Statistik der Umsatzsteuervoranmeldungen

Hinweis: Im Anschluss an den Text stehen neben Quartalsergebnissen auch Jahresergebnisse sowie eine Zeitreihe der UVA-Statistik und Abdeckungsraten der USt- durch die UVA-Daten als Tabellen in den Formaten PDF und XLSX zur Verfügung. Klickt man im Reiter „Tabellen“ rechts unten auf „ganze Liste anzeigen“, erhält man den besten Überblick über das Angebot.

Umsatzsteuerpflichtig sind die Lieferungen und sonstigen Leistungen, die ein Unternehmen im Inland gegen Entgelt durchführt, der Eigenverbrauch und die Einfuhr von Gegenständen. Bemessungsgrundlage für die Umsatzsteuer ist grundsätzlich das Entgelt, bestimmte Umsätze unterliegen jedoch nicht der Umsatzsteuer, wobei zwischen echt und unecht befreiten Umsätzen – bei Letzteren darf keine Vorsteuer abgezogen werden - zu unterscheiden ist. Die wichtigsten Steuersätze betragen 20% und 10%, seit 2016 gibt es einen zweiten ermäßigten Steuersatz in der Höhe von 13%. Ab 1. Juli 2020 gibt es einen Steuersatz in Höhe von 5% für Gastronomie-Umsätze, der bis 31.12.2020 in Kraft ist. Alle anderen Sätze haben nur marginale Bedeutung.

Der Zweck der Umsatzsteuervoranmeldung besteht in der laufenden Entrichtung der Umsatzsteuer, indem jeweils für den sogenannten Voranmeldungszeitraum – ein Monat oder ein Quartal – die Umsatzsteuer für die in diesem Zeitraum angefallenen Umsätze abzüglich der Vorsteuer berechnet und im Fall einer Zahllast an die Finanzverwaltung abgeführt wird. Dabei handelt es sich um Umsatzsteuer-Vorauszahlungen; die endgültige Umsatzsteuer für ein Kalenderjahr wird dann auf Basis der Umsatzsteuererklärung für dieses Jahr durch die Umsatzsteuerveranlagung und den daraus resultierenden Umsatzsteuerbescheid festgelegt.

Eine Umsatzsteuervoranmeldung, d.h. eine Darstellung der Umsätze und der darauf entfallenden Umsatzsteuer, muss nur dann bei der Finanzverwaltung eingereicht werden, wenn bestimmte Bedingungen – im Wesentlichen ein Vorjahresumsatz ab 35.000 Euro (ab 1.1.2020; Grenzwert 2011 bis Ende 2019: 30.000 Euro; Grenzwert bis Ende 2010: 100.000 Euro) – erfüllt sind (nähere Informationen dazu: siehe Reiter "Weitere Informationen" unterhalb des Textes).

Die Statistik der Umsatzsteuervoranmeldungen basiert auf den Daten der bei der Finanzverwaltung eingereichten Umsatzsteuervoranmeldungen und wird quartalsweise – jeweils im 4. auf das Berichtsquartal folgenden Monat – erstellt; eine Beschreibung der Vorgangsweise findet sich unter "Weitere Informationen" unterhalb des Textes. Weil Unternehmen mit einem Vorjahresumsatz unter 100.000 Euro bis Ende des Jahres 2010 keine Umsatzsteuervoranmeldung einreichen mussten, deckte diese Statistik bis dahin zwar nur knapp zwei Drittel der Unternehmen, aber rund 95% des Umsatzes ab; durch die Senkung des Grenzwertes für die Verpflichtung zur Einreichung der Umsatzsteuervoranmeldung auf 30.000 Euro ab 2011 wird die Abdeckung noch besser (2017: 77,9% der Unternehmen, 96,9% des Umsatzes). Die Statistik der Umsatzsteuervoranmeldungen liefert daher eine gute Schätzung der Gesamt-Umsätze. Dabei sind Branchen mit einem hohen Anteil an umsatzstarken Unternehmen besser repräsentiert als jene mit einem hohen Anteil an umsatzschwachen Unternehmen.

