2005 bis 2018 fertiggestellte Wohnungen und Gebäude, nach der Registerzählung 2011 bis Ende 2018 gemeldete Wohnungsabgänge, fortgeschriebener Wohnungsbestand Ende 2018

2018 fertiggestellte Wohnungen, Zeitvergleich, Art der Bauten bzw. Bautätigkeit

Basierend auf Datenabzügen vom 15. September 2019 stehen nun neue Ergebnisse über das Berichtsjahr 2018 sowie revidierte Zahlen der bislang schon veröffentlichten Fertigstellungszeiträume 2005 bis 2017 zur Verfügung. 2018 wurden österreichweit knapp 66.000 Wohnungen errichtet. Nicht enthalten sind die in Wien durch An-, Auf-, Umbautätigkeit an bestehenden Gebäuden zu errichtenden Einheiten. Mit dieser Zahl kam die bislang höchste Zahl seit 2005 zustande. In Bezug auf die gut vergleichbaren letzten drei Berichtsjahre stellt das aktuelle Ergebnis den bisherigen Spitzenwert dar. Die Steigerung gegenüber dem Vorjahr betrug fast 9% oder 5.400 Wohnungen, im Vergleich zu 2016 war ein Plus von knapp 18% oder rund 10.000 absolut quantifizierbar.  
Die Bautätigkeit war vom mehrgeschoßigen Wohnbau dominiert (rund 37.200 Wohnungen), welcher 2018 etwas mehr als 56% aller Fertigstellungen ausmachte. Mit Ein- und Zweifamilienwohnhäusern (weniger als 16.200) wurden im selben Zeitraum annähernd 26% der Einheiten errichtet. Durch An-, Auf-, Umbautätigkeiten an bestehenden Gebäuden wurden mit Ausnahme der Bundeshauptstadt mehr als 18% der Wohnungen (weniger als 12.200 absolut) geschaffen. Der entsprechende Wert der mit neuen Nicht-Wohngebäuden zustande gekommenen Entitäten - nicht einmal 500 absolut - betrug 0,7%. Die entsprechenden Verteilungen der beiden Jahre zuvor zeigten ein dazu ähnliches Bild, bei dem im Zeitverlauf Zunahmen bei größeren Wohngebäuden leichten Rückgängen bei Ein- und Zweifamilienwohnhäusern wie auch bei der An-, Auf-, Umbautätigkeit gegenüberstehen.

Da die Ergebnisse neben zeitlichen Verzögerungen auch von Meldeausfällen beeinflusst sind, wurden je nach Möglichkeit eigene Ansätze zur Vervollständigung der Daten gewählt. Wegen methodischer Unterschiede bei den Zurechnungsverfahren und derzeit noch nicht vollständig durchführbarer Zuschätzungen sowie wegen speziell in Wien aufgrund von fehlenden Hintergrundinformationen nicht korrekt vorgenommener zeitlicher Zuordnungen zum Berichtsjahr 2008, sind die Auswirkungen auf die bzw. die Veränderung der Zeitreihe zwischen 2010 und 2011 inhaltlich nicht ausreichend interpretierbar. Detailliertere Beschreibungen, die neben Aussagen zur Vollständigkeit bzw. Qualität der Daten auch eine Übersicht über das Ausmaß revisionsbedingter Änderungen bieten, sind den Erläuterungen zu entnehmen.

