Pressemitteilung: 12.033-099/19

Produzierender Bereich mit 10,1% Umsatzplus im Jänner und Februar 2019

Wien, 2019-05-31 – Ende Februar 2019 waren in den 65.756 Unternehmen (+0,7% im Vorjahresvergleich) des gesamten Produzierenden Bereichs (Sachgüterbereich und Bau) 949.278 unselbständig Beschäftigte (+3,6%) tätig, die in der Berichtsperiode Jänner und Februar 2019 Umsatzerlöse in Höhe von 47,4 Mrd. Euro realisieren konnten (+10,1%). Arbeitstägig bereinigt ergab sich im Vergleich zur Vorjahresperiode für den gesamten Produzierenden Bereich sogar ein Umsatzplus von 10,5%. Im Bau wurden von 35.788 Unternehmen (+1,1%) rund 5,7 Mrd. Euro umgesetzt (+10,5% bzw. +10,6% bei arbeitstägiger Bereinigung), wie aktuelle Daten von Statistik Austria zeigen.

Unternehmen: Plus bei Beschäftigung und Umsatz

65.756 Unternehmen (+0,7% gegenüber Februar 2018) mit insgesamt 949.278 unselbständig Beschäftigten (+3,6%) konnten Ende Februar 2019 im gesamten Produzierenden Bereich (Abschnitte B bis F der ÖNACE 2008) gezählt werden. Von diesen Unternehmen wurde in der Berichtsperiode Jänner und Februar 2019 insgesamt eine Brutto-Verdienstsumme (inkl. Brutto-Sonderzahlungen und Brutto-Abfertigungen) von 6,1 Mrd. Euro aufgewendet, das ist um 6,5% mehr als in der vergleichbaren Vorjahresperiode. Gleichzeitig erreichten die Umsatzerlöse 47,4 Mrd. Euro und lagen damit um 10,1% über dem Niveau der Vorjahresperiode. Arbeitstägig bereinigt ergab sich im Vergleich zur Vorjahresperiode für den gesamten Produzierenden Bereich sogar ein Plus von 10,5%. Somit setzte ein Unternehmen des Produzierenden Bereichs in der aktuellen Berichtsperiode mit durchschnittlich 14 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern etwas mehr als 700.000 Euro um (siehe Tabelle 1).

Der Schwerpunkt der Aktivitäten im Produzierenden Bereich lag im Bereich "Herstellung von Waren (inklusive Bergbau)", in dem Ende Februar 2019 mit 25.328 knapp zwei Fünftel (38,5%) aller Unternehmen und rund zwei Drittel (647.788 bzw. 68,2%) aller unselbständig Beschäftigten des Produzierenden Bereichs tätig waren. Diese erzielten in den ersten beiden Monaten des Jahres 2019 mit 31,7 Mrd. Euro ebenfalls rund zwei Drittel (67,0%) der gesamten Umsatzerlöse. Die 35.788 Unternehmen im Bau (Abschnitt F der ÖNACE 2008) entsprachen einem Anteil von 54,4% und erwirtschafteten mit 254.213 bzw. 26,8% der unselbständig Beschäftigten einen Umsatz in Höhe von 5,7 Mrd. Euro (anteilig 12,1%).

Betriebe: Plus bei Beschäftigung, Arbeitsvolumen und Produktion

Produzierender Bereich insgesamt: Beschäftigung +3,7%, Arbeitsvolumen +3,7%, Produktion +10,0%

Die 66.333 Betriebe (+0,6% gegenüber Februar 2018) des Produzierenden Bereichs (Sachgüterbereich und Bau) hatten Ende Februar 2019 insgesamt 948.456 unselbständig Beschäftigte (+3,7%). Den in der Berichtsperiode Jänner und Februar 2019 ausgewiesenen Brutto-Verdiensten (inklusive Brutto-Sonderzahlungen und Brutto-Abfertigungen) in Höhe von etwa 6,1 Mrd. Euro (+6,6%) stand ein geleistetes Arbeitsvolumen der unselbständig Beschäftigten von rund 244,3 Mio. Arbeitsstunden (+3,7%) gegenüber. Die im gesamten Produzierenden Bereich auf dem Markt abgesetzten Güter und Leistungen repräsentierten einen Wert von 46,9 Mrd. Euro und waren damit um 10,0% höher als in der Vorjahresperiode. Unter Berücksichtigung der Arbeitstage stieg der Produktionswert um 10,4% (siehe Tabelle 2).

