Verbraucherpreisindex

Die internationalen Werte für den HVPI können auf der Internetseite von Eurostat abgerufen werden.

Auswirkungen der Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus auf die Erstellung von Preisindizes

Verbraucherpreisindex im Verlauf der Covid-Krise

Die „harten“ und „weichen“ Lockdowns seit dem Frühjahr 2020 und die damit zusammenhängenden Einschränkungen des öffentlichen Lebens zur Eindämmung von COVID-19 wirkten sich auf die Berechnung der Inflationsrate aus. Seit April 2020 werden verschiedene Methoden und Ansätze angewendet, um Erhebungsausfälle zu kompensieren bzw. um deren Einfluss auf die Inflationsrate zu begrenzen. Die Empfehlungen des Statistik-Amtes der Europäischen Union Eurostat zur Erstellung von Verbraucherpreisindizes werden dabei berücksichtigt.

Die Anteile von Imputationen wegen Erhebungsausfüllen hatte bereits im April 2020 mit 26,1% ihren Höchststand erreicht, war im Sommer bis auf 3,3 % gesunken und im harten Lockdown am Jahresende wieder auf 20,3% gestiegen. Im Jahresschnitt 2020 wurden 8,1% der für den VPI verwendeten Preise, gemessen an ihrem Gewicht, durch Fortschreibungs- und Imputationsverfahren erstellt. Der Verbraucherpreisindex wurde im Verlauf des Jahres 2020 daher auf Grundlage einer weiterhin belastbaren Datenbasis berechnet und insbesondere der VPI-Gesamtindex wurde von den Erhebungsausfällen im Allgemeinen nicht signifikant beeinflusst.

In den letzten drei Monaten belief sich der Imputationsanteil auf unter 1%.

Ausführliche methodische Informationen (PDF, 1 MB), siehe unter „Weitere Informationen“, beschreiben im Detail die Berechnung des Verbraucherpreisindex und die angewendeten Fortschreibungsverfahren für den VPI im Verlauf der COVID-Krise.

VPI und HVPI im Überblick

Der Verbraucherpreisindex (VPI) ist ein Maßstab für die allgemeine Preisentwicklung bzw. für die Inflation in Österreich. Der Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) ist die Grundlage für die vergleichbare Messung der Inflation in Europa und für die Bewertung der Geldwertstabilität innerhalb der Euro-Zone. Der VPI wird neben seiner Rolle als allgemeiner Inflationsindikator für die Wertsicherung von Geldbeträgen (z.B.: Mieten, Unterhaltszahlungen) verwendet, er ist aber auch Datenbasis für Lohnverhandlungen. Damit sind beide Verbraucherpreisindizes wichtige Kennzahlen für österreichische und europäische Datenanwender. Seit 1958 wurde der VPI im Jahr 2020 zum zehnten Mal einer Revision unterzogen. Der bisherige „Verbraucherpreisindex 2015“ wurde durch den „Verbraucherpreisindex 2020“ ersetzt; die Kurzbezeichnung der neuen Indexreihe lautet daher „VPI 2020“. Die Vorgängerindizes werden durch entsprechende Verkettungsfaktoren (PDF, 4 KB) fortgeführt.

VPI / HVPI - Schnellschätzungen

Die seit März 2021 am Ende eines Berichtsmonats bzw. am Anfang des Folgemonats frühzeitig veröffentlichten Schnellschätzungen über die Veränderung der Verbraucherpreise basieren auf den zu diesem Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Preisdaten für die Erstellung des Verbraucherpreisindex. Gewöhnlich können etwa 80-90% der für den Verbraucherpreisindex erhobenen Preise für die Schnellschätzung verwendet werden, ohne jedoch die vollständigen preisstatistischen Validierungsprüfungen durchlaufen zu haben. Für den Berichtsmonat später oder verspätet eingehende Preismeldungen sowie die im Verlauf des gewöhnlichen Datenaufbereitungsprozesses vorgenommenen Korrekturen führen dazu, dass die VPI-Schnellschätzungen sich von den jährlichen und monatlichen Veränderungsraten des Verbraucherpreisindex unterscheiden können, der in der Mitte des Folgemonats  veröffentlicht wird (siehe VPI-Publikationstermine). Eine Verwendung der VPI-Schnellschätzung für vertragliche Wertanpassungen oder die Gleichsetzung mit den Ergebnissen des Verbraucherpreisindex bzw. des harmonisierten Verbraucherpreisindex ist nicht zulässig.

VPI / HVPI - Revision 2020

Laut EU-Verordnung (EC Nr.2494/95), haben Revisionen in 5-Jahres-Intervallen zu erfolgen. Das Ziel ist es, den Warenkorb repräsentativ für das aktuelle Konsumverhalten der privaten Haushalte zu gestalten. Im Jahr 2020 wurden von Statistik Austria der Warenkorb der beiden Verbraucherpreisindizes VPI und HVPI und deren Gewichtung überarbeitet und neu erstellt. Grundlage für die Gewichtungsstruktur sind die Daten des privaten Konsums aus der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung für das Jahr 2019 sowie die Quartalsberechnung der VGR für 2020 und die Konsumerhebung 2019/20. Ab dem Wert für Jänner 2021 publiziert die Statistik Austria den neuen Verbraucherpreisindex mit dem Basisjahr 2020. Wie beim HVPI, wird auch der VPI als Kettenindex berechnet. Ein wichtiger Vorteil zum Festbasisindex besteht darin, dass kleinere Änderungen des Warenkorbes und der Gewichtung jährlich durchgeführt werden können.

