Preise, Preisindex

Der Warenkorb der Land- und Forstwirtschaftlichen Erzeugerpreisstatistik umfasst derzeit 216 Produkte des tierischen, pflanzlichen und forstwirtschaftlichen Sektors. Bei den Preisen handelt es sich um gewogene Bundesländerpreise ohne MwSt., welche zu einem Bundesdurchschnittspreis aggregiert werden. Die Erhebung der Preisdaten erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus, der Agrarmarkt Austria sowie der Landwirtschaftskammer Österreich.

Im Berichtsjahr 2020 entwickelten sich die Preise für die tierischen als auch für die pflanzlichen Produkte sehr unterschiedlich.

Für Schlachtschweine der Klasse S - P wurden mit 1,71 Euro/kg um -3,4% weniger gegenüber dem Vorjahr bezahlt. Auch bei den Ferkeln wurde mit 2,49 Euro/kg (-3,0%) ein negatives Ergebnis erzielt. Leichte Preisrückgänge waren bei den Schlacht- und Nutzrindermärkten festzustellen; so fielen die Preise für Jungstiere der Klasse E - P auf 3,70 Euro/kg (-0,8%) und auch für Kühe der Klasse E - P wurde mit 2,48 Euro/kg (-1,6%) weniger bezahlt. Die Zuchtrinderkategorien entwickelten sich durchwegs positiv. Ein Preisanstieg war sowohl bei den Stieren mit einem Durchschnittspreis von 2.370,29 Euro/Stk. (+8,3%) als auch bei den Jungkalbinnen, nicht trächtig bei einem Durchschnittspreis von 926,93 Euro/Stk. (+9,1%) zu beobachten. Die Erzeugerpreise in der Geflügelwirtschaft entwickelten sich im Vergleich zum Vorjahr unterschiedlich: so lagen die Jahrespreise für Masthühner, lebend mit 100,85 Euro/100kg unverändert zum Vorjahr und für Masthühner, bratfertig mussten Preiseinbußen (-10,5%) 238,50 Euro/100kg hingenommen werden. Eine positive Entwicklung konnte bei den Eiern der Bodenhaltung der Gewichtsklasse M mit 11,50 Euro/100Stk. (+2,5%) festgestellt werden. Für 100 kg Kuhmilch wurden durchschnittlich 37,52 Euro ausbezahlt (+1,7% gegenüber dem Vorjahr).

Bei einigen Getreidearten konnten Preissteigerungen im Vergleich zu 2019 erzielt werden. Für Mahlweizen, Protein mind. 12,5% wurde ein Preis von 148,77 Euro/t (+1,7%) ausbezahlt. Hartweizen konnte mit einem Preis von 230,97 Euro/t einen Preisanstieg von 15,3% verzeichnen. Der Preis für Mahlroggen ist mit 117,58 Euro/t um (-7,7% gegenüber dem Vorjahr) rückläufig.

Bei den Ölsaaten konnten die Sojabohnen mit einem Preis von 350,95 Euro/t ein Plus von 11,8% verzeichnen.

Bei den Speisekartoffeln kam es zu einer deutlichen Preisreduktion, wobei für festkochende Sorten 136,42 Euro/t (-49,6%) und für vorwiegend fest- und mehlig kochende Sorten 134,99 Euro/t (-47,5%) bezahlt wurden. Bei den Frühkartoffeln kam es mit 203,25 Euro/t ebenfalls zu einem Preisverfall, nämlich von 49,6%.

In der österreichischen Obstproduktion nimmt der Apfel die größte Bedeutung ein. Die Erzeugerpreise für Äpfel der Klasse I betrugen im Jahresdurchschnitt 80,73 Euro/100kg, das entspricht einem Plus von 67,4% gegenüber dem Vorjahr.

Die Erzeugerpreise für Sägerundholz (Fichte/Tanne Kl. B Media 2b) gaben mit 72,67 Euro pro Festmeter um 5,4% nach, jene für Brennholz (Hartholz) blieben mit 64,04 Euro/RMM unverändert zum Vorjahr.

Monats- und Jahresmittel nach Bundesländern

Land- und Forstwirtschaftliche Erzeugerpreise 2021
Land- und Forstwirtschaftliche Erzeugerpreise 2020
Land- und Forstwirtschaftliche Erzeugerpreise 2019
Land- und Forstwirtschaftliche Erzeugerpreise 2018
Land- und Forstwirtschaftliche Erzeugerpreise 2017
Land- und Forstwirtschaftliche Erzeugerpreise 2016

Österreichmittel im Jahresdurchschnitt

Land- und Forstwirtschaftliche Erzeugerpreise 2014 bis 2020

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Land- und forstwirtschaftliche Erzeugerpreise Jahr 2021

Erscheinungsdatum: 10/2021

 
 

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Statistik der Landwirtschaft 2019

Erscheinungsdatum: 11/2020

 
 

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Statistik der Landwirtschaft 2018

Erscheinungsdatum: 10/2019

 
 

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Statistik der Landwirtschaft 2017

Erscheinungsdatum: 09/2018

 
 

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