Sozialquote

Im Jahr 2019 betrug der Anteil der Sozialausgaben gemäß Europäischem System der Integrierten Sozialschutzstatistik (ESSOSS) am Bruttoinlandsprodukt (BIP) – ausgedrückt durch die Sozialquote –nach vorläufigen Ergebnissen 29,0%. Der Anstieg der Sozialausgaben lag in den Jahren 2008 bis 2010 sowie von 2012 bis 2016 aufgrund der Finanz- und Euro-Schuldenkrise meist deutlich über dem BIP-Wachstum und lag in den übrigen Jahren darunter.

Reduziert man die Sozialausgaben um die zum Teil von den Barleistungen zu entrichtende Lohnsteuer und die einbehaltenen Sozialbeiträge, so erhält man eine um -2,7%-Punkte niedrigere Nettosozialquote (2017: 26,7%). Vor der Steuerreform 2016 betrug die Differenz zwischen Nettosozialquote und Sozialquote -3.1%-Punkte (2015). Sozialleistungen, die mit Abzügen ausbezahlt werden, sind v. a. die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall, die Schlechtwetterentschädigung im Baugewerbe, Pensionen und das Krankengeld, während Familienleistungen in voller Höhe gewährt werden.

Da es sich um Quoten handelt, sind in den jeweiligen Zeiträumen sowohl die Entwicklung der einzelnen Leistungen als auch die Veränderungen des BIP zu berücksichtigen. Zu beachten ist auch, dass die BIP-Daten vor 1995 auf Basis des ESVG 1995 und jene ab 1995 auf Basis des ESVG 2010 berechnet wurden, was einen Zeitreihenbruch in der Sozialquote 1995 zur Folge hat.

Ergebnisse im Überblick: Sozialquote
Nettosozialquote 2007 bis 2017


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