Österreich innerhalb der EU

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Das Kapitel Österreich innerhalb der EU präsentiert zahlreiche Wirtschafts- und Sozialdaten, die gemeinsam ein umfassendes Bild über die Struktur und Gesamtwirtschaft Österreichs und aller Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (EU-28) liefern. Zur Verfügung stehen Eckdaten ab dem Jahr 1995 zu vielen interessanten Themen im EU-Vergleich bis zu den derzeit eingelagerten Jahresdaten 2016 (abhängig von den zugrunde liegenden Statistiken, aus denen die einzelnen Merkmale entnommen wurden; siehe diesbezüglich auch die „Besonderen Hinweise zu den Daten“ unter dem Reiter Hinweise/Hilfe).

Wenn Sie an aktuellen Konjunkturdaten im Europäischen Vergleich interessiert sind, dürfen wir Sie auf die „Wichtigen Europäischen Wirtschaftsindikatoren“ verweisen.

Unter den 28 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union zählte Österreich im Jahr 2016 mit einer Fläche von 83.879 km² und einer Bevölkerung von 8.690.076 zu den kleineren Ländern der EU-28, welche 2016 auf einer Fläche von 4,5 Mio. km² eine Heimat für etwas mehr als 510 Mio. Europäer bot. Die Bevölkerungsdichte beträgt in Österreich 104 Personen pro km² und befindet sich damit unter dem Durchschnitt der EU-28 von 114. Das österreichische Bevölkerungswachstum von 1995 bis 2016 liegt mit 9,4% über dem Durchschnitt der EU-28 (5,9%) und deutlich über jenem von Deutschland (0,8%). Spitzenreiter hinsichtlich Bevölkerungszuwächse sind Luxemburg (42,1%), Zypern (31,4%), sowie Irland (31,3%). Ein deutlicher Bevölkerungsrückgang ist in den Mitgliedsstaaten Lettland, Litauen, Bulgarien und Rumänien (Abnahmen zwischen 13% und 21%) zu verzeichnen.

Österreich erzielte 2016 mit einem Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Einwohner von 40.400 Euro den sechsten Rang der Mitgliedsstaaten mit dem höchsten BIP pro Einwohner. An erster Stelle lag Luxemburg mit einem BIP pro Einwohner von 90.700 Euro, gefolgt von Irland mit 58.800 und Dänemark mit 48.400 Euro, das Schlusslicht bildete Bulgarien mit 6.800 Euro pro Einwohner. Im Durchschnitt der EU-28 betrug das BIP pro Einwohner 29.000 Euro. Mit einem Plus von 5,5 Prozent konnte Malta das höchste positive Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts innerhalb der Europäischen Union im Jahr 2016 verzeichnen, gefolgt von Irland (+5,1%), Rumänien (+4,8%) und Bulgarien (+3,9%). Österreich erzielte ein Wachstum von +1,5% und lag damit unter dem Durchschnitt der EU-28 und der Eurozone von +1,9% bzw. +1,8%.

In der „Strategie Europa 2020“ der EU-Kommission wird als eines der Kernziele angestrebt, dass im Jahr 2020 3% des BIP der EU für Forschung und Entwicklung (F&E) aufgewendet werden soll. Die österreichische Forschungsquote liegt 2015 - dem letzten Jahr, für welches internationale Vergleichszahlen für die nationalen Forschungsquoten verfügbar sind - mit 3,12% hinter Schweden (3,26%) an zweiter Stelle. Danach folgen Dänemark (3,03%), Finnland (2,90%) und Deutschland (2,87%). Die durchschnittliche Forschungsquote der EU28 betrug 2015 2,03%.

Die Inflationsrate des HVPI der Eurozone betrug im Jahr 2016 0,2% und stieg damit gegenüber dem Vorjahr (2015: 0,0%). In Österreich lag die Inflationsrate mit 1,0% (2015: 0,8%) höher als in der Euro- als auch der EU-28-Zone mit 0,2% bzw. 0,3%. Hinsichtlich des öffentlichen Schuldenstandes bewegt sich Österreich im Jahr 2016, trotz neuerlicher Überschreitung der 80%-Marke im europäischen Mittelfeld: der öffentliche Schuldenstand betrug 84,6% des BIP (2014: 85,5%) und lag damit über dem Durchschnitt der EU-28 von 83,5%; Griechenland und Italien weisen die höchsten Schuldenstände in der EU auf (179,0% bzw. 132,6%). Mit einem öffentlichen Defizit von 1,6% des BIP im Jahr 2016 lag Österreich knapp über dem Defizit der Eurozone (-1,5%), aber knapp unter dem EU28-Durchschnitt von -1,7%. Im Jahr 2016 haben 24 EU-Mitgliedsstaaten das Maastricht-Kriterium eines Defizits von unter 3% erfüllt, darunter auch Österreich. Spanien und Frankreich bildeten mit einem öffentlichen Defizit von 4,5% bzw. 3,4% das Schlusslicht der EU. Hinsichtlich der wichtigsten Arbeitsmarktdaten schneidet Österreich gut ab. Mit einer Erwerbstätigenquote von 71,5% überschritt Österreich im Jahr 2016 deutlich den Durchschnitt der EU-28 mit 66,6%, die Arbeitslosenquote 2016 von 6,0% lag ebenfalls markant unter dem Durchschnitt der EU-28 von 8,6% und lag damit an siebter Stelle innerhalb der Europäischen Union. Die höchste Erwerbstätigenquote wurde 2016 in den Schweden mit 76,2%verzeichnet. Unter sehr hohen Arbeitslosenquoten litten 2016 Griechenland (23,6%), Spanien (19,6%)sowie Kroatien (13,1%), während ebenfalls Griechenland (52,0%) gefolgt von Kroatien (56,9%) die niedrigsten Erwerbstätigenquoten aufwiesen.