2018 fertiggestellte Wohnungen, regionale Verteilung

In Wien gefolgt von Oberösterreich wurden jeweils rund ein Fünftel aller Einheiten errichtet (über 13.000 nur mit neuen Gebäuden geschaffene Wohnungen in der Bundeshauptstadt, knapp 12.900 insgesamt in Oberösterreich). Etwas mehr als 17% oder fast 11.400 aller 2018 fertiggestellten Wohnungen lagen in Niederösterreich. In der Steiermark waren es knapp 14% bzw. mehr als 9.100 Wohnungen. Tirol meldete über ein Zehntel, was fast 6.900 aller Entitäten entsprach. In den Salzburger Gemeinden waren es knapp 6% (ca. 3.900 absolut). Jeweils über ein Zwanzigstel der Bewilligungen wurden in Vorarlberg und in Kärnten erteilt (was etwa 3.500 bzw. rund 3.400 Einheiten entsprach). Knapp 3% oder 1.900 Wohnungen wurden im Burgenland gebaut.  
In Wien fallen die erwartungsgemäß überproportionalen Werte in Mehrgeschoßbauten auf: Alleine in der Bundeshauptstadt wurden hier im Jahr 2018 knapp ein Drittel bzw. 12.200 aller Wohnungen dieses Gebäudetyps geschaffen. Innerhalb des eingeschoßigen Wohnbaus zeigten die Bundesländer Oberösterreich (mit fast 27% oder mehr als 4.300 der entsprechenden Gesamtwohnbauleistung) gefolgt von Niederösterreich (knapp 24% bzw. fast 3.900) und auch der Steiermark (fast 13% oder mehr als 2.000) die höchsten Werte.

2018 fertiggestellte Wohnungen, Wohnbauraten

Gemessen an den Bevölkerungszahlen zum Jahresdurchschnitt wurden 2018 abgesehen von der Wiener An-, Auf-, Umbautätigkeit 7,5 Wohnungen pro 1.000 Einwohner errichtet. Überaus hohe Fertigstellungsraten waren dabei in Tirol (9,2) gefolgt von Vorarlberg (8,8) und Oberösterreich (8,7) zu registrieren. Die restlichen Bundesländer lagen durchwegs unter dem Bundesschnitt: In der Steiermark war das nur geringfügig der Fall (7,4 Wohnungen pro 1.000 Einwohner). Die nächsthöheren Wohnbauraten waren in Salzburg (7,0) gefolgt von der Bundeshauptstadt (6,9) und auch in Niederösterreich (6,8) zu quantifizieren. Das Burgenland erzielte einen Wert von 6,4, die geringste Rate wies Kärnten aus (6,1).  
Da sich wie schon öfters erwähnt die Zahlen der Bundeshauptstadt einzig auf die mit neuen Gebäuden errichteten Wohnungen beziehen, ist die hier ermittelte Rate naturgemäß geringer. Tatsache ist, dass hier die Bevölkerungsentwicklung deutlich dynamischer als in den anderen Bundesländern verläuft und somit gerade in Wien (aber auch in unmittelbarer Umgebung davon) von einem höheren Bedarf an neuen Wohnungen ausgegangen werden kann. Für die Bundeshauptstadt könnte daher ein Miteinbeziehen der mittels An-, Auf-, Umbautätigkeit zustande kommenden Einheiten eine nicht unwesentliche Erhöhung der entsprechenden Rate mit sich bringen, was aber derzeit nicht den Gegebenheiten entspricht.

