Branchendaten nach Beschäftigtengrößenklassen

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Die Branchendaten nach Beschäftigtengrößenklassen zeigen die vorwiegend klein- und mittelbetriebliche Struktur der österreichischen Unternehmenslandschaft. Durchschnittlich arbeitete ein österreichisches Unternehmen (der ÖNACE 2008 B bis N, 95) im Jahr 2018 mit 9 Beschäftigten pro Unternehmen. Mit jeweils 9 Beschäftigten pro Unternehmen war der Bereich Handel und Dienstleistungen (ÖNACE 2008 G bis N, 95) kleinbetrieblicher strukturiert als die Industriebranche (ÖNACE 2008 B bis E) mit 17 Beschäftigten bzw. die Baubranche mit insgesamt 8 Beschäftigten pro Unternehmen. Betrachtet man die Dienstleistungsbranchen detaillierter, dominierten die Kleinunternehmen vor allem in den Branchen „Grundstücks- und Wohnungswesen“ (ÖNACE 2008 L) sowie „Erbringung von sonstigen Dienstleistungen“ (ÖNACE 2008 S ohne 94 u. 96) mit durchschnittlich je 3 Beschäftigten pro Unternehmen. Im Handel waren 2018 durchschnittlich 8 Beschäftigte pro Unternehmen anzufinden. Mit 18 Beschäftigten pro Unternehmen hatte die Branche „Finanz- und Versicherungsleistungen“ die größte durchschnittliche Unternehmensgröße aller Dienstleistungsbranchen.

Mehr als 87% aller österreichischen Unternehmen der ÖNACE 2008 B bis S (ohne 94 u.95) arbeiteten 2018 mit weniger als 10 Beschäftigten. Dies waren in Absolutzahlen ausgedrückt 301.925 Unternehmen. Gleichzeitig waren in nur 0,4% der österreichischen Unternehmen mehr als 250 Beschäftigte tätig. Innerhalb dieser 0,4% oder 1.243 Unternehmen waren aber rund ein Drittel (33%) bzw. 1.006.791 der Beschäftigten der ÖNACE 2008 B bis S (ohne 94 u. 96) tätig und erwirtschafteten rd. 303 Mrd. Euro Umsatzerlöse (in etwa 37,5% vom Gesamtumsatz). Die Kleinunternehmen (d.h. Unternehmen mit weniger als 10 Beschäftigten) boten 24% der Beschäftigten insgesamt oder 733.555 Personen einen Arbeitsplatz, davon 443.900 unselbständig Beschäftigten. Diese erwirtschafteten im Jahr 2018 einen Umsatzerlös von 131,6 Mrd. Euro. Daraus ergab sich eine Bruttowertschöpfung zu Faktorkosten von 37,3 Mrd. Euro, das einem Wertschöpfungsanteil von 17,3% entsprach.

Betrachtet man die einzelnen Branchen, so ist die größte Zahl der Unternehmen mit mehr als 250 Beschäftigten im Bereich „Herstellung von Waren“ (ÖNACE 2008 C) zu finden (nämlich 493 Unternehmen), während der „Handel“ (ÖNACE 2008 G) die größte Zahl an Unternehmen mit weniger als 10 Beschäftigten aufweist (70.110 Unternehmen), gefolgt vom Bereich „Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen“ (ÖNACE 2008 M) mit 65.639 Unternehmen. Im Vergleich dazu waren 2016 im “Handel“ 205 Unternehmen mit mehr als 250 Beschäftigt, im Bereich „Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen“ waren es nur 33 Unternehmen.

Der Personalaufwand pro unselbständig Beschäftigtem war 2018 mit 58.796 Euro in den Unternehmen mit mehr als 250 Beschäftigten am höchsten und in Unternehmen mit weniger als 10 Beschäftigten mit 29.568 Euro am niedrigsten (zu beachten ist dabei, dass diese Kennzahl auf Basis von Beschäftigungsverhältnissen und nicht in Vollzeitäquivalenten gemessen wurde). Unternehmen der Beschäftigtengrößenklasse 50 bis 249 Beschäftigte erzielten mit 363.905 Euro den höchsten Umsatzerlös pro Beschäftigtem und lagen damit vor den Unternehmen mit mehr als 250 Beschäftigten, die Umsatzerlöse je Beschäftigten in der Höhe von 301.267 Euro erwirtschafteten. Hingegen konnte bei den Kleinunternehmen (weniger als 10 Beschäftigte) pro Beschäftigten nur ein Umsatzerlös von 179.367 Euro erzielt werden.

