Branchendaten nach Wirtschaftszweigen

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Das Kapitel Branchendaten nach Wirtschaftszweigen stellt ausgewählte Wirtschaftsdaten und Kennzahlen der STATISTIK AUSTRIA aus den Produktions- und Dienstleistungsbereichen zu Ihrer Verfügung und umfasst die Bereiche Industrie, Bauwesen, Handel  und Dienstleistungen. Diese Daten werden bis zur ÖNACE 2-Steller-Ebene ausgewiesen und ermöglichen Ihnen somit einen detaillierten Branchenvergleich. Dabei stehen Zeitreihen ab dem Jahr 1995 nach der ÖNACE 2003 zur Verfügung. Aktuelle Statistiken, nach der neuen ÖNACE 2008, werden inklusive aller vorhandenen Rückrechnungen angeboten (siehe diesbezüglich auch „Besondere Hinweise zu den Daten“ unter dem Reiter „Hinweise/Hilfe“).

Im Jahr 2015 waren 328.638 Unternehmen in den Produktions- und Dienstleistungsbereichen (hierunter fallen die Bereiche Industrie, Bauwesen, Handel und Dienstleistungen nach der ÖNACE 2008) tätig und erzielten mit rund 2,9 Mio. Beschäftigten (selbständig und unselbständig) Umsatzerlöse in der Höhe von 707,9 Mrd. Euro bzw. eine Bruttowertschöpfung zu Faktorkosten von 191,6 Mrd. Euro. Das Investitionsvolumen betrug rund 36,0 Mrd. Euro. Der Personalaufwand für die rund 2,6 Mio. unselbständig Beschäftigten belief sich auf 119,7 Mrd. Euro, daraus ergibt sich ein durchschnittlicher Personalaufwand pro unselbständig Beschäftigtem von  46.811 Euro. Dieser Wert wurde von den ÖNACE 2008 Abschnitten D-Energieversorgung (86.056 Euro) und K-Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen (81.547 Euro) deutlich übertroffen, während er mit 23.792 Euro im ÖNACE 2008 Abschnitt I - Beherbergung und Gastronomie mit 32.296 Euro weit unter dem Durchschnittswert lag (zu beachten ist dabei, dass diese Kennzahl auf Basis von Beschäftigungsverhältnissen und nicht in Vollzeitäquivalenten gemessen wurde).

Vergleicht man die Ergebnisse des Produzierenden Bereichs (ÖNACE 2008 B bis F) mit den Ergebnissen des Dienstleistungsbereichs (ÖNACE 2008 Abschnitte G bis N und Abteilung S95), so fällt auf, dass mehr als vier Fünftel (80,3%) der Unternehmen im Dienstleistungsbereich (inkl. Handel) tätig sind. Dieser stetig wichtiger werdende Bereich entwickelte sich in den vergangenen Jahren sehr dynamisch und bietet immer mehr Personen einen Arbeitsplatz. 2015 waren im Dienstleistungsbereich (inkl. Handel) ca. 1,9 Mio. Personen beschäftigt (1995 waren es rd. 1,2 Mio.), davon 655.210 alleine im Handel. Nur rund 64.655 Unternehmen sind in Österreich in der Industrie (ÖNACE 2008 B bis E) und im Bauwesen (ÖNACE 2008 F) zu finden. Allerdings beschäftigten diese sehr traditionellen Säulen der heimischen Wirtschaft zusammen 968.027 Personen und erwirtschafteten 2015 einen Umsatz von rund 266 Mrd. Euro. Allein im Bau waren 2015 rund 288.000 Personen beschäftigt. Gemessen an der Bruttowertschöpfung zu Faktorkosten entfielen 2015 39,4% auf den Produzierenden Bereich und 60,6% auf den Dienstleistungsbereich. Bei den Bruttoinvestitionen hatten die Unternehmen des Dienstleistungsbereichs mit einem Anteil von mehr als 2/3 des Gesamtvolumens (70,4%)ein deutliches Übergewicht.

Das Wirtschaftswachstum entwickelte sich seit dem Beitritt Österreichs zur Europäischen Union insgesamt beständig, jedoch mit Schwankungen in einzelnen Branchen im Zeitverlauf. Die österreichische Wirtschaftsleistung stieg im Jahr 2016 im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt 1,5% und fiel damit geringer als in den letzten 2 Jahren aus (2015: 1,1%; 2014: 0,8%). Die größten Steigerungen in der Industrie (ÖNACE 2008 B bis E) zeigte sich in der „Wasserversorgung und Abfallentsorgung“ (+10,3%). Im Handel ergab sich im Jahr 2016 ein Plus von 1,4%, wobei der Zuwachs auf den Kfz-Handel und –reparatur (4,0%) und dem Großhandel (1,3%) zurückzuführen ist. Im Dienstleistungsbereich (ÖNACE 2008 H bis N, S95) zeigten die ÖNACE-Abschnitte „Beherbergung und Gastronomie“ mit 2,5% und „Sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen“ mit 2,4% die höchsten Wachstumsraten gegenüber dem Vorjahr.