2018 fertiggestellte Wohnungen, Wohnnutzflächen

Die durchschnittliche Nutzfläche einer 2018 fertiggestellten Wohnung betrug etwas mehr als 99m2. Im Burgenland wurden die mit Abstand größten Einheiten erbaut (fast 126 m2). Auch in Oberösterreich (fast 120m2) gefolgt von Niederösterreich (etwas weniger als 117m2) wurden überdurchschnittlich große Einheiten errichtet. Über dem Bundesschnitt befindliche Nutzflächen wies auch das Burgenland aus (knapp 102m2), Salzburg erreichte genau das Gesamtniveau Österreichs. Alle restlichen Bundesländer lagen darunter: Das war Tirol mit knapp 97m2 und die Steiermark gefolgt von Vorarlberg mit jeweils durchschnittlich rund 92m2. Die mit Abstand kleinsten Einheiten wurden (abgesehen von der An-, Auf-, Umbautätigkeit) erwartungsgemäß in der Bundeshauptstadt geschaffen (weniger als 69m2).  
23% oder rund 15.200 aller 2018 fertiggestellten Wohnungen hatten eine Nutzfläche von mindestens 130m2. Annähernd 17% bzw. weniger als 11.200 wiesen Flächen zwischen 90 und weniger als 130m2 aus, über 32% waren zwischen 60 bis unter 90m2 groß (rund 21.200). Etwa ein Zwanzigstel oder rund 13.500 hatten ein zwischen 45 bis unter 60m2 liegendes Flächenausmaß, weniger als 8% der Einheiten hatten Nutzflächen unter 45m2 (knapp 5.000 absolut).  
Burgenland (mit weniger als 41% bzw. 800), Oberösterreich (unter 36% oder 4.600) und auch Niederösterreich (knapp 34% oder rund 3.900) wiesen deutlich überhöhte Werte in der Gruppe der größten Wohnungen aus. Auch die die Steiermark zeigte hier mit fast 26% ein überdurchschnittliches Ergebnis (weniger als 900 fertiggestellten Wohnungen). Ein dazu konträres Bild dazu bot die Bundeshauptstadt, die – abgesehen von der An-, Auf-, Umbautätigkeit – in dieser Größenklasse einen deutlich unterdurchschnittlichen Anteil von nicht einmal 3% aufwies (weniger als 600). In Wien gab es dagegen mit mehr als 41% oder ca. 5.400 Einheiten einen auffallenden Überhang bei der mittelgroßen Kategorie zwischen 60 und 90 m2. Etwas weniger hoch war dieser Wert in Vorarlberg (fast 38%, was etwas mehr als 1.300 Wohnungen entsprach). Die Bundeshauptstadt war auch in der Größenordnung von 45 bis unter 60 m2 deutlich überrepräsentiert (zu etwas mehr als einem Drittel oder 4.300 absolut).

2018 fertiggestellte Wohnungen, Wohnräume

Die in direktem Zusammenhang mit der Nutzfläche stehende Wohnraumanzahl bot bei den 2018 erfolgten Fertigstellungen ein dazu ähnliches Bild: Bei dem für das ganze Bundesgebiet (ohne Wiener An-, Auf-, Umbauten) geltenden Durchschnitt von 4,9 Wohnräumen pro Einheit erzielten Oberösterreich (6,6) gefolgt vom Burgenland (6,0) und Niederösterreich (5,9) dem die höchsten Werte. Tirol lag genau am Bundesschnitt, mit Ausnahme von Wien unterschritten die restlichen Bundesländer diesen nur geringfügig: Kärnten mit 4,7, Steiermark, Salzburg und Vorarlberg mit jeweils 4,6 Räumen pro Wohnung. Eingeschränkt auf die mit neuen Gebäuden geschaffenen Einheiten weist die Bundeshauptstadt die mit Abstand geringste Durchschnittszahl aus (2,7).  
Wohnräume haben eine Mindestnutzfläche von 4m2, wobei entsprechend große Küchen dazu zählen (nicht einbezogen sind diverse Vor- und Nebenräumlichkeiten wie z.B. Abstellräume, Speisekammern, Schrankräume, Balkone).