Da die Umsatzsteuerstatistik wegen der späten Verfügbarkeit hinreichend vollzähliger Daten erst rund 2,5 Jahre nach Ende des Berichtsjahres vorliegt, besteht der Wert der Statistik der Umsatzsteuervoranmeldungen darin, dass sie sehr aktuelle und nicht nur jährliche, sondern auch Quartalswerte liefert.

Vorläufige Ergebnisse 2. Quartal 2020

Auswirkungen von COVID-19

Aufgrund der außergewöhnliche Umstände und der Bedeutung, die diese Daten haben, zieht Statistik Austria die üblichen Veröffentlichungstermine der UVA in diesem Kalenderjahr vor und macht die Ergebnisse der Öffentlichkeit früher als geplant zugänglich.

Für einen ersten Überblick über die Auswirkungen des COVID-19-Shutdowns auf die steuerbaren Umsätze der Unternehmen im 2.Quartal 2020 war es notwendig, die Umsatzsteuervoranmeldungen nach einzelnen Monaten und Quartalsmeldungen getrennt zu tabellieren (siehe unten: Reiter „Tabellen“). Da die Ergebnisse einen Monat früher als üblich publiziert werden, bedeutet das, dass die von der Finanzverwaltung übernommenen Daten direkt nach der Übernahme am 20.August und damit direkt im Anschluss an den Fälligkeitstag für die Voranmeldungen des 2.Quartals (d.i. der 15. des zweitfolgenden Kalendermonats, also der 15.August) aufbereitet werden mussten. Eine Analyse der Vorjahresergebnisse (für die auch die Umsatzsteuervoranmeldungen miteinbezogen wurden, die erst einen Monat verspätet eingereicht wurden), zeigte, dass rund 97% der Voranmeldungen des jeweiligen Quartals bereits bis zum Fälligkeitstag eingereicht wurden und mit diesen 99% des steuerbaren Umsatzes abgedeckt waren, d.h., dass der fällige Säumniszuschlag in Höhe von 2% der Abgabe Wirksamkeit zeigt.

Bei der Bewertung der vorliegenden Ergebnisse ist zu berücksichtigen, dass für Säumniszuschläge, die aufgrund der Betroffenheit des Steuerpflichtigen von der COVID-19-Krise verhängt werden, die Möglichkeit besteht, einen Antrag auf Herabsetzung bzw. auf Nichtfestsetzung zu stellen. Dadurch kann es zu Abweichungen bei späteren Revisionen kommen.

Der steuerbare Umsatz des 2.Quartals 2020 in Höhe von 162,3 Mrd. Euro (im 2.Quartal 2019: 191,0 Mrd. Euro) verteilte sich wie folgt auf die einzelnen Monate bzw. die Quartalsmeldungen: auf die 152.274 Quartalsmelder (d.s. Unternehmer, deren Umsätze im vorangegangenen Kalenderjahr 100.000 Euro nicht überstiegen haben) entfielen nur 1,5 Mrd. Euro (d.i. ein durchschnittlicher Quartalsumsatz von 9.900 Euro); durch die monatlichen Voranmeldungen wurden im April 51,3 Mrd. Euro Umsatz gemeldet, im Mai 52,1 Mrd. Euro und im Juni 57,4 Mrd. Euro. Im April betrug der durchschnittliche Monatsumsatz von 324.193 meldenden Unternehmen 158.000 Euro, im Mai (323.214 Unternehmen) 161.000 Euro und im Juni (306.956 Unternehmen) sogar 187.000 Euro. Diese Zahlen deuten darauf hin, dass der Anteil der Unternehmen, die auch im August zeitgerecht gemeldet haben, bei den umsatzstärkeren Unternehmen größer war.

Umsatzstufen

59,5% des gesamten Quartalsumsatzes wurden von nur 0,4% aller Unternehmen (mit 10 Mio. Euro und mehr steuerbarem Umsatz) erwirtschaftet, 89,9% des Umsatzes von 8,5% der Unternehmen (mit einem steuerbaren Umsatz von mindestens 300.000 Euro). Der Vergleich mit dem 2. Quartal 2019 zeigt, dass nur in den Umsatzstufen mit einem Quartalsumsatz bis 5.000 Euro die Zahl der Fälle und die Umsätze gestiegen sind, während in allen anderen Stufen Umsatzrückgänge zu verzeichnen waren, die stärksten mit -18,6% in der obersten Randstufe.

