Industrie

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Mit der Klassifikationsumstellung auf die ÖNACE 2008 kommen im Wirtschaftsatlas Österreich zwei verschiedene ÖNACE-Klassifikationen zur Anwendung. Bitte beachten Sie die jeweilige ÖNACE-Bezeichnung in den Texten, Tabellen und Grafiken (Weitere Informationen finden Sie in den „Besondere Hinweise zu den Daten“ (PDF, 327KB)).

Das Kapitel Industrie präsentiert zahlreiche Wirtschaftsdaten (wie z.B. Strukturdaten, Kennzahlen und Indizes) zum Thema Industrie (ÖNACE 2008: Abschnitte B-E bzw. ÖNACE 2003: Abschnitte C-E). Dabei stehen Zeitreihen ab dem Jahr 1995 nach der ÖNACE 2003 zur Verfügung. Aktuelle Statistiken, nach der neuen ÖNACE 2008, werden inklusive aller vorhandenen Rückrechnungen angeboten (siehe diesbezüglich auch „Besondere Hinweise zu den Daten“ unter dem Reiter „Hinweise/Hilfe“).

In etwa 30.100 Unternehmen sind 2015 in diesem, in Österreich auch „Sachgüterbereich“ genannten, Wirtschaftsbereich tätig. Der Schwerpunkt der Aktivitäten liegt naturgemäß im Bereich „Herstellung von Waren“ (ÖNACE 2008-Abschnitt C). Hier waren 2015 allein 25.323 Unternehmen tätig, die mit 624.354 Beschäftigten Umsatzerlöse von 177,7 Mrd. Euro erzielten.

Wenn Sie an aktuellen Konjunkturdaten zu Industrie, Bau, Handel und Dienstleistungen im Europäischen Vergleich interessiert sind, dürfen wir Sie auf die Eurostat Webseite zu „Short-term business statistics“ verweisen.

Auch im gesamten Industriebereich ist wie bei den Bau- und Dienstleistungsbranchen die überwiegend kleinbetriebliche Struktur deutlich erkennbar. Mehr als drei Viertel (75,1%) aller Unternehmen arbeiten mit weniger als 10 Beschäftigten. Kräftige Fortschritte innerhalb der letzten Jahre gab es hinsichtlich der Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien in der Herstellung von Waren (ÖNACE 2008: Abschnitt C). So stieg der Anteil der Unternehmen mit Internet-Breitbandanschluss von 41,4% im Jahr 2003 auf 93,5% im Jahr 2016 an. Damit wurde nach einem Rückgang im Jahr 2010 (74,6%) und einem Aufwärtstrend bis zum Höchststand von 2014 (92,7%)wieder einen Wert von über 90% erreicht. Nachdem das Wirtschaftswachstum in der Industrie (ÖNACE 2008: Abschnitte B-E) 2009 einen deutlichen Einbruch von -11,9% verzeichnete, kam es 2010 und 2011 mit einem Plus von 6,1% bzw. 5,6% zu einer klaren Erholung, welche sich auch 2012 moderat mit +2,1% fortsetzte. Zuletzt stieg das reale Wirtschaftswachstum im Jahr 2016 um 1,3%. Die Arbeitslosenzahlen des Jahres 2016 stiegen mit 14,2% das fünfte Jahr in Folge.