2018 fertiggestellte Wohnungen, Bauherren und Bauherrinnen

Fast 39% oder über 25.400 der 2018 fertiggestellten Wohnungen wurden von sonstigen juristischen Rechtspersönlichkeiten erbaut. Privatpersonen errichteten über 37% (mehr als 24.600 absolut), fast 28% bzw. über 15.700 der Einheiten wurde von gemeinnützigen Bauträgern geschaffen. Die 2018er-Fertigstellungen der öffentlichen Hand fielen kaum ins Gewicht.  
Die entsprechenden Verteilungen innerhalb der einzelnen Bundesländer boten ein nicht unbekanntes Bild: Sonstige juristische Bauträger waren insbesondere in Wien (zu knapp 62% oder 8.100), aber auch in Vorarlberg und in der Steiermark tätig (51% bzw. weniger als 1.800, mehr als 47% bzw. 4.300). In den verbleibenden Bundesländern war die Bautätigkeit der sonstigen juristischen Personen unterrepräsentiert, wobei die mit Abstand wenigsten Einheiten dieser Referenzgruppe im Burgenland erbaut wurden (nicht einmal ein Zehntel aller Fertigstellungen dieses Bundeslandes bzw. ca. 180 absolut). Für die Gruppe der privaten Bauverantwortlichen gab es in den meisten Bundesländern überdurchschnittliche und zum Gutteil deutlich erhöhte Anteile, die von annähernd 59% oder 1.100 (im Burgenland) bis zu 43% oder knapp 4.900 (in Niederösterreich) schwankten. In der Steiermark und in Vorarlberg waren unter dem Bundesschnitt liegende Anteile zu verzeichnen (etwas mehr als 36% bzw. rund 3.300, fast 34% oder 1.200). In Wien wurde mit neuen Gebäuden nur etwa jede zwanzigste Wohnung von privaten Bauherren bzw. Bauherrinnen errichtet (weniger als 700 absolut). Die Gemeinnützigkeit war 2018 insbesondere in Wien (fast jede dritte Wohnungen neuer Gebäude oder fast 4.300), im Burgenland (zu etwas mehr als 31% bzw. ca. 590) und in Niederösterreich (knapp 31% oder etwas mehr als 3.500 aller dort errichteten Einheiten) tätig. In allen anderen Bundesländern zeigten sich bei diesen Bauverantwortlichen unter dem Österreichwert liegende Anteile, wobei die Anteile in Tirol und auch in Oberösterreich ein nicht allzu großes Minus aufwiesen (fast 23% bzw. 1.600, ein Fünftel oder rund 2.600). In Salzburg, Steiermark und Kärnten waren jeweils grob 16% zu ermitteln (mehr als 600, weniger als 1.500 und fast 590 Einheiten). Das geringste Ergebnis war mit etwas mehr als 15% oder 500 Wohnungen in Vorarlberg festzustellen.

2018 fertiggestellte Wohnungen, Rechtsverhältnis

Die Aussagekraft zum Rechtsverhältnis ist wegen fehlender Angaben gemindert: Für fast 30% oder ca. 17.900 der berichteten Wohnungsmasse ganz Österreichs war bis zum Zeitpunkt der Fertigstellung keine Information über das Rechtsverhältnis an der Wohnung verfügbar. Speziell in der Bundeshauptstadt kann hier von einem fast vollständigen Ausfall gesprochen werden: Neben den grundsätzlich fehlenden An-, Auf-, Umbautätigkeitsmeldungen waren hier nur für etwas mehr als 2% oder mehr als 300 der Wohnungen neuer Gebäude Angaben verfügbar. Das ist insofern problematisch, als das Rechtsverhältnis der in der Bundeshauptstadt fertiggestellten Einheiten vermutlich oft anders als in den restlichen Bundesländern geartet ist (deutlich mehr Mietwohnungen). Die Darstellung und Beschreibung der Ergebnisse bezieht sich daher auf alle Bundesländern ausgenommen Wien: Im Berichtsjahr 2018 war hier für nicht ganz ein Zehntel oder grob 5.200 Wohnungen keine Auskunft zum Rechtsverhältnis verfügbar. Weniger als 57% bzw. über 29.900 der Einheiten wurden im Eigentumsverhältnis geschaffen (fast 40% oder 21.100 zur Selbstnutzung des Gebäudeeigentümers, rund 17% bzw. etwa 8.900 im Sinne des Wohnungseigentumsgesetzes). Über 31% oder rund 16.500 Entitäten waren Mietwohnungen, die verbleibenden nicht ganz 3% bzw. 1.400 der Einheiten hatten ein sonstiges Rechtsverhältnis (z.B. eine unentgeltliche Nutzung durch Familienangehörige oder Verwandte) oder waren Dienst- bzw. Naturalwohnungen.