Wirtschaftsbereiche

Der Bereich "Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kfz" mit 16,5% der meldenden Unternehmen hatte mit 33,1% (53,8 Mrd. Euro) den größten Anteil am steuerbaren Umsatz. Es folgte die „Herstellung von Waren“ mit 21,6% des Gesamtumsatzes (35,1 Mrd. Euro) und 5,2% der Unternehmen. Fallmäßig war der Bereich "Grundstücks- und Wohnungswesen" mit 22,0% vor dem Handel der bedeutendste, was darauf zurückzuführen ist, dass dieser Wirtschaftsbereich auch alle Wohnungseigentümergemeinschaften von Häusern mit Eigentumswohnungen umfasst, die zwar der Umsatzsteuerpflicht unterliegen, jedoch keine Unternehmen im eigentlichen Sinn sind.

Vergleicht man die Ergebnisse der beiden umsatzstärksten Branchen mit jenen im gleichen Quartal des Vorjahres, stellt man fest, dass die Umsätze im Handel um 11,8%, im Bereich „Herstellung von Waren“ sogar um 23,5% zurückgingen.

Umsatzzunahmen im Vergleich zum 2. Quartal des Vorjahres waren nur in der Öffentlichen Verwaltung zu verzeichnen (+13,4% auf 16,9 Mrd. Euro), wo die Umsätze von den (steuerfreien) Beiträgen für Pensions- und Krankenversicherungen dominiert werden. In allen anderen Branchen gab es aufgrund des COVID-19-Shutdowns Umsatzrückgänge, wobei der Bereich „Beherbergung und Gastronomie“ mit -62,0% (auf 1,9 Mrd. Euro) am stärksten betroffen war. Bei den Sonstigen Dienstleistungen ging der Umsatz um 29,3% (auf 693 Mio. Euro) zurück, bei Erziehung und Unterricht um 29,1% (auf 280 Mio. Euro), bei den Sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen um 28,4% (auf 4,2 Mrd. Euro), in der Kunst, Unterhaltung und Erholung um 27,0% (auf 1,6 Mrd. Euro) und im Wirtschaftsbereich „Verkehr und Lagerei“ um 26,8% (auf 6,2 Mrd. Euro).

Rechtsformen

Betrachtet man die Haupterhebungsmerkmale der Umsatzsteuervoranmeldungsstatistik gegliedert nach Rechtsformen, ergibt sich auch für das 2. Quartal 2020 das übliche Bild: Gesellschaften mit beschränkter Haftung wiesen 53,6% des Gesamtumsatzes aus, Aktiengesellschaften und Personengesellschaften/-gemeinschaften jeweils rund 11% (wobei nur 0,2% der meldenden Unternehmen Aktiengesellschaften waren). Dass diese drei Rechtsformen mit einem Anteil von 45% aller Veranlagungsfälle über drei Viertel des Umsatzes erbrachten, lag daran, dass die größte Gruppe – die 247.974 natürlichen Personen – mit 50,7% der Steuerpflichtigen lediglich 6,2% des Umsatzes auswies.

Regionalgliederung

Die Bundeshauptstadt Wien erwirtschaftete 34,0% des österreichischen Gesamtumsatzes, danach folgten Oberösterreich (16,6%), die Steiermark (14,0%) und Niederösterreich (12,8%). Die regionale Verteilung wird aber etwas „verzerrt“ dargestellt, da die regionale Zuordnung der Steuerpflichtigen zum Sitz der Geschäftsleitung erfolgt und Unternehmen, die über verschiedene Standorte – ein Beispiel sind die Filialen von Einzelhandelsketten – verfügen, daher nur einem Standort zugeordnet werden können.

