Demographie

Insgesamt lebten 2018 im Jahresdurchschnitt rund 8,84 Millionen Menschen in Österreich, darunter 4,49 Millionen Frauen und 4,32 Millionen Männer. Der Frauenanteil an der Gesamtbevölkerung betrug somit 50,8%. Allerdings ergibt sich der höhere Frauenanteil nicht in allen Altersjahren gleichermaßen. Im langjährigen Durchschnitt werden etwa 5% mehr Knaben als Mädchen geboren, so dass der Anteil der Mädchen bei den Kindern und Jugendlichen unter 15 Jahren nur rund 48,6% beträgt. Im Alter von 15 bis unter 60 Jahren ist das Verhältnis zwischen Männern und Frauen insgesamt weitgehend ausgeglichen (Frauenanteil: 49,5%). Erst mit steigendem Lebensalter verändert sich durch die höhere Lebenserwartung der Frauen die Geschlechterproportion immer stärker zugunsten des weiblichen Geschlechts. So lag der Frauenanteil 2018 bei den 60- und Mehrjährigen bei 55,5% und bei den 75-Jährigen und Älteren sogar bei 60,1%. Die Zahl älterer Männer wird auch weiterhin stärker ansteigen als die Zahl älterer Frauen, da die Männer bei der Lebenserwartung aufholen und von Kriegsverlusten verschont gebliebene Generationen in höhere Alter nachrücken.

Auch der – durch einen Rückgang der Geburtenzahlen in den letzten Jahrzehnten und einen stetigen Anstieg der Lebenserwartung hervorgerufene – Anstieg des Durchschnittsalters ist sowohl bei Männern als auch bei Frauen deutlich ablesbar. Anfang der 1960er-Jahre lag das Durchschnittsalter der Männer bei 34,6 Jahren und jenes der Frauen bei 38,2 Jahren. Gegenwärtig beträgt das Durchschnittsalter 41,4 Jahre für Männer bzw. 44,0 Jahre für Frauen, wobei bis zum Jahr 2050 ein weiterer Anstieg des Durchschnittsalters bei beiden Geschlechtern um rund vier Jahre prognostiziert wird.

In den vergangenen Jahrzehnten ist auch die Lebenserwartung deutlich gestiegen. Im Jahr 2018 lag die Lebenserwartung von Frauen um 4,7 Jahre über jener der Männer. In Zahlen ausgedrückt betrug die Lebenserwartung der Frauen erstmals 84,0 Jahre und jene der Männer 79,3 Jahre. Im Vergleich lebten Frauen im Jahr 1960 bei einer Lebenserwartung von 71,9 Jahren um 6,5 Jahre länger als Männer mit einer Lebenserwartung von 65,4 Jahren. Somit schließt sich die Schere zwischen den Geschlechtern.

Analysen zur Lebenserwartung nach Bildungsgruppen (PDF, 680KB) zeigen zudem, dass der Einfluss des Bildungsniveaus bei Männern deutlich stärker ist als bei Frauen. Die Lebenserwartungs-Differenz zwischen Personen mit Hochschul- und Pflichtschulbildung lag 2011/12 bei den Männern bei 7,0 Jahren und 2,8 Jahren bei den Frauen. Dieser Unterschied vergrößerte sich seit 2001/02 bei den Männern und blieb bei den Frauen gleich.