Betrachtet man die Gesamtzahl der Unternehmen (siehe: Branchendaten nach Wirtschaftszweigen), waren 2015 die meisten Industrieunternehmen (ÖNACE 2008: Abschnitte B-E) in der Branche „Herstellung von Metallerzeugnissen“ (3.810 Unternehmen) tätig, gefolgt von der „Herstellung von Nahrungs- und Futtermittel“ (3.539 Unternehmen) sowie der Branche „Herstellung von Möbeln“ mit 3.201 Unternehmen. Die Abteilung „Maschinenbau“ bot mit 80.492 Beschäftigten im Jahresdurchschnitt den meisten Personen im Sachgüterbereich einen Arbeitsplatz, vor der Branche „Herstellung von Metallerzeugnissen“ mit rund 74.900 Beschäftigten. Die mit Abstand höchste Beschäftigungsintensität je Unternehmen zeigte sich in der Branchen „Metallerzeugung und -bearbeitung“ und „Kokerei und Mineralölverarbeitung“ mit durchschnittlich 242 bzw. 236 Beschäftigten pro Unternehmen. Die höchsten Umsatzerlöse erzielten die Branchen „Energieversorgung“ mit 35,9 Mrd. Euro, „Maschinenbau“ mit 21,3 Mrd. Euro und „Herstellung von Nahrungs- und Futtermittel“ mit 16,6 Mrd. Euro. Mit einer steigenden Exportintensität im Jahr 2016 auf 58,0% (2012: 54,9%) gilt der Export nach wie vor als Motor der heimischen Industriekonjunktur.

Innerhalb der einzelnen Bundesländer (siehe: Branchendaten nach Bundesländern) zeigt sich folgendes Bild: Die meisten Industriebetriebe (ÖNACE 2008: Abschnitte B-E) waren 2015 in Oberösterreich (6.241 Betriebe) und in Niederösterreich (5.707 Betriebe) angesiedelt, das Schlusslicht bildet das Burgenland mit 1.070 Industriebetrieben. Der Großteil der Industriebetriebe ist im ÖNACE 2008-Abschnitt C „Herstellung von Waren“ angesiedelt österreichweit sind 84,1% Industriebetriebe in diesem Bereich tätig. Betrachtet man die Betriebserlöse pro Betrieb im österreichischen Durchschnitt, der 2015 für die ÖNACE 2008-Abschnitte B bis S (ohne 94 u. 96) rund 2,2 Mio. Euro betrug, so lagen diese im Bereich Herstellung von Waren bei 6,9 Mio. Euro pro Betrieb. Regional betrachtet konnte diesen Wert Oberösterreich mit 9,1 Mio. Euro deutlich übertreffen, gefolgt von Steiermark mit 7,6 Mio. Euro und Niederösterreich mit 7,1 Mio. Euro. Im Wirtschaftsbereich Energieversorgung (ÖNACE 2008: Abschnitt D) lagen die Betriebserlöse pro Betrieb sogar bei 14,7 Mio. Euro, deutlich über diesem Wert lag Wien mit erwirtschafteten 177,5 Mio. Euro pro Betrieb. Auch die Jahresbruttolöhne und -gehälter je unselbständig Beschäftigtem, welche im Österreichschnitt (ÖNACE 2008: Abschnitte B-N; Abt. 95) 35.735 Euro betrugen, wurden 2015 von der Energieversorgung angeführt und lagen mit 61.971 Euro österreichweit an der Spitze, wobei der Verdienst in Wien mit 67.251 Euro in dieser Branche am höchsten war. Im Bereich Herstellung von Waren (ÖNACE 2008: Abschnitt C) lagen die durchschnittlichen Gehälter pro unselbständig Beschäftigtem bei 43.587 Euro. Hier dominierte ebenfalls Wien mit 50.850 Euro pro unselbständig Beschäftigtem, während im Burgenland das Durchschnittsgehalt bei nur 34.257 Euro lag.

