Sozialquote

Im Jahr 2020 betrug der Anteil der Sozialausgaben gemäß Europäischem System der Integrierten Sozialschutzstatistik (ESSOSS) am Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Sozialquote, nach vorläufigen Ergebnissen 34,4%. Der Anstieg der Sozialausgaben lag mit 11,4% aufgrund der COVID-19-Pandemie weit über den bisher verzeichneten Änderungsraten. Das BIP sank 2020 um -5,1% und damit deutlich stärker als in der Finanz- und Euro-Schuldenkrise (2009: -1,9%). In Summe ergab sich daraus eine vorläufige Zunahme der Sozialquote gegenüber dem Vorjahr um 5,1%-Punkte.

Werden die Sozialausgaben um die zum Teil von den Barleistungen zu entrichtende Lohnsteuer und die einbehaltenen Sozialbeiträge reduziert, so erhält man 2018, dem letzten dafür vorliegenden Berichtsjahr, eine um -2,8%-Punkte niedrigere Nettosozialquote (26,4%). Vor der Steuerreform 2016 betrug die Differenz zwischen Nettosozialquote und Sozialquote -3.1%-Punkte (2015). Sozialleistungen, die mit Abzügen ausbezahlt werden, sind v. a. die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall, die Schlechtwetterentschädigung im Baugewerbe, Pensionen und das Krankengeld, während Familienleistungen in voller Höhe gewährt werden.

Ergebnisse im Überblick: Sozialquote
Nettosozialquote 2007 bis 2018

Infografik Sozialausgaben 2020


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