Branchendaten im EU-Vergleich

Zur_interaktiven_DB_button

Zur_interaktiven_DB_button     Hier können Sie alle Daten zu diesem Thema interaktiv abfragen!

zum_online_atlas_button

zum_online_atlas_button     Hier finden Sie den Zugang zu den interaktiven Kartogrammen. 

Mit der Klassifikationsumstellung auf die ÖNACE 2008 kommen im Wirtschaftsatlas Österreich zwei verschiedene ÖNACE-Klassifikationen zur Anwendung. Bitte beachten Sie die jeweilige ÖNACE-Bezeichnung in den Texten, Tabellen und Grafiken (Weitere Informationen finden Sie in den „Besondere Hinweise zu den Daten“ (PDF, 327KB)).

Das Kapitel Branchendaten im EU-Vergleich präsentiert ausgewählte Wirtschaftsdaten, die einen Einblick in die Struktur der österreichischen Produktions- und Dienstleistungsunternehmen und aller Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (EU-28) auf Abschnittsebene der NACE für die Bereiche Industrie (ÖNACE 2008: Abschnitte B-E bzw. ÖNACE 2003: Abschnitte C-E), Bauwesen (ÖNACE 2008: Abschnitt F bzw. ÖNACE 2003: Abschnitt F), Handel (ÖNACE 2008: Abschnitt G bzw. ÖNACE 2003: Abschnitt G) und Dienstleistungen (ÖNACE 2008: Abschnitte H-N, Abt. 95 bzw. ÖNACE 2003: Abschnitte H-K) erlauben. Ab dem Jahr 1995, also dem Beitritt Österreichs zur EU, stehen Hauptdaten im EU-Vergleich zur Verfügung, sodass die Entwicklung der einzelnen europäischen Länder pro Branche nachverfolgt werden kann. Die europäischen Daten wurden aus der Datenbank von Eurostat entnommen, in der nicht immer alle Daten für alle Merkmale bzw. Branchen und alle Länder voll verfügbar sind. Siehe diesbezüglich auch „Besondere Hinweise zu den Daten“ unter dem Reiter „Hinweise/Hilfe“.

Wenn Sie an aktuellen Konjunkturdaten zu Industrie, Bau, Handel und Dienstleistungen im Europäischen Vergleich interessiert sind, dürfen wir Sie auf die Eurostat Webseite zu „Short-term business statistics“ verweisen.

Betrachtet man die einzelnen Branchen im EU-Vergleich so zeigt sich in der Herstellung von Waren (ÖNACE 2008: Abschnitt C), dass im Jahr 2014 2,1 Mio. Unternehmen in diesem Bereich in Europa (EU-28) tätig waren, die 29,9 Millionen Beschäftigten ein Arbeitsplatz boten. Italien stellt mit rund 19% den mit Abstand größten Teil der Unternehmen, gefolgt von Deutschland mit ca. 10%. Ein Blick auf die Verteilung der Beschäftigten macht die deutlich kleinbetrieblichere Struktur dieser Branche in Italien (9 Beschäftigte pro Unternehmen) deutlich, denn hier stellt Deutschland mit 24% der Beschäftigten gegenüber 12% von Italien einen höheren Anteil am Gesamtergebnis der EU-28 (Österreich: 1,2% der Unternehmen und 2,1% der Beschäftigten). Rund 30% der Bruttowertschöpfung zu Faktorkosten der EU-28 kommt aus Deutschland, gefolgt von Italien (11,9%) und Frankreich (11,8%). Der höchste Umsatz pro Beschäftigtem wird mit 617.000 Euro in Irland erzielt. Österreich liegt hier mit 285.000 Euro deutlich dahinter, allerdings noch über dem Durchschnitt der EU-28 von 238.000 Euro.

Im Durchschnitt arbeiteten die Unternehmen in der Branche Herstellung von Waren mit 14 Beschäftigten pro Unternehmen. Der jährliche Personalaufwand pro unselbständig Beschäftigtem betrug 2014 ca. 39.000 Euro. Im Gegensatz dazu erzielten im Berichtsjahr 2014 die 25.500 österreichischen Unternehmen der Branche Herstellung von Waren mit insgesamt 621.000 Beschäftigten Umsatzerlöse von 177 Mrd. Euro, dies entspricht 2,5 Prozent des Umsatzvolumens der EU-28. Der Personalaufwand für die rund 602.000 unselbständig Beschäftigten schlug sich mit 33,0 Mrd. Euro zu Buche, daraus ergibt sich ein jährlicher Personalaufwand pro unselbständig Beschäftigtem von 55.000 Euro, womit auch hier Österreich über dem EU-Durchschnitt (39.000 Euro) rangiert.

