Branchendaten nach Beschäftigtengrößenklassen

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Das Kapitel Branchendaten nach Beschäftigtengrößenklassen gibt Ihnen auf der Ebene der ÖNACE-Abschnitte einen Einblick in die Struktur der österreichischen Unternehmen aus den Bereichen Industrie (ÖNACE 2008 B bis E), Bau (ÖNACE 2008 F), Handel (ÖNACE 2008 G) und Dienstleistungen (ÖNACE 2008 H bis N, 95). Dabei werden diese Wirtschaftsdaten nach 5 Beschäftigtengrößenklassen ausgewiesen und ermöglichen Ihnen so einen interessanten Branchenvergleich nach der Größenstruktur der österreichischen Produktions- und Dienstleistungsunternehmen. Dabei stehen Zeitreihen ab dem Jahr 1995 nach der ÖNACE 2003 zur Verfügung. Aktuelle Statistiken, nach der neuen ÖNACE 2008, werden inklusive aller vorhandenen Rückrechnungen angeboten (siehe diesbezüglich auch „Besondere Hinweise zu den Daten“ unter dem Reiter „Hinweise/Hilfe“).

Die nach Beschäftigtengrößenklassen gegliederten Merkmale zeigen die vorwiegend klein- und mittelbetriebliche Struktur der österreichischen Unternehmenslandschaft. Durchschnittlich arbeitete ein österreichisches Unternehmen (der ÖNACE 2008 B bis N, 95) im Jahr 2015 mit 9 Beschäftigten pro Unternehmen. Mit jeweils 7 Beschäftigten pro Unternehmen war der Bereich Handel und Dienstleistungen (ÖNACE 2008 G bis N, 95) kleinbetrieblicher strukturiert als die Industriebranche (ÖNACE 2008 B bis E) mit 23 Beschäftigten bzw. die Baubranche mit insgesamt 8 Beschäftigten pro Unternehmen. Betrachtet man die Dienstleistungsbranchen detaillierter, dominierten die Kleinunternehmen vor allem in den Branchen „Grundstücks- und Wohnungswesen“ (ÖNACE 2008 L) sowie „Erbringung von sonstigen Dienstleistungen“ (ÖNACE 2008 S ohne 94 u. 96) mit durchschnittlich je 3 Beschäftigten pro Unternehmen. Im Handel waren 2015 durchschnittlich 8 Beschäftigte pro Unternehmen anzufinden. Mit 19 Beschäftigten pro Unternehmen hatte die Branche „Finanz- und Versicherungsleistungen“ die größte durchschnittliche Unternehmensgröße aller Dienstleistungsbranchen.

Mehr als 87% aller österreichischen Unternehmen der ÖNACE 2008 B bis S (ohne 94 u.95) arbeiteten 2015 mit weniger als 10 Beschäftigten. Dies waren in Absolutzahlen ausgedrückt 286.302 Unternehmen. Gleichzeitig waren in nur 0,3% der österreichischen Unternehmen mehr als 250 Beschäftigte tätig. Innerhalb dieser 0,3% oder 1.148 Unternehmen waren aber rund ein Drittel (32,5%) bzw. 928.829 der Beschäftigten der ÖNACE 2008 B bis S (ohne 94 u. 96) tätig und erwirtschafteten rd. 255 Mrd. Euro Umsatzerlöse (in etwa 36% vom Gesamtumsatz). Die Kleinunternehmen (d.h. Unternehmen mit weniger als 10 Beschäftigten) boten 24,8% der Beschäftigten insgesamt oder 708.774 Personen einen Arbeitsplatz, davon 436.103 unselbständig Beschäftigten. Diese erwirtschafteten im Jahr 2015 einen Umsatzerlös von 122,3 Mrd. Euro. Daraus ergab sich eine Bruttowertschöpfung zu Faktorkosten von 35,7 Mrd. Euro, das einem Wertschöpfungsanteil von 18,6% entsprach.

Betrachtet man die einzelnen Branchen, so ist die größte Zahl der Unternehmen mit mehr als 250 Beschäftigten im Bereich „Herstellung von Waren“ (ÖNACE 2008 C) zu finden (nämlich 475 Unternehmen), während der „Handel“ (ÖNACE 2008 G) die größte Zahl an Unternehmen mit weniger als 10 Beschäftigten aufweist (68.112 Unternehmen), gefolgt vom Bereich „Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen“ (ÖNACE 2008 M) mit 61.323 Unternehmen. Im Vergleich dazu waren 2015 im “Handel“ 201 Unternehmen mit mehr als 250 Beschäftigt, im Bereich „Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen“ waren es nur 34 Unternehmen.

Der Personalaufwand pro unselbständig Beschäftigtem war 2015 mit 56.880 Euro in den Unternehmen mit mehr als 250 Beschäftigten am höchsten und in Unternehmen mit weniger als 10 Beschäftigten mit 27.704 Euro am niedrigsten (zu beachten ist dabei, dass diese Kennzahl auf Basis von Beschäftigungsverhältnissen und nicht in Vollzeitäquivalenten gemessen wurde). Unternehmen der Beschäftigtengrößenklasse 50 bis 249 Beschäftigte erzielten mit 339.835 Euro den höchsten Umsatzerlös pro Beschäftigtem und lagen damit vor den Unternehmen mit mehr als 250 Beschäftigten, die Umsatzerlöse je Beschäftigten in der Höhe von 274.567 Euro erwirtschafteten. Hingegen konnte bei den Kleinunternehmen (weniger als 10 Beschäftigte) pro Beschäftigten nur ein Umsatzerlös von 172.518 Euro erzielt werden.

