 28 (Maschinenbau, 86.702), 25 (Herstellung von Metallerzeugnissen, 77.358) und 10 (Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln, 74.875).

Die größten Umsatzzuwächse waren mit 143,1% bzw.31,0% in den Abteilungen 09 (Dienstleistungen für den Bergbau) und 30 (Sonstiger Fahrzeugbau) zu beobachten, deren wertmäßige Dimensionen im gesamten Produzierenden Bereich aber eine sehr untergeordnete Rolle einnehmen. Zweistellige Zuwachsraten wiesen auch die Abteilungen 35 (Energieversorgung, +16,0%) und 29 (Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen, +13,1%) auf. Es folgten die Abteilungen „Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen“ (+9,3%), „Maschinenbau“ (+9,2%), „Hochbau“ (+8,8%) und „Vorbereitende Baustellenarbeiten, Bauinstallation und sonstiges Ausbaugewerbe“ (+7.9%).

Umsatzrückgänge im Berichtsjahr 2018 gab es hingegen bei der „Beseitigung von Umweltverschmutzungen“ (-26,4%), der „Herstellung von Druckerzeugnissen; Vervielfältigung von bespielten Ton-, Bild- und Datenträgern“ (-6,2%), der „Herstellung von Leder, Lederwaren und Schuhen“ (-2,4%), der „Herstellung von Bekleidung“ (-2,3%), im „Tiefbau“ (-2,0%) sowie bei der „Herstellung von elektrischen Ausrüstungen“ (-1,3%).

Das Unternehmen stellt im Rahmen des EU-harmonisierten Konzeptes die zentrale Erhebungseinheit dar und wird insbesondere zur Darstellung von Umsatz- und Beschäftigtendaten herangezogen. Für bestimmte andere Merkmale (wie z.B. Produktionsoutput, Arbeitsvolumen) sowie zum Zwecke einer regionalisierten Betrachtung wird zudem auch der Betrieb aus Beobachtungseinheit herangezogen. Die im Jahr 1996 eingeführte monatliche Konjunkturstatistik im Produzierenden Bereich bildet einerseits die Basis zur Erfüllung der EU-Verordnung über Konjunkturstatistiken, andererseits wird dadurch die nationale Güterproduktion im Sinne der EU-Verordnung zur Einführung einer Gemeinschaftserhebung über die Produktion von Gütern ermittelt. Somit stellt sie eine der zentralen Informationsquellen für die Beurteilung der konjunkturellen Entwicklung Österreichs und des gesamten Europäischen Wirtschafts- und Währungsraumes dar.

Zusätzliche Erläuterungen und methodische Beschreibungen zur Konjunkturstatistik im Produzierenden Bereich entnehmen Sie bitte unseren Weiterführenden Informationen.

Ergebnisse im Überblick: Konjunkturstatistik im Produzierenden Bereich 2016 - 2018 (Grundgesamtheit)
Ergebnisse im Überblick: Konjunkturstatistik im Produzierenden Bereich 2016 - 2018 (Primärerhebung)
Betriebsdaten inkl. ÖPRODCOM - Dezember 2019
Betriebsdaten inkl. ÖPRODCOM - November 2019
Betriebsdaten inkl. ÖPRODCOM - Oktober 2019
Betriebsdaten inkl. ÖPRODCOM - September 2019
Betriebsdaten inkl. ÖPRODCOM - August 2019
Unternehmensdaten - Dezember 2019
Unternehmensdaten - November 2019
Unternehmensdaten - Oktober2019
Unternehmensdaten - September 2019
Unternehmensdaten - August 2019


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Konjunkturstatistik im Produzierenden Bereich 2017

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Konjunkturstatistik im Produzierenden Bereich Betriebe inkl. ÖPRODCOM, Dezember 2019 (vorläufige Ergebnisse)

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Konjunkturstatistik im Produzierenden Bereich, Unternehmen, Dezember 2019 (vorläufige Daten)

Erscheinungsdatum: 04/2020

 
 

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