Im EU-Vergleich (siehe: Branchendaten im EU-Vergleich) zeigt sich, dass 2014 im Industriebereich (ÖNACE 2008: Abschnitte B-E) die rund 2,3 Mio. Unternehmen in den 28 EU-Staaten mit ihren rund 33 Mio. Beschäftigten Umsatzerlöse pro Beschäftigtem von ca. 273.000 Euro erzielten und pro unselbständig Beschäftigtem einen durchschnittlichen jährlichen Personalaufwand von rund 39.500 Euro aufwiesen. Im Gegensatz dazu erzielten im Berichtsjahr 2014 die rund. 30.200 österreichischen Industrieunternehmen mit insgesamt 677.000 Beschäftigten Umsatzerlöse von 219,2 Mrd. Euro. Daraus ergibt sich ein durchschnittlicher Umsatzerlös pro Beschäftigtem von 323.800 Euro, womit Österreich deutlich über dem EU-Durchschnitt liegt. Der Personalaufwand für die 654.800 unselbständig Beschäftigten schlug sich mit 36,9 Mrd. Euro zu Buche, daraus ergibt sich ein jährlicher Personalaufwand pro unselbständig Beschäftigtem von 56.400 Euro, womit auch hier Österreich über dem EU-Durchschnitt rangiert.

Der Verlauf des Produktionsindex (ÖNACE 2008: Abschnitte B-E) zeigt für 2016 einen Zuwachs von +1,9% im Vergleich zum Vorjahr. Nach deutlichem Anstieg in den Jahren 2011 bis 2013, stagnierte die österreichische Industrie 2014 und konnte im Jahr 2015 wieder um +2,1% zulegen. Weitere Konjunkturindikatoren der Industrie unterstreichen dieses Ergebnis zusätzlich. So weisen für das Berichtjahr 2016 auch der Index der unselbständig Beschäftigten (+0,4%), der Index der geleisteten Arbeitsstunden (+0,2%), der Investitionsgüterpreisindex (+0,5%) und der Auftragseingangsindex (+3,0%) Zuwächse auf. Der Erzeugerpreisindex (-1,8%), sowie der Umsatzindex (-0,9%) weisen im Jahr 2016 ein rückläufiges Ergebnis gegenüber dem Vorjahr auf.

Bei der Abfrage, Auswertung und Interpretation der einzelnen Daten, ersuchen wir Sie auch die Besonderen Hinweise zu den Daten (unter dem Reiter „Hinweise/Hilfe“) zu beachten. Detaillierte Ergebnisse und Informationen zu einzelnen Statistiken erhalten Sie im Zweig Statistiken.

Ausgewählte Merkmale für die Herstellung von Waren (ÖNACE 2008: Abschnitt C) im europäischen Vergleich
Industrieunternehmen (ÖNACE 2008: Abschnitte B-E) - Ausgewählte Strukturmerkmale
Industrieunternehmen (ÖNACE 2008: Abschnitte B-E) - Ausgewählte Wirtschaftskennzahlen nach Beschäftigtengrößenklassen
Eckdaten in der Industrie (ÖNACE 2008: Abschnitte B-E) für die EU28, Österreich und Nachbarländer
Eckdaten von Herstellung von Waren (ÖNACE 2008: Abschnitt C) nach Bundesländern
Prozentuelle Verteilung der Wirtschaftsdaten im Produzierenden Bereich (ÖNACE 2008: Abschnitte B-F) in %
Entwicklung ausgewählter Indizes in der Industrie (ÖNACE 2008: Abschnitte B-E) seit 1996

Wirtschaftswachstum in der Industrie (ÖNACE 2008: Abschnitte B-E) 1996 bis 2018 real
Verteilung der Wirtschaftstätigkeiten im Produzierenden Bereich (ÖNACE 2008: Abschnitte B-F) 2017 für ausgewählte Merkmale
Ausgewählte Indizes für die Industrie 1996 bis 2018 (ÖNACE 2008: Abschnitte B-E): Produktionsindex, Index der geleisteten Arbeitsstunden, Auftragseingangsindex
Betriebserlöse pro Beschäftigten in der Industrie (ÖNACE 2008: Abschnitte B-E) 2017 nach Bundesländern
Personalaufwand je unselbständig Beschäftigtem in der Herstellung von Waren (ÖNACE 2008: Abschnitt C) im europäischen Vergleich 2016
Entwicklung der Umsatzerlöse je Beschäftigtem in der Herstellung von Waren (ÖNACE 2008: Abschnitt C) im europäischen Vergleich 2016


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