Der durchschnittliche steuerbare Umsatz je Unternehmen war ebenfalls in Wien am höchsten (498.000 Euro). Hinter Oberösterreich (392.000 Euro) folgte Salzburg, das mit 315.000 Euro bereits unter dem Österreich-Durchschnitt von 332.000 Euro Quartalsumsatz lag. Die Steiermark (306.000 Euro) und Vorarlberg (282.000 Euro) rangierten auf den Plätzen 4 und 5, danach folgte Niederösterreich (258.000 Euro) deutlich vor dem letzten Drittel, das von Kärnten (220.000 Euro), dem Burgenland (188.000 Euro) und Tirol gebildet wurde, wo der steuerbare Umsatz je Unternehmen mit 179.000 Euro am geringsten war.

Auch bei der Anzahl der meldenden Unternehmen stand Wien mit 110.834 (das sind 22,7%) an erster Stelle, dahinter folgten Niederösterreich, die Steiermark und Oberösterreich. Im Burgenland reichten nur 13.208 Unternehmen (das sind 2,7% aller Meldenden) eine Umsatzsteuervoranmeldung ein.

Juni 2020

Während die Zahl der UVA-Meldungen im Juni in allen Branchen außer bei den Finanz- und Versicherungsdienstleistungen (+2,4%) gegenüber dem Monat Mai zurückging (am stärksten mit -2,6% in der Energieversorgung), waren die Unterschiede der Umsatzveränderungen je Branche in den beiden Monaten extrem. Im Bereich „Beherbergung und Gastronomie“ konnte nach dem Ende des Shutdowns ein Umsatzanstieg um 103,2% verzeichnet werden, wobei der Juni-Umsatz mit 1,0 Mrd. Euro noch weit unter dem Wert der Winter-Hochsaison von 2,3 Mrd. Euro im Februar lag. Am zweitstärksten fiel die Umsatzzunahme im Wirtschaftsbereich „Kunst, Unterhaltung und Erholung“ mit +26,2% (auf 600 Mio. Euro) aus, dann folgten der Bau (+17,4% auf 4,2 Mrd. Euro) und die Öffentliche Verwaltung (+14,8% auf 5,7 Mrd. Euro).

Bei den Sonstigen Dienstleistungen gab es im Juni mit -0,7% (auf 244 Mio. Euro) einen leichten Rückgang gegenüber dem Vormonat, in der Land- und Forstwirtschaft blieben die Umsätze mit 278 Mio. Euro unverändert und das Grundstücks- und Wohnungswesen konnte mit +0,8% nur leicht (auf 2,0 Mrd. Euro) zulegen. 

Mai 2020

Für den Monat Mai meldeten bis zum Fälligkeitstermin 15.Juli 310.467 Unternehmen (d.s. um 1,6% bzw. 4.803 Unternehmen mehr als im April) einen steuerbaren Umsatz von 51,6 Mrd. Euro (d.s. um 2,1% bzw. 1,1 Mrd. Euro mehr als im Vormonat). Der durchschnittliche Umsatz je Unternehmen veränderte sich also nur marginal, er stieg von 165.000 Euro auf 166.000 Euro.

Die Zahl der UVA-Meldungen nahm im Mai in fast allen Branchen gegenüber April leicht zu (zwischen +0,4% und +5,8%, letzteres in der „Beherbergung und Gastronomie“), nur bei den „Finanz- und Versicherungsdienstleistungen“ (-0,2%) gab es einen leichten Rückgang. Wie schon in den Vormonaten waren die Unterschiede der Umsatzveränderungen je Branche in den beiden Monaten extrem. Der Bereich „Beherbergung und Gastronomie“ verzeichnete einen Umsatzanstieg um 107% (von 245 Mio. Euro auf 509 Mio. Euro), dennoch blieb dieser Wert natürlich weit unter dem Vor-Corona-Umsatz im Hochsaison-Monat Februar (2,3 Mrd. Euro). Danach folgten die „Sonstigen Dienstleistungen“ (+69% auf 246 Mio. Euro) und der Wirtschaftsbereich „Erziehung und Unterricht“ (+343% auf 91 Mio. Euro) sowie die Bauwirtschaft (+12% auf 3,6 Mrd. Euro) und der Handel (+10% auf 17,7 Mio. Euro). In sieben der 19 Wirtschaftsbereichen waren Umsatzeinbußen zu verzeichnen, die stärksten in der „Öffentlichen Verwaltung; Sozialversicherung“ (-20% auf 5,0 Mrd. Euro), in der „Information und Kommunikation“ (-15% auf 1,3 Mrd. Euro), in der Energieversorgung (-13% auf 1,7 Mrd. Euro) und im „Gesundheits- und Sozialwesen“ (-12% auf 940 Mio. Euro). 