2018 fertiggestellte neue Gebäude, Zeitvergleich, Gebäudeeigenschaften

2018 wurden österreichweit rund 23.100 neue Gebäude errichtet – ein Ergebnis, das gegenüber dem Vorjahr um nicht ganz 1% bzw. 200 Objekte höher lag. Im Vergleich zu 2016 war ein um knapp 7% oder 1.500 höhere Zahl feststellbar.  
Rund 78% oder 18.000 aller 2018 neu errichteten Gebäude dienten überwiegend den (privaten) Wohnzwecken. Erwartungsgemäß waren die meisten davon neue Ein- und Zweifamilienwohnhäuser (fast 85% oder über 15.200 aller Wohngebäude). Innerhalb der neuen Nicht-Wohngebäude stellte die mit Abstand größte Gruppe die freistehenden Privatgaragen dar (43% oder etwas mehr als 2.200 absolut). 2018 waren weniger als 24% oder über 1.200 aller neu errichteten Nicht-Wohnobjekte landwirtschaftliche Nutzgebäude. Industrie- bzw. Lagergebäude wiesen mit mehr als 15% (weniger als 800) den nächsthöheren Wert aus. Gebäude für Kultur, Freizeit bzw. das Bildungs- und das Gesundheitswesen, Hotels (Gasthöfe, Pensionen) Bürogebäude und Groß- und Einzelhandelsobjekte erzielten Anteile zwischen rund 5 und rund 3% (durchschnittlich jeweils mehr als 200 Entitäten). Am wenigsten wurden 2018 Kirchen oder sonstige Sakralbauten erbaut (zu jeweils 0,8% oder nur rund 40 absolut), Gebäude des Verkehrs- u. Nachrichtenwesens sowie gemeinschaftlich genutzte Gebäude erbaut (jeweils zu durchschnittlich 0,5% bzw. knapp 30 Einheiten absolut).

2018 fertiggestellte neue Gebäude, überbaute Flächen

Im Jahr 2018 wurden mit neuen Gebäuden insgesamt fast 6 Mio. Quadratmeter Flächen überbaut. 5,5 Mio. davon wurden alleine für neue Gebäude, die an bislang unverbauter Fläche errichtet wurden, benötigt.  
47% oder 2,8 Mio. Quadratmeter der Flächen sämtlicher neuer Gebäude wurden alleine in Ober- und Niederösterreich verbaut (27% bzw. 1,6 Mio. Quadratmeter in Oberösterreich und 20% bzw. 1,2 Mio. Quadratmeter in Niederösterreich). Mehr als 13% der oder 0,8 Mio. Quadratmeter an Flächen wurden in der Bundeshauptstadt überbaut. In der Steiermark betrug dieser Anteil annähernd 12% (0,7 Mio. Quadratmeter), auf fast 9% (0,5 Mio. Quadratmeter) belief er sich in Tirol. Jeweils rund 5% (oder durchschnittlich jeweils weniger als 0,3 Mio. Quadratmeter) aller Grundflächen neuer Gebäude wurden in Vorarlberg, Salzburg und in Kärnten geschaffen. Burgenland wies hier einen Wert von 4% oder 0,2 Mio. Quadratmeter auf.  
Nicht ganz 48% oder 2,9 Mio. Quadratmeter aller insgesamt ausgewiesenen Gebäudegrundflächen wurden für den Ein- und Zweifamilienwohnhausbau benötigt, etwas mehr als 21% für größere Wohngebäude (über 1,3 Mio. Quadratmeter). Beim eingeschoßigen Wohnbau wurden die mit deutlichem Abstand meisten Flächen in Ober- gefolgt von Niederösterreich (fast 28% oder 0,8 Mio. Quadratmeter, ein Fünftel oder fast 0,6 Mio. Quadratmeter) und die wenigsten in Vorarlberg überbaut (mehr als 4% bzw. 0,1 Mio. Quadratmeter). 
In Ober- und Niederösterreich wurden auch für den Mehrgeschoßwohnbau die meisten Flächen benötigt (weniger als 19% oder über 0,2 Mio. Quadratmeter, mehr als ein Fünftel bzw. 0,3 Mio. Quadratmeter). In Wien wurden hier über 17% oder mehr als 0,2 Mio. Quadratmeter aller österreichweit gemeldeten Flächen verbraucht. Am unteren Ende dieser Verteilung lag das Burgenland (mehr als 2% mit 0,03 Mio. Quadratmeter). 
Die überbauten Flächen der 2018 fertiggestellten Nicht-Wohnobjekte machten über 30% oder rund 1,8 Mio. Quadratmeter aller neu geschaffenen Gebäude aus. Die höchsten Anteile wiesen dabei die Industrie- und Lagergebäude (9% oder mehr als 0,5 Mio. Quadratmeter) gefolgt von den landwirtschaftlichen Nutzgebäuden aus (mehr als 6% bzw. nicht ganz 0,4 Mio. Quadratmeter). Der geringste Wert war dabei für Kirchen, sonstige Sakralbeuten ermittelbar (nur geringfügig über 0% oder etwas mehr als 700 Quadratmeter).

