Pressemitteilung: 12.487-078/21

Pkw-Neuzulassungen im 1. Quartal 2021 um 16,2% gestiegen; März-Ergebnisse erreichen fast Vor-Corona-Niveau

Wien, 2021-04-12 – Die Neuzulassungen von Personenkraftwagen (Pkw) haben laut Statistik Austria im 1. Quartal 2021 gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 16,2% auf 63.522 Fahrzeuge zugenommen, wobei die positive Entwicklung auf den deutlichen Anstieg im März zurückzuführen war (+177,1% auf 29.526 Pkw; Jänner: -38,4%, Februar: -5,7%). Damit lagen die Pkw-Neuzulassungszahlen im März 2021 nur 7,6% unter dem Wert vom März 2019 (31.958). Im März 2020 wurden aufgrund coronabedingter Betriebsschließungen um 66,7% weniger Pkw-Neuzulassungen gemeldet (10.654) als im März 2019. Insgesamt wurde von Jänner bis März 2021 mit 90.039 neu zugelassenen Kraftfahrzeugen (Kfz) ein Plus von 25,7% erreicht. Davon entfielen 70,5% auf neu zugelassene Pkw (Jänner bis März 2020: 76,3%).

"Die Zahl neu zugelassener Pkw ist zum ersten Mal seit September 2020 wieder kräftig gestiegen und nähert sich damit dem Vorkrisenniveau an. Im März 2021 wurden fast dreimal so viele Pkw neu zugelassen wie im März des Vorjahres, in dem der erste harte Lockdown auch den Automobilhandel ausgebremst hatte. Zuwächse im dreistelligen Bereich gab es im März bei alternativ betriebenen Pkw, die 32,4% der Neuzulassungen ausmachten", so Statistik Austria-Generaldirektor Tobias Thomas.

Starke Zuwächse wurden bei rein elektrischen Pkw (6.620, +172,7%), Benzin-Hybrid-Pkw (10.483, +138,3%) und bei Diesel-Hybrid-Pkw (3.462, +188,3%) beobachtet. Es wurden aber auch mehr benzinbetriebene Pkw zugelassen (26.639, +5,6%). Rückläufig waren hingegen die Neuzulassungen von dieselbetriebenen Pkw (16.291, -23,6%). Der Anteil an neu zugelassenen Pkw mit rein elektrischem Antrieb lag bei 10,4% und hat sich im Vergleich zum Vorjahr (4,4%) mehr als verdoppelt.

Die Marken VW (10.197 Pkw, Anteil 16,1%), Skoda (5.735 Pkw, Anteil 9,0%) und Seat (5.174 Pkw, Anteil 8,1%) erreichten im 1. Quartal 2021 einen Marktanteil von insgesamt 33,2%. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verzeichneten alle Top-10-Marken Zuwächse (Audi +44,3%, Ford +34,7%, Fiat +29,2%, Seat +24,9%, VW +16,2%, Renault +13,8%, Mercedes +8,6%, Skoda +8,0%, BMW +5,6%, Opel +3,5%).

Auf dem Nutzfahrzeugmarkt konnten in allen Bereichen Zuwächse bei den Neuzulassungen im 1.  Quartal beobachtet werden. Es wurden mehr Lastkraftwagen (Lkw) der Klasse (Kl.) N1 (11.783, +46,0%), Lkw der Kl. N2 (92, +31,4%), Lkw der Kl. N3 (861, +18,4%) und Sattelzugfahrzeuge (811, +22,0%) zugelassen. Mit 2.070 Neuzulassungen erreichten land- und forstwirtschaftliche Zugmaschinen ein Plus von 39,9%. Ebenfalls positiv entwickelten sich die Zulassungszahlen von Wohnmobilen mit 905 Fahrzeugen und einem Plus von 239,0% im Vergleich zu Jänner bis März 2020.

Bei den Zweirädern erreichten Motorräder mit 5.726 neu zugelassenen Fahrzeugen einen Zuwachs von 83,6% im Vergleich zum 1. Quartal 2020. Es wurden auch mehr Neuzulassungen bei den Motorfahrrädern registriert (2.526, +91,4%).

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Informationen zur Methodik, Definitionen: Die Kfz-Zulassungs- bzw. Bestandsstatistik von Statistik Austria ist eine Sekundärstatistik, die auf Basis der vom Verband der Versicherungsunternehmen Österreichs (VVO) täglich an Statistik Austria übermittelten Datenfiles erstellt wird. Der VVO erhält die Daten von den durch die Zulassungsbehörden beliehenen Zulassungsstellen der Versicherungen, die für die Zulassung, Abmeldung und Berichtigung von Kraftfahrzeugen und Anhängern verantwortlich sind. 
Im Rahmen der Kfz-Neuzulassungsstatistik werden alle Neuzulassungen erhoben, das sind alle fabrikneuen Zulassungen, unabhängig von der Dauer der Anmeldung (auch sogenannte Kurzzulassungen, z. B. Tageszulassungen).

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