April 2020

Nach der Lieferung der UVA-Daten durch die Finanzverwaltung in Kalenderwoche 25 lassen sich auch für den Monat April vorläufige Ergebnisse veröffentlichen. Für den Monat April meldeten bis zum Fälligkeitstermin 15.Juni 305.664 Unternehmen (d.s. um 1,9% bzw. 5.578 Unternehmen mehr als im März) einen steuerbaren Umsatz von 50,5 Mrd. Euro (d.s. um 10,8% bzw. 6,1 Mrd. Euro weniger als im Vormonat). Der durchschnittliche Umsatz je Unternehmen sank somit von 189.000 Euro auf 165.000 Euro.

Die Zahl der UVA-Meldungen stieg im April in fast allen Branchen gegenüber März leicht (zwischen +0,5% und +4,0%, letzteres in der „Land- und Forstwirtschaft; Fischerei“), nur bei den „Sonstigen Dienstleistungen“ (-0,3%) und in der „Beherbergung, Gastronomie“ (-0,7%) gab es Rückgänge. Allerdings waren die Unterschiede der Umsatzveränderungen je Branche in den beiden Monaten extrem. Im Bereich „Beherbergung und Gastronomie“ schlug der beinahe völlige Shutdown mit einem Umsatzeinbruch um (weitere) 73% (auf 245 Mio. Euro) zu Buche. Danach folgten die „Sonstigen Dienstleistungen“ (-34% auf 145 Mio. Euro) und der Wirtschaftsbereich „Erziehung und Unterricht“ (-33% auf 68 Mio. Euro), die Herstellung von Waren (-22% auf 10,8 Mrd. Euro) und „Kunst, Unterhaltung und Erholung“ (-21% auf 453 Mio. Euro). Während auch in den meisten anderen Branchen Umsatzeinbußen zu verzeichnen waren (u.a. Handel: -12% auf 16,1 Mrd. Euro), konnten die Bereiche „Wasserversorgung; Abwasser-/Abfallentsorgung“ (+2% auf 360 Mio. Euro), „Information und Kommunikation“ (+3% auf 1,6 Mrd. Euro) und „Öffentliche Verwaltung, Verteidigung, Sozialversicherung“ (+34% auf 6,2 Mrd. Euro) zum Teil sogar deutliche Umsatzzuwächse erwirtschaften. 

Reverse Charge-Umsätze (Änderung ab dem 1. Quartal 2014)

Beginnend mit der Aufarbeitung der Daten für das 1. Quartal 2014 werden für den steuerbaren Umsatz laut Umsatzsteuerstatistik außer den Reverse Charge-Umsätzen für Bauleistungen, welche den überwiegenden Teil der Reverse Charge-Umsätze ausmachen, auch die zwischenzeitlich hinzugekommenen übrigen Arten von Reverse Charge-Umsätzen zum steuerbaren Umsatz laut Umsatzsteuerbescheid addiert. Eine detaillierte Darstellung des Katalogs der Reverse Charge-Umsätze und der Vorgehensweise im Zuge der Aufarbeitung der Daten findet man in der Publikation „Statistik der Umsatzsteuer 2017“ (PDF, 6MB), Seite 17 ff.