2018 fertiggestellte neue Gebäude, Baudauer

Die mittlere Baudauer (Median) aller 2018 fertiggestellten neuen Gebäude betrug 1,8 Jahre. Dies galt in gleichem Ausmaß für Wohn- wie auch Nicht-Wohngebäude. Ein- und Zweifamilienwohnhäuser wurden innerhalb von 1,7, das durchschnittliche mehrgeschoßige Wohnobjekt in 2,2 Jahren errichtet.  
Die innerhalb der Wohngebäude stattgefundene regionale Verteilung zeigte ein Ost-/Westgefälle: Die kürzesten Baudauern waren in Kärnten (1,3 Jahre) gefolgt von Tirol und Vorarlberg (jeweils 1,5 Jahre) festzustellen. Auch in Oberösterreich und der Steiermark wurde der zuvor erwähnte Bundesschnitt unterboten (1,6 und 1,7 Jahre Errichtungszeit), in Salzburg wurde er erreicht. Im Burgenland (2,7 Jahre) gefolgt von Wien (2,6) und Niederösterreich (2,4) wurden hier die längsten Zeiten benötigt.  
Bezogen auf die Errichtung von Wohngebäuden und unter Außerachtlassen der geringfügigen Bautätigkeit der öffentlichen Hand war festzustellen, dass Privatpersonen grundlegend die wenigsten Zeiten benötigten (1,6 Jahre, bei den wenigen größeren Wohnbauten 1,7). Sonstige juristische Rechtspersönlichkeiten errichteten ihre Wohnbauten in durchschnittlich zwei Jahren (1,9 für eingeschoßige, 2,1 Jahre für mehrgeschoßige Objekte). Gemeinnützige Bauvereinigungen errichteten Wohngebäude in durchschnittlich zweieinhalb Jahren, wobei auch hier die Errichtung größerer Entitäten etwas länger dauerte (2,6 Jahre im Schnitt).

Nach der Registerzählung 2011 bis Ende 2018 gemeldete Wohnungsabgänge

Nach der Registerzählung 2011 (Stichtag 31. Oktober) bis zum 31. Dezember 2018 wurden von den Baubehörden insgesamt rund 70.800 Wohnungsabgänge gemeldet (sh. Erläuterungen). Nicht enthalten sind allfällige durch baubehördliche An-, Auf-, Umbautätigkeiten in Wien bedingte Wohnungsabgänge.  
Die meisten der Abbrüche erfolgten in Oberösterreich (fast 19% oder etwa 13.200 Wohnungen ganz Österreichs) gefolgt von Niederösterreich (etwas mehr als 18% oder rund 12.800 absolut) sowie der Bundeshauptstadt (weniger als 16% bzw. ca. 11.200 Entitäten). Mehr als 15% oder knapp über 10.800 Inaktivierungen wurden in der Steiermark vorgenommen, Tiroler Gemeinden meldeten 11% der Abgänge (fast 7.800). In Salzburg waren weniger als 9% oder rund 6.100 Abbrüche zu registrieren. Kärnten und Vorarlberg erreichten hier Anteile um je ein Zwanzigstel, was durchschnittlich jeweils etwa 3.700 Einheiten entsprach. Burgenland weist hier mit mehr als 2% oder 1.600 Wohnungsabgängen den geringsten Wert aus.  
Die meisten Abbrüche wurden im Jahr 2015 veranlasst (17% der Gesamtmasse oder rund 12.000 absolut). 2018 war jener Berichtszeitraum, der den zweithöchsten Stand erreichte (über 16% oder 11.600 Einheiten). Jeweils über 14% bzw. jeweils grob 10.100 Wohnungen wurden in den Jahren 2016 und 2017 abgerissen, jeweils mehr als 12% in den Jahren 2013 und 2014 (jeweils grob 8.800 Entitäten), knapp 11% oder fast 7.700 Abgänge erfolgten 2012. Die unmittelbar nach dem Stichtag der Registerzählung 2011 im selben Jahr noch erfassten Inaktivierungen machten mehr als 2% oder knapp 1.600 Wohnungen aus.  
Aus regionaler Sicht fallen insbesondere die vielen im Jahr 2015 in der Steiermark erfolgten Abgänge auf (mehr als 38% oder über 4.100 aller Wohnungsabbrüche Österreichs in diesem Jahr), welche vermutlich in engem Zusammenhang mit Adressbereinigungen anlässlich der vergangenen regionalen Verwaltungseinheiten- bzw. Gemeindezusammenlegungen standen.