Für die rund 3,3 Mio. Unternehmen im Bau (ÖNACE 2008: Abschnitt F) der EU 28-Länder waren 2014 12,6 Mio. Beschäftigte tätig, die Umsatzerlöse von 1,6 Billionen Euro erwirtschafteten. Der Umsatz pro Unternehmen lag im europäischen Durchschnitt (EU 28) bei ca. 458.400 Euro und damit deutlich unter dem Wert der österreichischen Unternehmen von 1,3 Mio. Euro. Nur in Luxemburg (1,9 Mio. Euro) konnten höhere Umsatzzahlen pro Unternehmen erwirtschaftet werden. In den Ländern der EU 28 waren 2014 im Handel (ÖNACE 2008: Abschnitt G) rund 32,7 Mio. Beschäftigte in 6,3 Mio. Unternehmen tätig und erwirtschafteten einen Umsatz von über 9,9 Billionen Euro. Die 27,4 Mio. unselbständig Beschäftigten verursachten dabei einen Personalaufwand von rund 765 Mrd. Euro. Im gleichen Zeitraum waren in den rund 78.100 österreichischen Handelsunternehmen 651.400 Beschäftigte tätig, die Umsatzerlöse in der Höhe von über 244,2 Mrd. erwirtschafteten. Der Personalaufwand je unselbständig Beschäftigtem lag bei rund 38.200 Euro für die 578.300 unselbständig Beschäftigten. Die Umsatzerlöse je Unternehmen lagen im europäischen Durchschnitt (EU 28) mit rund 1,6 Mio. Euro deutlich unter den rund 3,1 Mio. Euro der österreichischen Handelsunternehmen.

Die rund 1,2 Mio. europäischen Unternehmen (EU 28) im Bereich Verkehr (ÖNACE 2008: Abschnitt H) erzielten im Jahr 2014 Umsatzerlöse von über 1,4 Billionen Euro und boten 10,5 Mio. Beschäftigten einen Arbeitsplatz. Betrachtet man den Personalaufwand je unselbständig Beschäftigtem dieser Branche, so ergibt sich ein europäischer Durchschnitt (EU 28) von ca. 33.800 Euro. Die 14.300 österreichischen Unternehmen dieser Branche beschäftigten ca. 194.000 Personen und erzielten Umsatzerlöse in der Höhe von 39,7 Mrd. Euro. Der Personalaufwand je unselbständig Beschäftigtem lag bei rund 45.500 Euro und damit klar über dem europäischen Durchschnitt. Mit 2,8 Mio. Euro wurden in Österreich mehr als doppelt so hohe Umsatzerlöse je Unternehmen erzielt als im europäischen Durchschnitt (1,2 Mio. Euro).

In den rund 1,9 Mio. Unternehmen der Branche Beherbergung und Gastronomie (ÖNACE 2008: Abschnitt I) waren in den Staaten der EU 28 2014 ca. 10,8 Mio. Beschäftigte tätig und erwirtschafteten Umsatzerlöse in der Höhe von rund 540 Mrd. Euro. Der Personalaufwand je unselbständig Beschäftigtem lag 2014 bei rund 17.000 Euro. Die ca. 47.500 österreichischen Beherbergungs- und Gaststättenunternehmen erzielten im Jahr 2014 Umsatzerlöse von 17,2 Mrd. Euro und boten Arbeitsplätze für rund 242.400 Beschäftigte. Der Personalaufwand je unselbständig Beschäftigtem lag mit rund 23.100 Euro deutlich über dem Durchschnitt der EU 28.

Mit 1,25 Billionen Euro an Umsatzerlösen in den Ländern der EU 28 stellt der Bereich Information und Kommunikation (ÖNACE 2008: Abschnitt J) den drittgrößten Dienstleistungsbereich. Rund 1,1 Mio. Unternehmen sind in der EU 28 in diesem Wirtschaftsbereich tätig und beschäftigen dabei 6,3 Mio. Personen. Die meisten Unternehmen dieses Bereichs sind im Vereinigten Königreich (187.000 Unternehmen) zu finden, gefolgt von Frankreich (152.000 Unternehmen) und Deutschland (115.000 Unternehmen). Der Umsatz pro Unternehmen liegt im europäischen Durschnitt (EU 28) bei 1,1 Mio. Euro. Österreich liegt mit rund 1,2 Mio. Euro pro Unternehmen geringfügig darüber.