Neue Kennzahlen in der Umsatzsteuervoranmeldung

Durch das Steuerreformgesetz 2015/16 (StRefG 2015/2016, BGBl. I Nr. 118/2015) kam es auch für die Umsatzsteuer und damit bei der Umsatzsteuervoranmeldung zu einigen Änderungen. Auf dem Formular U30 zur Umsatzsteuervoranmeldung gibt es daher seit Anfang des Jahres 2016 drei neue Kennzahlen (006 = steuerpflichtiger Umsatz, besteuert mit 13%; 007 = 7% Zusatzsteuer für pauschalierte land- und forstwirtschaftliche Betriebe; 008 = innergemeinschaftlicher Erwerb, besteuert mit 13%), auf die in der Folge eingegangen wird und die in die Haupttabelle aufgenommen wurden. Der neue Steuersatz von 13% gilt u.a. für die Lieferung von lebenden Tieren und Pflanzen, für Umsätze im Zusammenhang mit Kunstgegenständen, für Eintritte zu sportlichen Veranstaltungen, Filmvorführungen und in Schwimmbäder sowie v.a. ab 1. Mai 2016 für Beherbergungsumsätze.

Neuerliche Änderung des Steuersatzes für Beherbergungsumsätze

Achtung: Ab 1. November 2018 unterliegen die Beherbergung in eingerichteten Wohn- und Schlafräumen und die regelmäßig damit verbundenen Nebenleistungen (einschließlich Beheizung) sowie die Vermietung (Nutzungsüberlassung) von Grundstücken für Campingzwecke wieder dem ermäßigten Steuersatz von 10 Prozent (BGBl. I Nr. 12/2018).

Hinweis: Nähere Informationen über die Umsatzsteuervoranmeldung, die Aufbereitung der Daten und die Erhebungsmerkmale sind über den Reiter "Weitere Informationen" (siehe unten) verfügbar.

In den „Statistischen Nachrichten“ findet sich in der (kommenden) Ausgabe September 2020 ein Beitrag zur UVA.

Hauptergebnisse der UVA-Statistik 2. Quartal 2020
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 2. Quartal 2020 inklusive ausländischen Unternehmen
Zeitreihe der UVA-Statistik 2005-2020

Monate 2020 (vorläufig, nicht revidiert)

Hauptergebnisse der UVA-Statistik Jänner 2020
Hauptergebnisse der UVA-Statistik Februar 2020
Hauptergebnisse der UVA-Statistik März 2020
Hauptergebnisse der UVA-Statistik Quartalsmeldungen 1.Quartal 2020
Hauptergebnisse der UVA-Statistik April 2020
Hauptergebnisse der UVA-Statistik Mai 2020
Hauptergebnisse der UVA-Statistik Juni 2020
Hauptergebnisse der UVA-Statistik Quartalsmeldungen 2.Quartal 2020

Vorquartale

Hauptergebnisse der UVA-Statistik 1. Quartal 2020
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 1. Quartal 2020 inklusive ausländischen Unternehmen
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 4. Quartal 2019
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 4. Quartal 2019 inklusive ausländischen Unternehmen
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 3. Quartal 2019
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 3. Quartal 2019 inklusive ausländischen Unternehmen
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 2. Quartal 2019
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 2. Quartal 2019 inklusive ausländischen Unternehmen
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 1. Quartal 2019
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 1. Quartal 2019 inklusive ausländischen Unternehmen
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 4. Quartal 2018
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 4. Quartal 2018 inklusive ausländischen Unternehmen
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 3. Quartal 2018
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 3. Quartal 2018 inklusive ausländischen Unternehmen
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 2. Quartal 2018
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 2. Quartal 2018 inklusive ausländischen Unternehmen
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 1. Quartal 2018
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 1. Quartal 2018 inklusive ausländischen Unternehmen

Jahresergebnisse

Hauptergebnisse der UVA-Statistik 2019
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 2019 inklusive Ausländern
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 2018
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 2018 inklusive Ausländern
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 2017
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 2017 inklusive Ausländern
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 2016
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 2016 inklusive Ausländern
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 2015
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 2015 inklusive Ausländern
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 2014
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 2014 inklusive Ausländern
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 2013
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 2013 inklusive Ausländern
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 2012
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 2012 inklusive Ausländern
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 2011
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 2011 inklusive Ausländern
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 2010
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 2009
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 2008
Hauptergebnisse der UVA-Statistik 2007

Weitere Tabellen

Abdeckungsraten der USt- durch die UVA-Daten, 2005 - 2017


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