Bodennutzung

Anbau auf dem Ackerland 2018

Für das Jahr 2018 ergab sich - basierend auf den Angaben der EU-Förderanträge (Stand Juli 2018) - eine Ackerlandfläche von 1,33 Mio. ha, was 16% der österreichischen Staatsfläche entsprach. Den größten Anteil des Ackerlandes nahm der Getreideanbau mit 778.936 ha (58,7%) ein. Feldfutterbau wurde auf einer Fläche von 231.879 ha (17,5%) betrieben, auf Ölfrüchte entfielen 159.167 ha (12,0%). Während Hackfrüchte auf einer Fläche von 55.117 ha (4,2%) angebaut wurden, machten Körnerleguminosen mit 20.626 ha 1,6% des gesamten Ackerlandes aus. Schließlich lagen im Jahr 2018 53.027 ha oder 4,0% des Ackerlandes brach; nur rund 28.395 ha (2,1%) entfielen auf sonstige Ackerlandflächen bzw. wurden für den Anbau von Spezialkulturen, wie z. B. Gemüse, Blumen, Erdbeeren sowie Heil-, Duft- und Gewürzpflanzen, genutzt.

Die Getreideanbaufläche 2018 nahm im Vergleich zum Vorjahr mit 778.936 ha um 0,4% zu.

Körnerleguminosen (Eiweißpflanzen bzw. Hülsenfrüchte) wurden auf 20.626 ha kultiviert, um 9,8% weniger als 2017. Der Anbau von Hackfrüchten nahm im Vergleich zum Vorjahr um 16,2% auf 55.117 ha ab. Die Anbaufläche mit Ölfrüchten wurde um 2,2% auf 159.167 ha ausgeweitet. Beim Feldfutterbau gab es 2018 eine Flächenzunahme um 2,4% auf 231.879 ha.

Methodische Hinweise

Mit dem Beitritt Österreichs zur EU wurde 1995 das Integrierte Verwaltungs- und Kontrollsystem (INVEKOS) eingeführt, in dessen Rahmen mit Hilfe des so genannten „Mehrfachantrags“  detaillierte, parzellenweise Angaben über die Anbauflächen der einzelnen Feldfrüchte durch die Agrarmarkt Austria erhoben werden. Diese Daten wurden auch für 2018 - wie schon seit 1996 - von Statistik Austria übernommen und sekundärstatistisch ausgewertet. Die Ergebnisse wurden vor der Publikation einer eingehenden Prüfung unterzogen und in jenen Bereichen (überwiegend im Gemüse-, Blumen- bzw. Zierpflanzensektor), in denen im Rahmen der Förderanträge Untererfassungen vorliegen, aufgrund von Experten-/Expertinnenschätzungen entsprechend revidiert und ergänzt.

Seit 2005 erfolgt die Publizierung der Flächen nach deren tatsächlicher Lage. Frühere Auswertungen erfolgten nach dem Wirtschaftsprinzip, d. h. die Flächen wurden jenem Bundesland zugeordnet, in dem der Betriebssitz des jeweiligen Bewirtschafters bzw. der jeweiligen Bewirtschafterin lag. Dies führte in einigen Bundesländern zu Verzerrungen, wie z. B. zwischen dem Burgenland und Niederösterreich, wenn niederösterreichische Landwirte/Landwirtinnen im Burgenland Flächen bewirtschaften und diese Flächen - gemäß dem Wirtschaftsprinzip - Niederösterreich zugerechnet wurden.

Weingartengrunderhebung 2015

Österreich ist aufgrund der Verordnung (EU) Nr. 1337/2011 verpflichtet im 5-Jahres-Rhythmus (vormals 10-Jahres-Rhythmus) eine Weingartengrunderhebung durchzuführen. Als nationale Rechtsgrundlage zur Umsetzung der Erhebung wurde vom Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft die Verordnung BGBl. II Nr. 207/2015 betreffend die Statistik über die Weingartenflächen im Jahr 2015 (Weingartengrunderhebungsverordnung 2015) erlassen. Somit wurde nach 2009 mit Stichtag 31. Juli 2015 wieder eine Weingartengrunderhebung durchgeführt.

Als Datenquelle wurde für die weinbautreibenden Bundesländer Burgenland Niederösterreich, Steiermark und Wien das System Wein-ONLINE des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (BMLFUW), welches vom Land-, forst- und wasserwirtschaftlichen Rechenzentrum GmbH (LFRZ) betrieben wird, genutzt. Für das Bundesland Kärnten konnte auf Daten des Landesweinbaukatasters zurückgegriffen werden. Die Daten wurden elektronisch übermittelt, plausibilisiert und ausgewertet. Die Daten aus den übrigen Bundesländern Oberösterreich, Salzburg, Tirol und Vorarlberg wurden von Statistik Austria mittels schriftlicher Befragung der Bewirtschafterinnen und Bewirtschafter erhoben.