Differenziert man zusätzlich im Jahr 2018 nach der Branche und Beschäftigtengrößenklasse kann man für den Personalaufwand je unselbständig Beschäftigten ein sehr differenziertes Bild erkennen: In der Beschäftigtengrößenklasse mit 1 bis 9 Beschäftigten verzeichnete die Branche „Bergbau“ (ÖNACE 2008 B) den höchsten Personalaufwand je unselbständig Beschäftigten mit durchschnittlich 46.349 Euro. Unternehmen des Bereichs „Information und Kommunikation“ (ÖNACE 2008 J) zeigten in den Größenklassen 10 bis 19 Beschäftigte mit 57.990 Euro und 20 bis 49 Beschäftigte mit 68.828 Euro den höchsten Personalaufwand je unselbständig Beschäftigten. Der geringste Personalaufwand je unselbständig Beschäftigtem fand sich durchwegs in den Unternehmen der „Beherbergung und Gastronomie“ (ÖNACE 2008 I) mit einem Durchschnittswert von 26.060 Euro. Die „Energieversorgung“ (ÖNACE 2008 D) verzeichnete in den 3 Beschäftigtengrößenklasse mit 0 bis 9 Beschäftigten 50 bis 249 Beschäftige und 250 und mehr die mit Abstand höchsten Umsatzerlöse pro Beschäftigtem. Mit 397.450 Euro bzw. 544.359 Euro erreichten Unternehmen des ÖNACE 2008 Abschnitts G „Handel“ den höchsten Umsatz pro Beschäftigtem in den Klassen mit 10 bis 19 Beschäftigten und 20 bis 49 Beschäftigten. Der Bereich „Herstellung von Waren“ (ÖNACE 2008 C) liegt in der Beschäftigtengrößenklasse 250 und mehr sowohl bei den Umsatzerlösen (132,2 Mrd. Euro) als auch bei der Anzahl der Beschäftigten insgesamt (334.685 Beschäftigte) an der Spitze.

Mit 7,2 Mrd. Euro tätigten die 301.925 Unternehmen mit weniger als 10 Beschäftigten nur 17,4% der Bruttoinvestitionen aller Unternehmen der ÖNACE 2008 B bis S (ohne 94 und 96), gleichzeitig liegen die Bruttoinvestitionen gesamt der 1.243 Unternehmen mit mehr als 250 Beschäftigten 2015 bei 15,5 Mrd. Euro, dies entspricht 37,2% des Gesamtinvestitionsvolumens.

Die Bruttowertschöpfung zu Faktorkosten aller Unternehmen der ÖNACE 2008 B bis S (ohne 94 und 96) mit weniger als 250 Beschäftigten (dies sind 345.226 Unternehmen) lag mit 130,6 Mrd. Euro um 45,3 Mrd. Euro über jener der 1.243 Unternehmen mit mehr als 250 Beschäftigten, die alleine eine Bruttowertschöpfung von 85,3 Mrd. Euro erwirtschaften konnten. Die Bruttowertschöpfung pro Beschäftigten war bei Unternehmen mit wenig Beschäftigten niedriger als bei größeren Unternehmen, wobei die Unternehmen mit 250 und mehr Beschäftigten mit 84.766 Euro die höchste Bruttowertschöpfung pro Beschäftigtem erwirtschafteten. Betrachtet man die einzelnen Branchen, zeigte sich 2018 in den Branchen „Bergbau“ (ÖNACE 2008 B), „Energieversorgung“ (ÖNACE 2008 D), “Grundstücks- und Wohnungswesen“ (ÖNACE 2008 L) und „Finanz- und Versicherungsleistungen“ (ÖNACE 2008 K), mit über 140.000 Euro die höchste Bruttowertschöpfung pro Beschäftigtem. Die Branchen „Beherbergung und Gastronomie (ÖNACE 2008 I), gefolgt von der Branche „Erbringung von sonstigen Dienstleistungen“ (ÖNACE 2008 S ohne 94 u. 96), weisen die geringste Bruttowertschöpfung pro Beschäftigtem auf.

Bei der Abfrage, Auswertung und Interpretation der einzelnen Daten, ersuchen wir Sie auch die Besonderen Hinweise zu den Daten (Reiter „Hinweise/Hilfe“) zu beachten. Detaillierte Ergebnisse und Informationen zu einzelnen Statistiken erhalten Sie im Zweig Statistiken.

Ausgewählte Merkmale der Produktions- und Dienstleistungsunternehmen (ÖNACE 2008: Abschnitte B-N; 95) nach Beschäftigtengrößenklassen
Zahl der Unternehmen nach ÖNACE 2008-Abschnitten und Beschäftigtengrößenklassen
Ausgewählte Wirtschaftskennzahlen der Produktions- und Dienstleistungsunternehmen (ÖNACE 2008-Abschnitte) nach Beschäftigtengrößenklassen

Umsatzerlöse je Beschäftigtem und Personalaufwand je unselbständig Beschäftigtem nach Beschäftigtengrößenklassen 2017 (ÖNACE 2008: Abschnitte B-N; 95)
Zahl der Unternehmen nach ÖNACE 2008-Abschnitten und Beschäftigtengrößenklassen 2018
Beschäftigte insgesamt nach ÖNACE 2008-Abschnitten und Beschäftigtengrößenklassen für 2018
Beschäftigte insgesamt und unselbständig Beschäftigte nach Beschäftigtengrößenklassen 2017 (ÖNACE 2008: Abschnitte B-N; 95)


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