Gemüse

Gemüseernte 2019

Die Die Gesamterntemenge an Feld- und Gartenbaugemüse belief sich auf 611.500 Tonnen (+9% zu 2018). Damit fiel die Ernte im Bereich des Fünfjahresmittels aus (+1%). Trotz des kühlen Mai und der sommerlichen Trockenheit konnten bei den meisten Kulturarten Ertragszuwächse gegenüber dem unterdurchschnittlichen Vorjahresergebnis erzielt werden.

Die Fruchtgemüseernte betrug 161.100 Tonnen und blieb damit bei weiterhin steigendem Flächentrend stabil gegenüber dem Vorjahresergebnis (+/-0% zu 2018). Zum Fünfjahresdurchschnitt wurde ein Plus von 4% verzeichnet. Tomaten stagnierten auf Vorjahresniveau und erreichten eine Gesamtmenge von 58.300 Tonnen (+4% zum Fünfjahresmittel). Über 80% davon waren Rispenparadeiser. Die Produktion von Gurken entsprach ebenfalls nahezu dem Vorjahr und betrug 45.300 Tonnen (+1% zu 2018). Über ein Fünftel davon waren Einlegegurken, die hauptsächlich in Oberösterreich kultiviert wurden und nach der Flächenreduktion im Vorjahr wieder deutlich an Boden gewannen, wodurch ein Produktionsplus von 20% auf 10.200 Tonnen erreicht werden konnte. Bei Salatgurken aus geschütztem Anbau hingegen wurde aufgrund der ungünstigen Witterung im Mai mit 34.100 Tonnen um 3% weniger geerntet als im Vorjahr. Auch bei Paprika gab es witterungsbedingte Ertragsverluste, welche die Produktion auf unterdurchschnittliche 14.600 Tonnen abfallen ließen (-6% zum Fünfjahresmittel), womit diese auch unter Vorjahresniveau notierte (-5%). Bereits 97% davon stammte aus Anbau unter Glas und Folie, wovon wiederum drei Viertel der bunten Varietät zugehörig war. Bei Zuckermais wurde durch trockenheitsbedingte Ertragsverluste mit 12.800 Tonnen um 4% weniger geerntet als im Vorjahr. Auch Speisekürbis konnte gegenüber dem ertragsschwachen Vorjahr kaum zulegen und erbrachte eine Produktion von 20.000 Tonnen (+1% zu 2018). Zucchini hingegen erzielten bei ähnlich hohem Ertragsniveau wie 2018 eine Ernte von 7.100 Tonnen (+1% zu 2018). Melonen, deren Anbaufläche sich in den letzten fünf Jahren nahezu verdoppelt hat und mittlerweile 33 ha umfasst, verzeichneten ebenfalls hohe Ertragswerte und erreichten dadurch eine Erntemenge von 1.400 Tonnen (+39% zu 2018).

Kohl-, Blatt- und Stängelgemüse erbrachte nach der stark unterdurchschnittlichen Produktion des Vorjahres wieder eine Erntemenge im Bereich des Fünfjahresmittels (+2%) von 140.000 Tonnen, die 16% über dem Wert von 2018 lag. Bei Salat, der über ein Drittel dieser Produktgruppe ausmachte, wurden 46.800 Tonnen geerntet (+18% zu 2018), womit der Fünfjahresdurchschnitt um 6% überholt wurde. Auch bei Kraut wurde nach dem Tiefstand 2018 wieder ein deutlich höherer Hektarertrag verzeichnet (+13%), obwohl Ausfälle durch hohen Schädlingsdruck nur ein unterdurchschnittliches Ernteergebnis von 36.300 Tonnen zuließen (-15% zum Fünfjahresmittel). An Chinakohl wurden bei zufriedenstellendem Hektarertrag 18.400 Tonnen produziert, was im Bereich der Vorjahresproduktion lag (+/-0%). Spinat erzielte mit 14.500 Tonnen ein ertragsbedingtes Plus von 12% zum Vorjahr. Auch Spargel erbrachte trotz der Trockenheit im April eine überdurchschnittliche Produktion von 3.300 Tonnen (+8% zu 2018).