Der VPI liefert neben der Gesamtinflationsrate und den zugehörigen Messzahlen auch Hauptgruppen nach COICOP (Classification of Individual Consumption by Purpose) und Bundesmesszahlen für einzelne Waren und Dienstleistungen des Warenkorbes. Weiters stehen Sonderauswertungen wie der Preisindex für den privaten PKW-Verkehr oder der Preisindex zu konstanten Steuersätzen zur Verfügung.

VPI aktuelle Werte
HVPI aktuelle Werte
VPI Inflationsraten und Indizes 1999 bis 2020
HVPI Inflationsraten und Indizes 2016 bis 2020
HVPI Inflationsraten und Indizes 1995 bis 2015
Publikationstermine VPI und HVPI 2021
Historische Publikationstermine seit 1977
Methodische Informationen – Auswirkung von COVID-19 auf die Berechnung des H/VPI

Infografik: Inflation 2020
Infografik Ostern 2020 - VPI Schokolade, Eier
Infografik VPI 2019
Infografik VPI 2017
Infografik Inflation 2016


20.10.2021Inflation steigt im September 2021 auf 3,3%PDF92 KB
01.10.2021Inflation im September 2021 laut Schnellschätzung voraussichtlich bei 3,2%PDF82 KB
17.09.2021Inflation steigt im August 2021 auf 3,2%PDF93 KB
31.08.2021Inflation im August 2021 laut Schnellschätzung voraussichtlich bei 3,1%PDF81 KB
18.08.2021Inflation steigt im Juli 2021 auf 2,9%PDF93 KB
30.07.2021Inflation im Juli 2021 laut Schnellschätzung voraussichtlich bei 2,7%PDF82 KB
16.07.2021Inflation bleibt im Juni 2021 bei 2,8%PDF90 KB
30.06.2021Inflation im Juni 2021 laut Schnellschätzung voraussichtlich bei 2,7%PDF82 KB
17.06.2021Inflation steigt im Mai 2021 auf 2,8%PDF99 KB
01.06.2021Inflation im Mai 2021 laut Schnellschätzung voraussichtlich bei 2,8%PDF82 KB
19.05.2021Inflation sinkt im April 2021 auf 1,9%PDF100 KB
30.04.2021Inflation im April 2021 laut Schnellschätzung voraussichtlich bei 1,9%PDF81 KB
16.04.2021Inflation steigt im März 2021 auf 2,0%PDF99 KB
31.03.2021Inflation im März 2021 laut Schnellschätzung voraussichtlich bei 2,0%PDF82 KB
17.03.2021Inflation steigt im Februar 2021 auf 1,2%PDF100 KB
23.02.2021Inflation sinkt im Jänner 2021 auf 0,8%PDF110 KB
20.01.2021Inflation im Jahr 2020 auf 1,4% gesunkenPDF97 KB
18.11.2020Inflation sinkt im Oktober 2020 auf 1,3%PDF106 KB
16.10.2020Inflation steigt im September 2020 auf 1,5%PDF107 KB
17.09.2020Inflation sinkt im August 2020 auf 1,4%PDF105 KB
19.08.2020Inflation steigt im Juli 2020 auf 1,7%PDF113 KB
17.07.2020Inflation steigt im Juni 2020 auf 1,1%PDF114 KB
17.06.2020Inflation fällt im Mai 2020 auf 0,7%PDF115 KB
20.05.2020Inflation sinkt im April 2020 auf 1,5%PDF112 KB
17.04.2020Inflation sinkt im März 2020 auf 1,6%PDF96 KB
18.03.2020Inflation steigt im Februar 2020 auf 2,2%PDF111 KB
21.02.2020Inflation steigt im Jänner 2020 auf 2,0%PDF93 KB
17.01.2020Inflation im Jahr 2019 auf 1,5% gesunkenPDF101 KB
17.01.2020Unterdurchschnittliche Preisanstiege beim Mini- und Mikrowarenkorb sowie beim privaten Pkw-Verkehr im Jahr 2019PDF92 KB
17.01.2020Inflation steigt im Dezember 2019 auf 1,7%PDF109 KB


Verbraucherpreisindex (VPI/HVPI)Preis in € *)Kostenloser Download

 
 

Der neue Verbraucherpreisindex 2000

Erscheinungsdatum: 12/2001

 
 

28,00

 
 

(PDF, 2 MB)

 
 

Entwicklung der Verbraucherpreise von 1900 bis 1996

Erscheinungsdatum: 9/1997

 
 

Vergriffen

 
 

 
 

Verbraucherpreisindizes, verkettete Indexreihen

Erscheinungsdatum: monatlich

 
 

10,90

 
 





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