Fortgeschriebener Wohnungsbestand

Ausgehend vom endgültigen Wohnungsbestand der Registerzählung 2011 (Stichtag 31. Oktober), unter Zuzählung der entsprechenden auf- bzw. zugeschätzten Fertigstellungsergebnisse (ausgenommen An-, Auf-, Umbautätigkeiten in Wien) und mit Abzug aller gemeldeten Wohnungsabgänge (unter Ausschluss allfälliger durch baubehördliche An-, Auf-, Umbautätigkeiten in Wien bedingte Wohnungsabgänge) waren mit Ende 2018 ein fortgeschriebener Bestand von rund 4.775.300 Wohnungen zu errechnen.  
Die Bundeshauptstadt Wien erreichte dabei den höchsten Anteil von nicht ganz 22% (ca. 1.032.100 Wohnungen). In Niederösterreich waren es etwas mehr als 19% oder etwa 911.500 Einheiten. 16% oder unwesentlich mehr als 764.100 Wohnungen lagen in Oberösterreich, 14% bzw. fast 669.100 in der Steiermark. Für Tirol ergab die Fortschreibung anteilig einen fast 9%igen Bestandsanteil (rund 413.500 absolut). Kärnten gefolgt von Salzburg erreichten jeweils zwischen mehr als 6 und fast 7% (das waren fast 320.000 in Kärnten bzw. etwa 305.700 in Salzburg). In Vorarlberg waren über 4% bzw. weniger als 198.800 Wohnungen zu ermitteln. Am unteren Ende der regionalen Verteilung findet sich das Burgenland mit einem Bestandsanteil von mehr als 3% oder 160.500 Einheiten.

Ergebnisse im Überblick: 2005 bis 2018 fertiggestellte Wohnungen und Gebäude nach Gebäudeeigenschaften und Art der Bautätigkeit
2005 bis 2018 fertiggestellte Wohnungen nach Gebäudeeigenschaften, Art der Bautätigkeit und Bundesländern
2018 fertiggestellte Wohnungen je 1.000 Einwohner
Nutzflächen 2018 fertiggestellter Wohnungen nach Bundesländern
Wohnräume der 2018 fertiggestellten Wohnungen nach Bundesländern
2018 fertiggestellte Wohnungen nach Bauherrn bzw. Bauherrinnen und Bundesländern
2018 fertiggestellte Wohnungen nach Rechtsverhältnis und Bundesländern ausgenommen Wien
2005 bis 2018 fertiggestellte neue Gebäude nach Gebäudeeigenschaften und Bundesländern
Überbaute Flächen 2018 fertiggestellter neuer Gebäude nach Gebäudeeigenschaften und Bundesländern
Baudauer 2018 fertiggestellter neuer Gebäude nach Bauherrn bzw. Bauherrinnen, Art des Wohngebäudes und Bundesländern
Nach der Registerzählung 2011 bis Ende 2018 registrierte Wohnungsabgänge nach dem Zeitraum der Meldung und nach Bundesländern
Fortgeschriebener Wohnungsbestand zum 31.12.2018 nach Bundesländern

2016 bis 2018 fertiggestellte Wohnungen
2005 bis 2018 fertiggestellte Wohnungen
2016 bis 2018 fertiggestellte neue Gebäude
2005 bis 2018 fertiggestellte neue Gebäude


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