Oberösterreich erwirtschaftete dabei mit einem Anteil von 17,9% der Betriebe 23,3% der gesamten abgesetzten Produktion Österreichs, gefolgt von Wien (12,9% der Betriebe bzw. 20,4% der abgesetzten Produktion), Niederösterreich (18,7% bzw. 15,6%) und der Steiermark (14,8% bzw. 15,5%). Dabei waren in Oberösterreich knapp ein Viertel, in Niederösterreich und der Steiermark je rund ein Sechstel und in Wien rund ein Achtel aller unselbständig Beschäftigten tätig (siehe Tabelle 3).

Produktionsplus im Sachgüterbereich

Gegenüber der Vorjahresperiode stieg die Produktion im gesamten Sachgüterbereich (Abschnitte B bis E der ÖNACE 2008) nominell um 10,0% auf 41,2 Mrd. Euro. Dieses Plus basierte auf Zuwächsen bei einer Vielzahl von Branchen, wobei sich die Abteilungen "Energieversorgung" (+23,4%, absolut 9,0 Mrd. Euro), "Maschinenbau" (+17,6% bzw. 4,1 Mrd. Euro), "Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen" (+12,4% bzw. 3,3 Mrd. Euro) sowie "Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen" (+7,7% bzw. 1,3 Mrd. Euro) besonders günstig entwickelten (siehe Tabelle 4). Einen Rückgang innerhalb der zehn größten Branchen gab es lediglich bei der "Herstellung von elektrischen Ausrüstungen" (-2,4% bzw. 2,0 Mrd. Euro).

Bau mit Produktionsplus

In der Berichtsperiode Jänner und Februar 2019 erwirtschafteten die 35.891 Betriebe (+1,1%) der österreichischen Bauunternehmen im Vergleich zur Vorjahresperiode einen abgesetzten Produktionswert von 5,7 Mrd. Euro. Das entspricht einem nominellen Plus von 10,5% im Vergleich zur Vorjahresperiode. Der arbeitstägig bereinigte Produktionswert erhöhte sich gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum um 10,7% (siehe Tabelle 2).

In den ersten beiden Monaten waren in allen Hochbausparten ("Sonstiger Hochbau" +17,0%; "Erschließung von Grundstücken, Bauträger" +16,3%; "Wohnungs- und Siedlungsbau" +14,0%; "Adaptierungsarbeiten im Hochbau" +10,5%) zweistellige Produktionszuwächse zu beobachten. Im Tiefbau wies die Teilsparte "Brücken- und Hochstraßenbau" mit 106,5% das höchste Plus auf, wobei berücksichtigt werden muss, dass die Entwicklung dieser Branche eine sehr untergeordnete Rolle innerhalb des gesamten Tiefbaus einnimmt. Zuwächse erzielten überdies die Bausparten "Wasserbau" (+26,4%), "Sonstiger Tiefbau anderweitig nicht genannt" (+25,0%), "Tunnelbau" (+19,4%) und "Bau von Bahnverkehrsstrecken" (+17,6%). Produktionsrückgänge gab es hingegen in den Sparten "Kabelnetzleitungstiefbau" (-14,5%) sowie "Rohrleitungstiefbau, Brunnenbau und Kläranlagenbau" (-2,7%; siehe Tabelle 5).

Die abgesetzte Produktion der Bautätigkeit für den öffentlichen Sektor lag in der Berichtsperiode Jänner und Februar 2019 mit 798,3 Mio. Euro um 11,3% über jene der Vorjahresperiode. Die höchsten öffentlichen Investitionen gab es dabei in den Teilsparten "Sonstiger Hochbau" (155,9 Mio. Euro), "Bau von Straßen" (151,7 Mio. Euro) und "Tunnelbau" (127,3 Mio. Euro).

Von den wirtschaftlich bedeutsamsten Bausparten verzeichneten die Teilsparten "Sonstiger Hochbau" (+24,3%), "Bau von Straßen" (+16,1%) und "Tunnelbau" (+14,5%) im Vergleich zur Vorjahresperiode die höchsten Zuwächse im öffentlichen Bereich. Rückgänge beim öffentlichen Produktionsvolumen gab es hingegen in den Teilsparten "Kabelnetzleitungstiefbau" (-26,2%), "Rohrleitungstiefbau, Brunnenbau und Kläranlagenbau" (-17,8%) sowie "Wohnungs- und Siedlungsbau" (-3,2%).