Betrachtet man die einzelnen Wirtschaftsbereiche nach ÖNACE-Abschnitten, so zeigt sich, dass 2015 auf die „Herstellung von Waren“ (ÖNACE 2008 C) mit 26,9% der höchste Wertschöpfungsanteil (Bruttowertschöpfung zu Faktorkosten) aller Produktions- und Dienstleistungsbetriebe entfiel. In diesem Bereich wirtschafteten 2015 25.323 Unternehmen. Mit einem Anteil von 23,7% waren hier auch die meisten unselbständig Beschäftigten tätig, dies waren in absoluten Zahlen ausgedrückt 604.870 Personen. Die Zahl der Beschäftigten insgesamt (Selbständige und Unselbständige) betrug 2015 im Bereich „Herstellung von Waren“ 624.354. Gemessen an der Anzahl der Unternehmen hatte der Bereich „Handel“ (ÖNACE 2008 G) den größten Anteil (nämlich 77.930 mit 655.210 Beschäftigten insgesamt), die 33,5% der Umsatzerlöse aller Produktions- und Dienstleistungsbetriebe erzielten. Im Bereich „Beherbergung und Gastronomie“ waren 2015 47.317 Unternehmen tätig, die 297.234 Personen beschäftigten.

Im Branchenvergleich ergibt sich bei der Analyse der Variable Umsatz pro Beschäftigtem folgendes Bild: Während im Österreichschnitt im Jahr 2015 ein durchschnittlicher Umsatz pro Beschäftigtem von 247.339 Euro erzielt werden konnte, betrug dieser in der „Energieversorgung“ (ÖNACE 2008 D) 1.231.016 Euro, im Bereich “Finanz- und Versicherungsleistungen“ (ÖNACE 2008 K) 458.999, im „Handel“ (ÖNACE 2008 G) 361.468 und im Bereich „Herstellung von Waren“ (ÖNACE 2008 C) 284.673 Euro. Hingegen konnten 2015 im Bereich „Beherbergung und Gastronomie“ nur 60.647 Euro Umsatz pro Beschäftigtem erwirtschaftet werden.

Die Industrie (ÖNACE 2008 B bis E) lag 2014 hinsichtlich der Bruttowertschöpfung pro Beschäftigtem mit rund 87.700 Euro deutlich über jener des Bauwesens mit nur ca. 55.200 Euro. Die insgesamt umsatzstärksten Branchen in der Industrie waren die „Energieversorgung“ (35,9 Mrd. Euro) und der „Maschinenbau“ (21,3 Mrd. Euro), gefolgt von der „Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln“ (16,6 Mrd. Euro). Den mit Abstand höchsten durchschnittlichen Umsatz pro Unternehmen verzeichnete in der Industrie mit 1,4 Mrd. Euro und einer durchschnittlichen Zahl von 236 Beschäftigten die Branche „Kokerei und Mineralölverarbeitung“.

Die Bereiche Handel (ÖNACE 2008 G) und Dienstleistungen (ÖNACE 2008 H bis N, S95) erwirtschafteten im Jahr 2015 mit rund 52.400 Euro im Handel und rund 66.000 Euro bei den Dienstleistungen eine niedrigere Bruttowertschöpfung pro Beschäftigtem als die Industrie (rund 87.700 Euro). Im Dienstleistungsbereich verzeichneten die Unternehmen der Branche „Versicherungen und Pensionskassen“ mit 375,1 Mio. Euro den höchsten durchschnittlichen Umsatz pro Unternehmen und mit 512 Beschäftigten pro Unternehmen die höchste Beschäftigtendichte. Gemessen an den Umsatzerlösen ist die Branche „Finanzdienstleistungen“ mit 31,2 Mrd. Euro, gefolgt von der Branche „Versicherungen und Pensionskassen“ mit rund 20,3 Mrd. Euro, die umsatzstärkste Branche des Dienstleistungsbereichs.

Bei der Abfrage, Auswertung und Interpretation der einzelnen Daten, ersuchen wir Sie auch die Besonderen Hinweise zu den Daten (Reiter „Hinweise/Hilfe“) zu beachten. Detaillierte Ergebnisse und Informationen zu einzelnen Statistiken erhalten Sie im Zweig Statistiken.

Produktions- und Dienstleistungsunternehmen (ÖNACE 2008: Abschnitte B - N; S95) - ausgewählte Strukturmerkmale
Ausgewählte Wirtschaftsdaten beschäftigungsintensiver Wirtschaftszweige (ÖNACE 2008)
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Prozentuelle Verteilung der Unternehmen, Beschäftigten, Umsatzerlöse und Bruttoinvestitionen 2017 im Bereich Dienstleistungen nach Abschnitten der ÖNACE 2008
Wirtschaftswachstum gesamt und in ausgewählten Wirtschaftszweigen(ÖNACE 2008: Abschnitte B-G) 1996 bis 2018 real
Gegenüberstellung der Umsatzerlöse zu den Waren- und Dienstleistungskäufen in umsatzstarken Branchen (ÖNACE 2008) 2017


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