Das Ergebnis brachte für Österreich eine bepflanzte Weingartenfläche von 45.439 ha, das sind um 94 ha oder 0,2% weniger als bei der letzten Weingartengrunderhebung 2009. Niederösterreich bleibt weiterhin mit 28.145 ha oder 61,9% das größte weinbautreibende Bundesland Österreichs, gefolgt vom Burgenland mit 12.249 ha (27,0%), der Steiermark mit 4.324 ha (9,5%) und Wien mit 581 ha (1,3%). Die übrigen Bundesländer verzeichnen einen Flächenzuwachs von 57 ha auf 140 ha (+69,5%) zur Vorerhebung 2009.

Der Trend hin zu größeren Betrieben ist auch bei dieser Erhebung erkennbar. Die durchschnittliche Weingartenfläche je Betrieb vergrößerte sich von 2,26 ha im Jahr 2009 auf 3,22 ha (+42,5%).

Der Flächenanteil der einzelnen Weinbaugebiete im jeweiligen Bundesland zeigt, dass das Weinbaugebiet Neusiedlersee (Burgenland) mit 7.159 ha oder 58,2%, das Weinbaugebiet Weinviertel (Niederösterreich) mit 13.886 ha (49,2%) und das Weinbaugebiet Südsteiermark (Steiermark) mit 2.163 ha (50,0%) in ihrem Bundesland flächenmäßig an erster Stelle liegt.

Der langjährige Trend von Weißwein hin zu Rotwein zeigt sich bei dieser Erhebung nicht mehr bestätigt. Während die Weißweinfläche im Vergleich zu 2009 um 2,3% auf 30.502 ha zunahm, ging im Gegenzug die Rotweinfläche um 4,9% auf 14.937 ha zurück.

Hinsichtlich der Rebsortenverteilung steht nach wie vor der Grüne Veltliner mit 14.376 ha oder einem Anteil von 47,1% an der gesamten Weißweinfläche unangefochten an der Spitze der österreichischen Rebsorten. Mit einem Plus von 6,3% kann der Grüne Veltliner auch den größten Flächenzuwachs aller Rebsorten verbuchen. An die zweite Stelle reiht sich die Rotweinsorte Zweigelt mit 6.311 ha oder 42,3% der Rotweinfläche.

Betrachtet man die Rebsortenverteilung in den einzelnen Bundesländern so liegt beim Weißwein im Burgenland (1.258 ha), Niederösterreich (12.920 ha) und Wien (171 ha) der Grüne Veltliner deutlich voran, hingegen in der Steiermark der Welschriesling (701 ha) und in den übrigen Bundesländern die Rebsorte Weißer Riesling (18 ha). Bei den Rotweinsorten dominiert die Sorte Zweigelt in den Bundesländern Niederösterreich (3.521 ha) und Wien (36 ha), während im Burgenland die Rebsorte Blaufränkisch (2.632 ha), in der Steiermark die Sorte Blauer Wildbacher (432 ha) und in den übrigen Bundesländern die Sorte Blauer Burgunder (10 ha) die Liste anführen.

Vergleicht man das Alter der Rebstöcke, so verzeichnet die Altersklasse 10 bis 29 Jahre mit 51,7% den größten Anteil an der bepflanzten Fläche, gefolgt von der Altersklasse 30 Jahre alt und älter mit 31,4% und der Altersklasse 3 bis 9 Jahre mit 12,6%. Die Altersklasse unter 3 Jahre beträgt 4,3%. Hierbei handelt es sich um Neuauspflanzungen - also noch nicht ertragsfähigen Flächen - die mit 1.950 ha einen jedoch nicht unwesentlichen Anteil an der bepflanzten Fläche einnehmen.

Anbau auf dem Ackerland 2008 bis 2018 (Fläche in Hektar)
Anbau auf dem Ackerland 2018 nach Bundesländern
Weingartenflächen 2015 nach Weinbauregionen
Weingartenflächen 2009 nach Weinbauregionen
Weingartenflächen 1999 nach Weinbauregionen

Weißwein 2015 nach der Anbaufläche
Rotwein 2015 nach der Anbaufläche



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Agrarstrukturerhebung 2010

Erscheinungsdatum: 05/2013

 
 

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Agrarstrukturerhebung 2016, Stichprobe

Erscheinungsdatum: 02/2018

 
 

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Anbau auf dem Ackerland 2018

Erscheinungsdatum: 07/2019

 
 

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Erhebung der Erwerbsobstanlagen 2017

Erscheinungsdatum: 9/2018

 
 

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Erhebung der Erwerbsobstanlagen 2012

Erscheinungsdatum: 07/2013

 
 

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Erhebung der Erwerbsobstanlagen 2007

Erscheinungsdatum: 7/2008

 
 

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Feldgemüseanbauerhebung 2015

Erscheinungsdatum: 5/2016

 
 

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Gartenbauerhebung 2015

Erscheinungsdatum: 5/2016

 
 

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Statistik der Landwirtschaft 2018

Erscheinungsdatum: 10/2019

 
 

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Statistik der Landwirtschaft 2017

Erscheinungsdatum: 09/2018

 
 

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Statistik der Landwirtschaft 2016

Erscheinungsdatum: 10/2017

 
 

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