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In Österreich sind 2018 30.365 Unternehmen in diesem auch „Sachgüterbereich“ genannten Wirtschaftsbereich tätig. Der Schwerpunkt der Aktivitäten liegt naturgemäß im Bereich „Herstellung von Waren“ (ÖNACE 2008-Abschnitt C). Hier waren 2018 allein 25.637 Unternehmen tätig, die mit 655.875 Beschäftigten Umsatzerlöse von 205,0 Mrd. Euro erzielten.

Auch im gesamten Industriebereich ist wie bei den Bau- und Dienstleistungsbranchen die überwiegend kleinbetriebliche Struktur deutlich erkennbar. Mehr als drei Viertel (75,3%) aller Unternehmen arbeiten mit weniger als 10 Beschäftigten. Die Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien liegt im Abschnitt Herstellung von Waren (ÖNACE 2008: Abschnitt C) 2018 bei 89,7% und hat sich damit seit 2003 (41,4%) mehr als verdoppelt. Mit 5,1% zeigt das Wirtschaftswachstum in der Industrie (ÖNACE 2008: Abschnitte B-E) 2018 das dritte Jahr in Folge eine deutliche Steigerung (2017: +4,8%; 2016: 4,2%) nach moderaten Steigerungen in den Jahren zuvor. Die Arbeitslosenzahlen sank 2018 mit -19,2% zum zweiten Mal in Folge deutlich (2017: -20,7%).

Wenn Sie an aktuellen Konjunkturdaten zu Industrie, Bau, Handel und Dienstleistungen im Europäischen Vergleich interessiert sind, dürfen wir Sie auf die Eurostat Webseite zu „Short-term business statistics“ verweisen.

Betrachtet man die Gesamtzahl der Unternehmen (siehe: Branchendaten nach Wirtschaftszweigen), waren 2018 die meisten Industrieunternehmen (ÖNACE 2008: Abschnitte B-E) in der Branche „Herstellung von Metallerzeugnissen“ (3.872 Unternehmen) tätig, gefolgt von der „Herstellung von Nahrungs- und Futtermittel“ (3.540 Unternehmen) sowie der Branche „Herstellung von Möbeln“ mit 3.164 Unternehmen. Die Abteilung „Maschinenbau“ bot mit 85.219 Beschäftigten im Jahresdurchschnitt den meisten Personen im Sachgüterbereich einen Arbeitsplatz, vor der Branche „Herstellung von Metallerzeugnissen“ mit rund 79.648 Beschäftigten. Die mit Abstand höchste Beschäftigungsintensität je Unternehmen zeigte sich in den Branchen „Metallerzeugung und -bearbeitung“ und „Kokerei und Mineralölverarbeitung“ mit durchschnittlich 266 bzw. 270 Beschäftigten pro Unternehmen. Die höchsten Umsatzerlöse erzielten die Branchen „Energieversorgung“ mit 45,8 Mrd. Euro, „Maschinenbau“ mit 24,8 Mrd. Euro und „Herstellung von Kraftwagen und -teilen“ mit 18,5 Mrd. Euro. Mit einer steigenden Exportintensität im Jahr 2019 auf 57,5% (2012: 51,5%) gilt der Export nach wie vor als Motor der heimischen Industriekonjunktur.

A Innerhalb der einzelnen Bundesländer (siehe: Branchendaten nach Bundesländern) zeigt sich folgendes Bild: Die meisten Industriebetriebe (ÖNACE 2008: Abschnitte B-E) waren 2018 in Oberösterreich (6.382 Betriebe) und in Niederösterreich (5.941 Betriebe) angesiedelt, das Schlusslicht bildet das Burgenland mit 1.066 Industriebetrieben. Der Großteil der Industriebetriebe ist im ÖNACE 2008-Abschnitt C „Herstellung von Waren“ angesiedelt österreichweit sind 83,5% Industriebetriebe in diesem Bereich tätig. Betrachtet man die Betriebserlöse pro Betrieb im österreichischen Durchschnitt, der 2018 für die ÖNACE 2008-Abschnitte B bis S (ohne 94 u. 96) rund 2,3 Mio. Euro betrug, so lagen diese im Bereich Herstellung von Waren bei 6,9 Mio. Euro pro Betrieb. Regional betrachtet konnte diesen Wert Oberösterreich mit 9,1 Mio. Euro deutlich übertreffen, gefolgt von Steiermark mit 7,9 Mio. Euro und Niederösterreich mit 8,1 Mio. Euro. Im Wirtschaftsbereich Energieversorgung (ÖNACE 2008: Abschnitt D) lagen die Betriebserlöse pro Betrieb sogar bei 17,9 Mio. Euro, deutlich über diesem Wert lag Wien mit erwirtschafteten 235,1 Mio. Euro pro Betrieb. Auch die Jahresbruttolöhne und -gehälter je unselbständig Beschäftigtem, welche im Österreichschnitt (ÖNACE 2008: Abschnitte B-N; Abt. 95) 37.731 Euro betrugen, wurden 2018 von der Energieversorgung angeführt und lagen mit 64.483 Euro österreichweit an der Spitze, wobei der Verdienst in Wien mit 68.554 Euro in dieser Branche am höchsten war. Im Bereich Herstellung von Waren (ÖNACE 2008: Abschnitt C) lagen die durchschnittlichen Gehälter pro unselbständig Beschäftigtem bei 46.117 Euro. Hier dominierte ebenfalls Wien mit 51.736 Euro pro unselbständig Beschäftigtem, während im Burgenland das Durchschnittsgehalt bei nur 37.083 Euro lag.