Differenziert man zusätzlich im Jahr 2014 nach der Branche und Beschäftigtengrößenklasse kann man für den Personalaufwand je unselbständig Beschäftigten ein sehr differenziertes Bild erkennen: In der Beschäftigtengrößenklasse mit 1 bis 9 Beschäftigten verzeichnete die Branche „Bergbau“ (ÖNACE 2008 B) den höchsten Personalaufwand je unselbständig Beschäftigten mit durchschnittlich 44.353 Euro. Unternehmen des Bereichs „Information und Kommunikation“ (ÖNACE 2008 J) zeigten in den Größenklassen 10 bis 19 Beschäftigte mit 56.463 Euro und 20 bis 49 Beschäftigte mit 64.718 Euro den höchsten Personalaufwand je unselbständig Beschäftigten, während in den Größenklassen 50 bis 249 Beschäftige und 250 und mehr die Energieversorger (ÖNACE 2008 D) mit 82.285 Euro bzw. 92.874 Euro die höchsten Werte aufweisen. Der geringste Personalaufwand je unselbständig Beschäftigtem fand sich durchwegs in den Unternehmen der „Beherbergung und Gastronomie“ (ÖNACE 2008 I) mit einem Durchschnittswert von 23.792 Euro. Die „Energieversorgung“ (ÖNACE 2008 D) verzeichnete in den 3 Beschäftigtengrößenklasse mit 0 bis 9 Beschäftigten 50 bis 249 Beschäftige und 250 und mehr die mit Abstand höchsten Umsatzerlöse pro Beschäftigtem. Mit 347.063 Euro bzw. 529.059 Euro erreichten Unternehmen des ÖNACE 2008 Abschnitts G „Handel“ den höchsten Umsatz pro Beschäftigtem in den Klassen mit 10 bis 19 Beschäftigten und 20 bis 49 Beschäftigten. Der Bereich „Herstellung von Waren“ (ÖNACE 2008 C) liegt in der Beschäftigtengrößenklasse 250 und mehr sowohl bei den Umsatzerlösen (104,3 Mrd. Euro) als auch bei der Anzahl der Beschäftigten insgesamt (306.538 Beschäftigte) an der Spitze.

Mit 7,2 Mrd. Euro tätigten die 286.302 Unternehmen mit weniger als 10 Beschäftigten nur 20,0% der Bruttoinvestitionen aller Unternehmen der ÖNACE 2008 B bis S (ohne 94 und 96), gleichzeitig liegen die Bruttoinvestitionen gesamt der 1.148 Unternehmen mit mehr als 250 Beschäftigten 2015 bei 12,7 Mrd. Euro, dies entspricht 35,2% des Gesamtinvestitionsvolumens.

Die Bruttowertschöpfung zu Faktorkosten aller Unternehmen der ÖNACE 2008 B bis S (ohne 94 und 96) mit weniger als 250 Beschäftigten (dies sind 327.490 Unternehmen) lag mit 117,2 Mrd. Euro um 42,8 Mrd. Euro über jener der 1.148 Unternehmen mit mehr als 250 Beschäftigten, die alleine eine Bruttowertschöpfung von 74,4 Mrd. Euro erwirtschaften konnten. Die Bruttowertschöpfung pro Beschäftigten war bei Unternehmen mit wenig Beschäftigten niedriger als bei größeren Unternehmen, wobei die Unternehmen mit 250 und mehr Beschäftigten mit 80.075 Euro die höchste Bruttowertschöpfung pro Beschäftigtem erwirtschafteten. Betrachtet man die einzelnen Branchen, zeigte sich 2015 in den Branchen „Bergbau“ (ÖNACE 2008 B), „Energieversorgung“ (ÖNACE 2008 D), “Grundstücks- und Wohnungswesen“ (ÖNACE 2008 L) und „Finanz- und Versicherungsleistungen“ (ÖNACE 2008 K), mit über 100.000 Euro die höchste Bruttowertschöpfung pro Beschäftigtem. Die Branchen „Beherbergung und Gastronomie (ÖNACE 2008 I), gefolgt von der Branche „Erbringung von sonstigen Dienstleistungen“ (ÖNACE 2008 S ohne 94 u. 96), weisen die geringste Bruttowertschöpfung pro Beschäftigtem auf.

Bei der Abfrage, Auswertung und Interpretation der einzelnen Daten, ersuchen wir Sie auch die Besonderen Hinweise zu den Daten (Reiter „Hinweise/Hilfe“) zu beachten. Detaillierte Ergebnisse und Informationen zu einzelnen Statistiken erhalten Sie im Zweig Statistiken.

Ausgewählte Merkmale der Produktions- und Dienstleistungsunternehmen (ÖNACE 2008: Abschnitte B-N; 95) nach Beschäftigtengrößenklassen
Zahl der Unternehmen nach ÖNACE 2008-Abschnitten und Beschäftigtengrößenklassen
Ausgewählte Wirtschaftskennzahlen der Produktions- und Dienstleistungsunternehmen (ÖNACE 2008-Abschnitte) nach Beschäftigtengrößenklassen

Umsatzerlöse je Beschäftigtem und Personalaufwand je unselbständig Beschäftigtem nach Beschäftigtengrößenklassen 2017 (ÖNACE 2008: Abschnitte B-N; 95)
Zahl der Unternehmen nach ÖNACE 2008-Abschnitten und Beschäftigtengrößenklassen 2017
Beschäftigte insgesamt und unselbständig Beschäftigte nach Beschäftigtengrößenklassen 2017 (ÖNACE 2008: Abschnitte B-N; 95)
Beschäftigte insgesamt nach ÖNACE 2008-Abschnitten und Beschäftigtengrößenklassen für 2017


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