Ausstattung der privaten Haushalte

Die Ausstattung der privaten Haushalte gibt Aufschluss über den Lebensstandard der Haushalte in Österreich. Unter Ausstattung der Haushalte werden dauerhafte Konsumgüter wie elektronische Haushalts-, Kommunikations- und Unterhaltungsgeräte gezählt. Das Vorhandensein von Kraftfahrzeugen und Fahrräder im Haushalt wird ebenso berücksichtigt, wie die Abdeckung der Haushalte mit Versicherungen.

Von Beginn der 70er Jahre bis Anfang der 90er Jahre wurden die Ausstattung privater Haushalte mit dauerhaften Konsumgütern sowie Indikatoren zum Lebensstandard im Rahmen von Mikrozensus-Sonderprogrammen regelmäßig erhoben. Da diese Lebensstandardindikatoren in Zusammenhang mit den Ausgaben und dem Einkommen der Haushalte als Zusatzinformation wesentlich sind, wurden sie ab 1999/2000 in das Frageprogramm der Konsumerhebung integriert.

Auch im Rahmen von EU-SILC werden Ausstattungskriterien erhoben (vgl. dazu unter Armut und soziale Eingliederung die Tabellen 2.1a bis 2.2b im aktuellen Tabellenband des Berichts "Armuts- und Ausgrenzungsgefährdung in Österreich. Ergebnisse aus EU-SILC"). Weitere Informationen zur Computer- bzw. Internetznutzung liefert die Erhebung über den Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) in privaten Haushalten.

Ausstattung der privaten Haushalte 2014/15

Die aktuellen Daten zur Ausstattung der privaten Haushalte stammen aus der Konsumerhebung 2014/15. Die vorliegenden Tabellen zeigen auf der einen Seite eine stabile Entwicklung bei der Ausstattung mit beispielsweise Haushaltsgeräten, auf der anderen Seite lassen sich neue Trends – beispielsweise bei den modernen Kommunikationstechnologien – beobachten.

Mobilität

2014/15 besitzen 77% aller Haushalte zumindest ein Auto. Während in ländlichen Gebieten bis zu 88% der Haushalte über einen Wagen verfügen, sind es in Wien nur 55%. Die meisten Autobesitzer finden sich in Niederösterreich, Oberösterreich und Vorarlberg (88% bzw. je 84%). Gänzlich auf ein Kraftfahrzeug verzichten 21% der Haushalte in Österreich.

Gegenüber 2009/10 ist die Veränderung bei der Ausstattung der Haushalte sowohl mit Autos als auch mit Motorrädern oder Mopeds stabil geblieben. Zugelegt hat hingegen der Ausstattungsgrad mit Fahrrädern: So verfügten 2004/05 rund 68% der Haushalte über ein Fahrrad, 2009/10 waren es 76%, und 2014/15 sind es mit 77% mehr als drei Viertel aller Haushalte in Österreich.

Kommunikation

Bei Festnetztelefonanschlüssen hält der ab Ende der 90er Jahre zu beobachtende Rückgang an: Verfügten vor zehn Jahren noch 71% der Haushalte über einen Festnetzanschluss, so waren es 2009/10 nur mehr 59%. 2014/15 beträgt der Anteil der Haushalte, die einen Festnetzanschluss besitzen, nur mehr 43%.

Zuwachsraten sind weiterhin bei der Mobiltelefonie festzustellen, während 2004/05 bereits rund 80% der Haushalte die Möglichkeit nutzten mobil zu telefonieren, waren es 2009/10 91% der privaten Haushalte. 2014/15 sind es bereits 95% der Haushalte in Österreich.

Bemerkenswert bleibt der Anstieg jener Haushalte, die über einen Internetanschluss verfügen: 2009/10 hatten bereits mehr als zwei Drittel der Haushalte Zugang zum World-Wide-Web. 2014/15 weisen 80% der Haushalte einen Internetzugang auf.

Vorsorge

Die Zahl jener Haushalte, die sich mittels Lebensversicherung und Pensionsvorsorge absichern, ist gegenüber 2009/10 gesunken. Ebenso lässt sich diese Entwicklung bei Kranken-/Unfallversicherungen verzeichnen: In 52% der Haushalte hat mindestens eine Person im Haushalt auf diese Weise vorgesorgt (2009/10: 55%). Jedoch ist 2014/15 ein Anstieg bei der Abdeckung mit Kreditkarten festzustellen. 53% der Haushalte verfügen über diese Form des Zahlungsmittels.

Ergebnisse im Überblick: Ausstattungsgrad der Haushalte
Ausstattungsgrad der Haushalte - Bundesländerergebnisse 2014/15
Mobilität der privaten Haushalte 2004/05
Mobilität der privaten Haushalte 2009/10
Mobilität der privaten Haushalte 2014/15


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