Regional betrachtet wiesen Tirol (+20,4%), Wien (+16,7%) und die Steiermark (+16,4%) die höchsten Produktionssteigerungen im Vergleich zur Vorjahresperiode auf. Einen Rückgang gab es hingegen in Vorarlberg (-8,6%) und Kärnten (-0,3%; siehe Tabelle 6).

Ende Februar 2019 hatten die österreichischen Baubetriebe (ohne Baunebengewerbe) Auftragsbestände im Ausmaß von insgesamt 16,4 Mrd. Euro (+20,6%). Auf Bundesländerebene gab es dabei in Tirol bei einem Volumen von 2,7 Mrd. Euro mit +233,7% die höchsten Zuwächse, gefolgt vom Burgenland (+47,2% bzw. 171,5 Mio. Euro) und von Salzburg (+27,0% bzw. 1,3 Mrd. Euro). In Vorarlberg (-54,6% bzw. 315,3 Mio. Euro) hingegen war das Auftragsbestandsvolumen rückläufig.

Detaillierte Ergebnisse bzw. weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie auf unserer Webseite.

Informationen zur Methodik, Definitionen: Die gegenständlichen Hauptergebnisse basieren zum einen auf den primärstatistischen Daten der Konjunkturerhebung im Produzierenden Bereich, zum anderen auf einem modellbasierten Ansatz zur Datenergänzung (MDE). Letzterer versucht sowohl die Merkmalszusammenhänge der monatlichen Konjunkturerhebung einzubinden als auch die Informationen aus den verschiedenen Verwaltungsquellen effizient zu nutzen. Dadurch soll die Struktur der Grundgesamtheit (somit 100%) der Konjunkturstatistik im Produzierenden Bereich auf Aktivitätsebene als Kombination aus Primärdaten, Sekundärdaten und Modellrechnung dargestellt werden. Detaillierte methodische Beschreibungen finden sich auf unserer Webseite
Den Unternehmensergebnissen liegen dabei alle dem Produzierenden Bereich zuzurechnenden Ein- und Mehrbetriebsunternehmen zugrunde. Die Betriebsdaten hingegen zeigen die Ergebnisse jener Betriebe, deren Schwerpunkt im Produzierenden Bereich liegt; unabhängig des wirtschaftlichen Schwerpunktes der den Betrieben übergeordneten Unternehmen.

Rückfragen zum Thema beantwortet in der Direktion Unternehmen, Statistik Austria:  
Leopold MILOTA, Tel.: +43 (1) 71128-7695 bzw. leopold.milota@statistik.gv.at

 

