Statistik der Körperschaftsteuer 2017

Bei der Körperschaftsteuerstatistik handelt es sich um eine sekundärstatistische Erhebung, da Steuerdaten der Finanzverwaltung ausgewertet werden. Der Körperschaftsteuer unterliegen die Einkommen juristischer Personen. Die Veranlagung erfolgt nach den Bestimmungen des Körperschaft- und des Einkommensteuergesetzes.

Ab dem Jahr 2005 gab es zwei wesentliche rechtliche Änderungen im Körperschaftsteuergesetz. Zum einen erfolgte eine Senkung des Steuersatzes von 34% auf 25%, zum anderen wurde die Möglichkeit einer gemeinschaftlichen Besteuerung von Unternehmensgruppen eingeführt.

Ergebnisse für das Jahr 2017

Im Berichtsjahr wurden 151.197 Veranlagungen durchgeführt, damit stieg die Anzahl im Vergleich zum Vorjahr um 2,7%. In 97,1% aller Fälle handelte es sich dabei um einzelne Körperschaften, in nur 2,9% der Fälle, oder 4.413 Mal, erfolgte die Veranlagung für eine Unternehmensgruppe. Das Verhältnis zwischen Steuer- und Nullfällen veränderte sich im Vergleich zum Vorjahr leicht, der Anteil der Steuerfälle lag bei 61,7% (2016 waren es 61,2%).

Das zu versteuernde Einkommen stieg im Jahr 2017 um 2.687 Mio. Euro bzw. 8,2% gegenüber dem Vorjahr und belief sich auf insgesamt 35.485 Mio. Euro. Analog dazu stieg auch die festgesetzte Körperschaftsteuer um 8,0%. Insgesamt brachten die veranlagten Körperschaften im Jahr 2017 8.973 Mio. Euro an Körperschaftsteuer auf.

Einkommensstufen

Wie die Jahre zuvor entfiel auch 2017 auf die wenigen einkommensstärksten Unternehmen der Großteil des Körperschaftsteueraufkommens. So erbrachten 2,8% der Veranlagungsfälle mit einem Einkommen von mindestens 1 Mio. Euro 75,1% des gesamten Steueraufkommens. Auf der anderen Seite entfielen auf 72,1% der Veranlagungsfälle mit keinem oder weniger als 40.000 Euro zu versteuerndem Einkommen nur 2,7% der geleisteten Körperschaftsteuer.

Rechtsformen

Die Gesellschaften mit beschränkter Haftung stellten mit 86,9% den weitaus größten Anteil an den Veranlagungsfällen; sie erbrachten 46,7% des Körperschaftsteueraufkommens. Die Aktiengesellschaften hatten zwar lediglich einen Anteil von 0,4% (531 Fälle), trugen aber 3,8% zum gesamten Steueraufkommen bei.

Unternehmensgruppen

Trotz des geringen zahlenmäßigen Anteils (2,9%) der Unternehmensgruppen an allen Veranlagungsfällen erbrachten sie 42,1% (14.931 Mio. Euro) des gesamten zu versteuernden Einkommens. In dieser Summe bereits berücksichtigt sind die Verluste bzw. nachzuversteuernden Gewinne ausländischer Gruppenmitglieder. Im Jahr 2017 wurden mehr Gewinne nachversteuert als Verluste geltend gemacht, in Summe waren das 95 Mio. €. Der Anteil am Körperschaftsteueraufkommen, der auf Unternehmensgruppen entfiel, betrug 41,7% (3.740 Mio. Euro).

Wirtschaftsbereiche

Während der primäre Sektor im Jahr 2017 auf 1,1% der Veranlagungsfälle und 0,5% des Körperschaftsteueraufkommens kam, erbrachten die 18,7% der Veranlagungsfälle des sekundären Sektors 32,6% des Steueraufkommens. Die Unternehmen, die dem Dienstleistungssektor angehörten (das waren 80,2%), trugen 66,9% zum Körperschaftsteueraufkommen bei.

Bundesländer

Die regionale Analyse – bei Unternehmensgruppen und Unternehmen mit mehreren Standorten erfolgt die Veranlagung am Sitz des Gruppenträgers bzw. der Geschäftsleitung – bestätigte Wien wieder als gewichtigstes Bundesland (30,4% der Veranlagungsfälle und 35,2% des Körperschaftsteueraufkommens). Deutlich dahinter lagen Niederösterreich und Oberösterreich mit 14,8% bzw. 13,8% der Veranlagungsfälle. Das kleinste Bundesland Burgenland wies auch die geringsten Anteile bei den Veranlagungsfällen (2,6%) und beim Steueraufkommen (1,7%) auf.

Hinweis: Die Broschüre „Statistik der Körperschaftsteuer 2017“ mit allen Tabellen kann nach Fertigstellung kostenlos als PDF-Datei heruntergeladen werden. Klicken Sie hierzu auf den Reiter „Publikationen“ (siehe unten).

Haupterhebungsmerkmale Körperschaftsteuerstatistik 2007 bis 2017
Hauptergebnisse 2017 nach Stufen des zu versteuernden Einkommens, Bundesländern, Rechtsformen und Wirtschaftsabschnitten

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