Die Konsumausgaben der Haushalte nominell je Einwohner betrugen im Jahr 2016 in Österreich 20.400 Euro. Damit lag Österreich hinter Luxemburg (26.100 Euro), dem Vereinigten Königreich (23.000 Euro), Dänemark (22.300 Euro) und Finnland (20.600 Euro)an fünfter Stelle. Im Jahr 2016 stiegen Österreichs Konsumausgaben der Haushalte je Einwohner im Vergleich zum Vorjahr um 1,5%. Die größten Zuwächse gegenüber 2015 verzeichneten Litauen (+7,5%) und Rumänien (+6,1%). Im Vereinigten Königreich kam es 2016 zu einem Rückgang von 8,0% gegenüber dem Vorjahr.

Im Tourismus lag Österreich 2015 mit 600.342 Betten in Hotels und ähnlichen Betrieben (somit ohne Privatquartieren und private Ferienwohnungen bzw. -häuser) im Vergleich der EU-28 an der 6. Stelle. Italien führte 2015 innerhalb der EU mit einem Bettenangebot von 2,3 Mio., gefolgt von Spanien mit 1,9 Mio. und Deutschland mit 1,8 Mio. Betten.

Der österreichische Außenhandel ist ein überaus wichtiger Faktor der heimischen Wirtschaft und Motor der Konjunktur. Als kleine offene Marktwirtschaft entwickelte Österreich einen weit verzweigten und hoch differenzierten Außenhandel. Nach endgültigen Ergebnissen wurden im Jahr 2016 Waren im Wert von 135,7 Mrd. Euro eingeführt bzw. Waren im Wert von 131,1 Mrd. Euro in andere Länder ausgeführt. Den höchsten Anteil am Handel der Mitgliedsstaaten innerhalb der EU-28 belegte 2016 naturgemäß Deutschland mit 20,8% an den Eingängen und 22,7% an den Versendungen, Österreich trug jeweils 3,7% bzw. 3,1% zum Intrahandel bei. Im Handel der EU-28 mit Drittstaaten ergibt sich ein ähnliches Bild: Deutschland, einfuhrseitig gefolgt vom Vereinigten Königreich und den Niederlanden, ausfuhrseitig gefolgt vom Vereinigten Königreich und Italien, trug 2016 am meisten zu den Ein- und Ausfuhren mit Drittstaaten außerhalb der EU-28 bei, während der österreichische Einfuhranteil 1,8% und der Ausfuhranteil 2,3% betrug.

Betrachtet man die Entwicklung des energetischen Endverbrauchs seit 1995 bis 2015, so ist für Österreich eine Zunahme von 28,3% zu beobachten. Im Durchschnitt verzeichneten die Länder der EU-28 einen Rückgang von 2,9%. Steigerungsraten von über 25% wurden, außer Österreich, bei Irland (40,7%) und Luxemburg (28,5%) registriert, während der energetische Endverbrauch in Bulgarien um 16,7% bzw. in Rumänien um 18,8% deutlich zurückgegangen ist. Der energetische Endverbrauch pro Einwohner beträgt im Jahr 2015 für die Länder der EU-28 89,1 Gigajoule. Angeführt wird die Liste von Luxemburg (296,6 GJ), Finnland (184,9 GJ) und Schweden (136,4 GJ). Österreich ist mit einem energetischen Endverbrauch von 126,7 Gigajoule pro Kopf an 5. Stelle zu finden und liegt damit um 37,6 Gigajoule über dem EU-28 Durchschnitt.

Bei der Abfrage, Auswertung und Interpretation der einzelnen Daten, ersuchen wir Sie auch die Besonderen Hinweise zu den Daten (Reiter „Hinweise/Hilfe“) zu beachten. Detaillierte Ergebnisse und Informationen zu einzelnen Statistiken erhalten Sie im Zweig Statistiken.

Wichtige wirtschaftliche Eckdaten im EU-Vergleich
Ranking der EU-Mitgliedsstaaten nach ausgewählten Merkmalen,
Top 3 im Vergleich mit EU28 und Österreich
Bevölkerung und Arbeitsmarkt im EU-Vergleich

Reales Wirtschaftswachstum seit 1996 im EU-Vergleich
Energie Bruttoinlandsverbrauch pro Kopf im europäischen Vergleich
Veränderung des Energie Bruttoinlandsverbrauch von 1995 auf 2017 im europäischen Vergleich
Bruttonationaleinkommen je Einwohner nominell seit 1995 im EU-Vergleich
Arbeitslosenquoten im EU-Vergleich seit 2002
Zahl der Betten in Hotels und ähnlichen Betrieben 2017 je 1.000 Einwohner EU-28


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