Die Gruppe der Hülsenfrüchte, Wurzel- und Zwiebelgemüsearten umfasste eine Erntemenge von 310.400 Tonnen, die deutlich über dem Vorjahreswert notierte (+11% zu 2018). Dies entsprach weitgehend dem Fünfjahresmittel (-1%). An Zwiebeln, die knapp ein Viertel der gesamten Gemüseproduktion stellten, blieb der Ertrag, bedingt durch Trockenheit und starken Schädlingsdruck, bereits das dritte Jahr in Folge auf niedrigem Niveau. Es wurden daher nur 141.600 Tonnen geerntet, was flächenbedingt zwar 7% über dem Wert von 2018, jedoch 13% unter dem Fünfjahresdurchschnitt lag. Karotten hingegen verzeichneten ein starkes Ertragsplus und legten mit 108.200 Tonnen sowohl gegenüber dem Fünfjahresmittel (+17%) als auch im Vergleich zu 2018 deutlich zu (+15%). Die Ernte von Zeller fiel trotz rückläufiger Anbaufläche mit 11.800 Tonnen 15% über dem krankheitsbedingt sehr niedrigen Vorjahresniveau aus. Bei Grünerbsen stagnierte der Ertrag wegen der ungünstigen Witterungsverhältnisse im Mai auf Vorjahresniveau und erreichte sohin nur eine Produktionsmenge von 9.800 Tonnen (-6% zum Fünfjahresmittel). Fisolen hingegen konnten durch Ertragssteigerung mit 7.300 Tonnen ein deutlich besseres Ergebnis einfahren als 2018 (+14%). Bei Kren ging die Anbaufläche abermals zurück, wodurch auch die Produktionsmenge entsprechend auf 3.900 Tonnen (-11% zu 2018) zurückfiel. Knoblauch erreichte eine Ernte von 1.200 Tonnen (+8% zu 2018).

Gemüseernte 2019: Endgültige Ergebnisse
Gemüseernte 2018: Endgültige Ergebnisse
Gemüseernte 2017: Endgültige Ergebnisse
Gemüseernte 2016 bis 2019 nach Bundesländern
Gemüseproduktion 1995 bis 2019

Gemüseernte 2019 Infografik

GemüsePreis in € *)Kostenloser Download

 
 

Agrarstrukturerhebung 2010

Erscheinungsdatum: 05/2013

 
 

45,00

 
 

(PDF, 15 MB)

 
 

Feldgemüseanbauerhebung 2015

Erscheinungsdatum: 5/2016

 
 

0,00

 
 

(PDF, 684 KB)

 
 

Gartenbau- und Feldgemüseanbauerhebung 2015

Erscheinungsdatum: 09/2016

 
 

35,00

 
 

(PDF, 8 MB)

 
 

Gartenbau- und Feldgemüseanbauerhebung 2010

Erscheinungsdatum: 8/2012

 
 

30,00

 
 

(PDF, 3 MB)

 
 

Gartenbau- und Feldgemüseanbauerhebung 2004

Erscheinungsdatum: 9/2005

 
 

30,00

 
 

(PDF, 9 MB)

 
 

Gartenbauerhebung 2015

Erscheinungsdatum: 5/2016

 
 

0,00

 
 

(PDF, 660 KB)

 
 

Gemüseernte 2019, Jahresergebnisse (endgültige Ergebnisse, alle Produkte)

Erscheinungsdatum: 12/2019

 
 

0,00

 
 

(PDF, 147 KB)

 
 

Statistik der Landwirtschaft 2018

Erscheinungsdatum: 10/2019

 
 

37,00

 
 

(PDF, 6 MB)

 
 

Statistik der Landwirtschaft 2017

Erscheinungsdatum: 09/2018

 
 

37,00

 
 

(PDF, 5 MB)

 
 

Statistik der Landwirtschaft 2016

Erscheinungsdatum: 10/2017

 
 

37,00

 
 

(PDF, 5 MB)




Guglgasse 13, 1110 Wien 
Tel.: +43 (1) 71128-7070 
FAX: +43 (1) 71128-7728 
info@statistik.gv.at 
Öffnungszeiten: Mo - Fr 9.00 - 16.00 Uhr