Tabelle 1: Ergebnisse der Unternehmen
ÖNACE 2008 - Gliederung1)UnternehmenUnselbständig BeschäftigteBruttoverdiensteUmsatz
Stand Ende Februar 2019in Mio. EuroVeränderung
nom. in %2)a. b. in %3)
Jänner und Februar 2019
Sachgüterbereich29.968695.0654.663,641.636,510,1-
Darunter
Herstellung von Waren (inkl. Bergbau)25.328647.7884.293,731.735,26,8-
Energieversorgung2.43326.784249,58.965,523,9-
Wasserversorgung und Abfallentsorgung2.20720.493120,4935,87,9-
Bau35.788254.2131.392,85.726,410,510,6
Produzierender Bereich insgesamt65.756949.2786.056,347.362,910,110,5
Tabelle 2: Ergebnisse der Betriebe
ÖNACE 2008 - Gliederung1)BetriebeUnselbständig BeschäftigteGeleistete StundenBruttoverdiensteAbgesetzte Produktion
Stand Ende Februar 2019in Mio. Std.in Mio. EuroVeränderung
nom. in %2)a. b. in %3)
Jänner und Februar 2019
Sachgüterbereich30.442694.435184,04.664,441.226,010,0-
Darunter
Herstellung von Waren (inkl. Bergbau)25.746648.028171,84.299,631.272,16,7-
Energieversorgung2.46725.3746,5240,18.988,323,4-
Wasserversorgung und Abfallentsorgung2.22921.0335,8124,7965,67,8-
Bau35.891254.02160,31.391,65.712,810,510,7
Produzierender Bereich insgesamt66.333948.456244,36.055,946.938,810,010,4
Tabelle 3: Ergebnisse der Betriebe – regionale Verteilung
Österreich und Bundesländer1)BetriebeUnselbständig BeschäftigteGeleistete StundenBruttoverdiensteAbgesetzte Produktion
Stand Ende Februar 2019in Mio. Std.in Mio. Euro
Jänner und Februar 2019
Österreich insgesamt66.333948.456244,36.055,946.938,8
Davon
Burgenland2.570 25.437 6,4 135,6 960,2
Kärnten5.034 53.844 13,9 342,7 2.622,9
Niederösterreich12.384 159.306 40,8 963,0 7.317,9
Oberösterreich11.879 233.920 60,2 1.521,5 10.926,7
Salzburg5.413 55.494 14,1 334,8 2.778,1
Steiermark9.819 157.109 40,6 996,9 7.291,9
Tirol6.836 84.358 21,3 514,1 3.136,2
Vorarlberg3.810 62.621 16,4 417,7 2.347,9
Wien8.588 116.367 30,6 829,6 9.556,9
Tabelle 4: Ausgewählte Branchen des Sachgüterbereichs – Wert der abgesetzten Produktion
SACHGÜTERBEREICH 
Jänner und Februar 2019
Abgesetzte Produktion in Mio. EuroVeränderung zum Vorjahr in %1)
Sachgüterbereich insgesamt41.226,010,0
Darunter
Energieversorgung8.988,323,4
Maschinenbau4.088,717,6
Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen3.345,312,4
Metallerzeugung und -bearbeitung3.048,81,8
Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln2.774,71,4
Herstellung von Metallerzeugnissen2.526,53,3
Herstellung von elektrischen Ausrüstungen2.042,1-2,4
Herstellung von chemischen Erzeugnissen1.331,34,6
Herstellung von Holz-, Flecht-, Korb- und Korkwaren (ohne Möbel)1.298,92,4
Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen1.269,87,7
Tabelle 5: Bau – Wert der abgesetzten Produktion
BAU 
Jänner und Februar 2019
Abgesetzte Produktion in Mio. Euro1)Veränderung zum Vorjahr in %2)
insgesamtdarunter öffentlich3)insgesamtdarunter öffentlich3)
Bau insgesamt5.712,8798,310,511,3
Hochbau
Erschließung von Grundstücken; Bauträger328,10,916,316,3
Wohnungs- und Siedlungsbau713,294,214,0-3,2
Adaptierungsarbeiten im Hochbau226,053,310,53,7
Sonstiger Hochbau596,4155,917,024,3
Tiefbau
Bau von Straßen315,4151,79,116,1
Bau von Bahnverkehrsstrecken14,911,517,68,1
Brücken- und Hochstraßenbau21,820,5106,5194,6
Tunnelbau161,3127,319,414,5
Rohrleitungstiefbau, Brunnenbau und Kläranlagenbau110,755,7-2,7-17,8
Kabelnetzleitungstiefbau61,224,5-14,5-26,2
Wasserbau18,717,126,441,8
Sonstiger Tiefbau anderweitig nicht genannt32,418,125,06,1
Bauhilfs- und Baunebengewerbe4)
Abbruch- u. vorbereitende Baustellenarbeiten147,823,58,916,1
Bauinstallation1.646,79,57,7192,0
Sonstiger Ausbau734,21,85,8219,2
Sonstige spezialisierte Bautätigkeiten584,033,013,114,5

 

Tabelle 6: Bau – Wert der abgesetzten Produktion sowie Auftragsbestände (regionale Verteilung)
BAUAbgesetzte Produktion in Mio. Euro1)Veränderung zum Vorjahr in %2)Auftragsbestände in Mio. Euro1)Veränderung zum Vorjahr in %2)
Jänner und Februar 2019Stand Ende Februar 2019
Österreich insgesamt5.712,810,516.446,920,6
Davon
Burgenland157,613,8171,547,2
Kärnten305,5-0,3698,18,4
Niederösterreich877,212,92.436,710,3
Oberösterreich1.129,76,03.335,014,0
Salzburg372,21,31.294,727,0
Steiermark789,016,41.650,411,2
Tirol564,420,42.684,6233,7
Vorarlberg287,8-8,6315,3-54,6
Wien1.229,516,73.860,63,3

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