Monitoring der UN Agenda 2030

Internationale Entwicklung

  • Die Inter-Agency and Expert Group on SDG Indicators (IAEG-SDGs) wurde mit der Ausarbeitung eines globalen SDG-Indikatorenrahmenwerks betraut. Eine formelle Einigung auf ein globales Indikatorenset als Bestandteil der Resolution „Work of the Statistical Commission pertaining to the 2030 Agenda for Sustainable Development“ erfolgte im Rahmen der 48. Tagung der Statistikkommission der Vereinten Nationen (UNSC) 2017. Die Resolution wurde in weiterer Folge durch den Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen (ECOSOC) sowie durch die UN Generalversammlung am 7. Juli 2017 verabschiedet. Für Europa in der IAEG-SDGs vertreten sind: Frankreich, Deutschland, Niederlande und Schweden.
  • Die offizielle Liste der Indikatoren zur Agenda 2030 enthält nun 244 Indikatoren (bzw. 232 Indikatoren mit teilweiser Mehrfachnennung).
  • Durch diese Indikatoren soll es möglich sein, festzustellen, ob die beabsichtigten Verbesserungen tatsächlich eintreten, bzw. wo möglicherweise noch größere Anstrengungen erforderlich sind. Auf nationaler Ebene sollen unabhängige Statistikinstitute wie Statistik Austria eine Schlüsselrolle beim begleitenden Monitoring der SDGs einnehmen.
  • Für die statistischen Systeme werden auf nationaler und internationaler Ebene Investitionen nötig sein, um die größten Datenlücken zu schließen.
  • Eine strategische Führung im Aufbau statistischer Kapazitäten und in der Koordinierung von Partnerschaften zur Schließung von Datenlücken nimmt die High-level Group for Partnership, Coordination and Capacity-Building for statistics for the 2030 Agenda for Sustainable Development (HLG-PCCB) ein. Ihr fällt auch die Aufgabe der Konsistenzprüfung zwischen globalem und nationalem Reporting und Monitoring zu. In der HLG-PCCB sind folgende Länder für Europa vertreten: Italien, Ungarn, Dänemark und Schweiz.

Regionale Entwicklung

  • In den am 20. Juni 2017 vom EU Rat angenommenen Council Conclusions zu „Eine nachhaltige Zukunft für Europa: Reaktion der EU auf die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung“ (PDF, 210 KB) wird festgehalten, dass die EU und ihre Mitgliedstaaten fest entschlossen sind, die Agenda 2030 vollständig umzusetzen und die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung zu verwirklichen. In den Schlussfolgerungen ist die Reaktion der EU auf die Agenda 2030 und der von ihr verfolgte Ansatz für die Umsetzung der Agenda auf EU-Ebene dargelegt. Auch die nächsten Schritte, die erforderlichen Mittel und Ressourcen, die Art und Weise einer möglichen Einbeziehung verschiedener Interessenträger und Maßnahmen zur künftigen Überwachung und Überprüfung kommen darin zur Sprache.
  • Weil gerade für die Europäische Union bereits viele gemeinsame Zielvorgaben existieren, die durch statistische Indikatoren überwacht werden, wurde das Monitoring der SDGs auf europäischer Ebene (bzw. auch mit der OECD) abgestimmt. Auf EU-Ebene erfolgt eine Orientierung an den 17 Zielen (Goals) (und nicht an den Unterzielen (Targets)), mit dem Fokus auf europäische Rahmenbedingungen. Einen umfassenden Überblick über die SDGs in der EU bietet der Bereich „Indikatoren der Nachhaltigen Entwicklung“ von Eurostat.
  • Im November 2017 wurde der erste »Monitoring Report Überprüfung der Fortschritte bei der Verwirklichung der SDG im EU-Kontext« publiziert.
  • Eine erste Tabelle des von Eurostat – in einem Abstimmungsprozess mit den Nationalstaaten – entwickelten Indikatorensets wurde Ende Mai 2017 auf der Eurostat-Homepage ebenfalls unter dem Bereich »Indikatoren der Nachhaltigen Entwicklung« veröffentlicht.
  • Für die EU hat Eurostat 2016 den Bericht “Sustainable development in the European Union – A statistical glance from the viewpoint of the UN Sustainable Development Goals” veröffentlicht. Die Publikation bietet einen Überblick über die Situation der EU und ihrer Mitgliedstaaten bei der nachhaltigen Entwicklung und ist entsprechend den 17 Zielen der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung gegliedert. Der Bericht enthält 51 Indikatoren, die vorwiegend aus bestehenden Indikatorensets (wie Europa 2020) stammen.

Nationale Entwicklung

  • Statistik Austria hat in Abstimmung mit der europäischen Ebene im Jahr 2017 ein erstes nationales Indikatorenset erstellt. Enthalten sind je nach Datenverfügbarkeit Zeitreihen der nationalen Daten beginnend mit dem Berichtsjahr 2010.
  • Die Darstellung der Indikatoren orientiert sich nach Targets und folgt möglichst eng den UN-Indikatorenvorgaben unter Berücksichtigung der Datenvorgaben des Europäischen Statistischen Systems.
  • Eine erste Fassung der nationalen Indikatoren ist seit Dezember 2017 auf der Webseite von Statistik Austria abrufbar (im Karteireiter „Tabellen“). Das Indikatorenset wird laufend erweitert und überarbeitet werden. Einerseits sind noch Indikatoren in Entwicklung, andererseits können auch weitere Indikatoren, welche bisher nicht berücksichtigt wurden, einfließen. Zudem sollen zukünftig Disaggregierungen der Daten (z.B. nach Geschlecht) vorgenommen werden. Dies folgt den Vorgaben auf UN-Ebene, wo ebenfalls weitere Anpassungen innerhalb des vorgeschlagenen Indikatorensets geplant sind.
Ziel 01 - Keine Armut - Indikatoren
Ziel 02 - Kein Hunger - Indikatoren
Ziel 03 - Gesundheit und Wohlergehen - Indikatoren
Ziel 04 - Hochwertige Bildung - Indikatoren
Ziel 05 - Geschlechtergleichheit - Indikatoren
Ziel 06 - Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen - Indikatoren
Ziel 07 - Bezahlbare und saubere Energie - Indikatoren
Ziel 08 - Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum - Indikatoren
Ziel 09 - Industrie, Innovation und Infrastruktur - Indikatoren
Ziel 10 - Weniger Ungleichheit - Indikatoren
Ziel 11 - Nachhaltige Städte und Gemeinden - Indikatoren
Ziel 12 - Nachhaltige/r Konsum und Produktion - Indikatoren
Ziel 13 - Maßnahmen zum Klimaschutz - Indikatoren
Ziel 14 - Leben unter Wasser - Indikatoren
Ziel 15 - Leben an Land - Indikatoren
Ziel 16 - Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen - Indikatoren
Ziel 17 - Partnerschaften zur Erreichung der Ziele - Indikatoren

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Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung in Österreich – SDG‑Indikatorenbericht; Vorläufiger Bericht

Erscheinungsdatum: 03/2020

 
 

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