Im EU-Vergleich (siehe: Branchendaten im EU-Vergleich) zeigt sich, dass 2017 im Industriebereich (ÖNACE 2008: Abschnitte B-E) die rund 2,3 Mio. Unternehmen in den 28 EU-Staaten mit ihren rund 34,5 Mio. Beschäftigten Umsatzerlöse pro Beschäftigtem von ca. 1.847.694 Euro erzielten und pro unselbständig Beschäftigtem einen durchschnittlichen jährlichen Personalaufwand von rund 178.100 Euro aufwiesen. Im Gegensatz dazu erzielten im Berichtsjahr 2017 die rund. 30.500 österreichischen Industrieunternehmen mit insgesamt 695.100 Beschäftigten Umsatzerlöse von 239,6 Mrd. Euro. Daraus ergibt sich ein durchschnittlicher Umsatzerlös pro Beschäftigtem von 2.317.365 Euro, womit Österreich deutlich über dem EU-Durchschnitt liegt. Der Personalaufwand für die 672.320 unselbständig Beschäftigten schlug sich mit 39,4 Mrd. Euro zu Buche, daraus ergibt sich ein jährlicher Personalaufwand pro unselbständig Beschäftigtem von 261.850 Euro, womit auch hier Österreich über dem EU-Durchschnitt rangiert.

Der Verlauf des Produktionsindex (ÖNACE 2008: Abschnitte B-E) zeigt für 2019 einen Zuwachs von +0,4% im Vergleich zum Vorjahr. Nach deutlichem Anstieg in den Jahren 2016 bis 2018, stagnierte die österreichische Industrie 2019. Weitere Konjunkturindikatoren der Industrie unterstreichen dieses Ergebnis zusätzlich. So weisen für das Berichtjahr 2019 auch der Index der unselbständig Beschäftigten (+1,4%), der Index der geleisteten Arbeitsstunden (+0,8%), der Investitionsgüterpreisindex (+0,8%) und der Erzeugerpreisindex (+0,2%) Zuwächse auf. Der Umsatzindex (-0,7%) und der Auftragseingangsindex (-2,3%) weisen im Jahr 2019 ein rückläufiges Ergebnis gegenüber dem Vorjahr auf.

Bei der Abfrage, Auswertung und Interpretation der einzelnen Daten, ersuchen wir Sie auch die Besonderen Hinweise zu den Daten (unter dem Reiter „Hinweise/Hilfe“) zu beachten. Detaillierte Ergebnisse und Informationen zu einzelnen Statistiken erhalten Sie im Zweig Statistiken.

Ausgewählte Merkmale für die Herstellung von Waren (ÖNACE 2008: Abschnitt C) im europäischen Vergleich
Industrieunternehmen (ÖNACE 2008: Abschnitte B-E) - Ausgewählte Strukturmerkmale
Industrieunternehmen (ÖNACE 2008: Abschnitte B-E) - Ausgewählte Wirtschaftskennzahlen nach Beschäftigtengrößenklassen
Eckdaten in der Industrie (ÖNACE 2008: Abschnitte B-E) für die EU28, Österreich und Nachbarländer
Eckdaten von Herstellung von Waren (ÖNACE 2008: Abschnitt C) nach Bundesländern
Prozentuelle Verteilung der Wirtschaftsdaten im Produzierenden Bereich (ÖNACE 2008: Abschnitte B-F) in %
Entwicklung ausgewählter Indizes in der Industrie (ÖNACE 2008: Abschnitte B-E) seit 1996

Wirtschaftswachstum in der Industrie (ÖNACE 2008: Abschnitte B-E) 1996 bis 2018 real
Verteilung der Wirtschaftstätigkeiten im Produzierenden Bereich (ÖNACE 2008: Abschnitte B-F) 2018 für ausgewählte Merkmale
Ausgewählte Indizes für die Industrie 1996 bis 2019 (ÖNACE 2008: Abschnitte B-E): Produktionsindex, Index der geleisteten Arbeitsstunden, Auftragseingangsindex
Betriebserlöse pro Beschäftigten in der Industrie (ÖNACE 2008: Abschnitte B-E) 2018 nach Bundesländern
Personalaufwand je unselbständig Beschäftigtem in der Herstellung von Waren (ÖNACE 2008: Abschnitt C) im europäischen Vergleich 2017
Entwicklung der Umsatzerlöse je Beschäftigtem in der Herstellung von Waren (ÖNACE 2008: Abschnitt C) im europäischen Vergleich 2016


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