Im Bereich Grundstücks- und Wohnungswesen (ÖNACE 2008: Abschnitt L) sind in der Europäischen Union (EU-28) 1,4 Mio. Unternehmen tätig, die 2,8 Mio. Beschäftigten einen Arbeitsplatz boten. Mit 615.000 Beschäftigten stellt Deutschland den größten Anteil in diesem Wirtschaftsbereich, knapp gefolgt vom Vereinigten Königreich (524.000 Beschäftigten).

Mit 4,2 Mio. Unternehmen innerhalb der EU 28 stellt der Bereich Freiberufliche/techn. Dienstleistungen (ÖNACE 2008: Abschnitt M) den größten Unternehmensanteil im Dienstleistungsbereich, dabei sind fast 17% der Unternehmen in Italien beheimatet. Der höchste Umsatz pro Unternehmen wird in Luxemburg (849.000 Euro), Dänemark (738.000 Euro), dem Vereinigten Königreich (722.000 Euro) und Irland (668.000 Euro) erzielt, diese vier Länder erreichen damit jeweils einen mehr als doppelt so hohen Wert als der europäische Durchschnitt (EU28: 315.000).

Die rund 1,4 Mio. Unternehmen in den Ländern der EU 28 im Bereich Sonst. wirtschaftliche Dienstleistungen (ÖNACE 2008: Abschnitt N) erzielen Umsatzerlöse in Höhe von 961 Mrd. Euro. Die höchsten Umsätze pro Unternehmen werden in Irland (1,51 Mio. Euro) erzielt, gefolgt von Österreich (1,48 Mio. Euro) und dem Vereinigten Königreich (1,43 Mio. Euro). Mit Umsatzerlösen pro Beschäftigten von 99.000 Euro stellt Österreich den vierthöchsten Wert hinter Spitzenreiter Irland (207.000 Euro) innerhalb der EU 28.

Bei der Abfrage, Auswertung und Interpretation der einzelnen Daten, ersuchen wir Sie auch die Besonderen Hinweise zu den Daten (in der rechten Infobox) zu beachten. Detaillierte Ergebnisse und Informationen zu einzelnen Statistiken erhalten Sie im Zweig Statistiken.

Ausgewählte Merkmale für die Herstellung von Waren (ÖNACE 2008: Abschnitt C) im europäischen Vergleich
Ausgewählte Merkmale des Baus (ÖNACE 2008: Abschnitt F) im europäischen Vergleich
Ausgewählte Merkmale des Handels (ÖNACE 2008: Abschnitt G) im europäischen Vergleich
Ausgewählte Merkmale des Tourismus (ÖNACE 2008: Abschnitt I) im europäischen Vergleich
Ausgewählte Merkmale des Verkehrs (ÖNACE 2008: Abschnitt H) im europäischen Vergleich

Personalaufwand je unselbständig Beschäftigtem in der Herstellung von Waren (ÖNACE 2008: Abschnitt C) im europäischen Vergleich 2016
Personalaufwand je unselbständig Beschäftigtem im Handel (ÖNACE 2008: Abschnitt G) im europäischen Vergleich 2016
Personalaufwand je unselbständig Beschäftigtem in der Beherbergung und Gastronomie (ÖNACE 2008: Abschnitt I) im europäischen Vergleich 2016
Personalaufwand je unselbständig Beschäftigtem in Verkehr (ÖNACE 2008: Abschnitt H) im europäischen Vergleich 2016
Personalaufwand je unselbständig Beschäftigtem im Bereich Information und Kommunikation (ÖNACE 2008: Abschnitt J) im europäischen Vergleich 2016
Entwicklung der Umsatzerlöse je Beschäftigtem in der Herstellung von Waren (ÖNACE 2008: Abschnitt C) im europäischen Vergleich 2016
Entwicklung der Umsatzerlöse je Beschäftigtem im Bau (ÖNACE 2008: Abschnitt F) im europäischen Vergleich 2016
Entwicklung der Umsatzerlöse je Beschäftigtem im Handel (ÖNACE 2008: Abschnitt G) im europäischen Vergleich 2016
Entwicklung der Umsatzerlöse je Beschäftigtem in der Beherbergung und Gastronomie (ÖNACE 2008: Abschnitt I) im europäischen Vergleich 2016
Entwicklung der Umsatzerlöse je Beschäftigtem im Verkehr (ÖNACE 2008: Abschnitt H) im europäischen Vergleich 2016
Umsatzerlöse je Beschäftigtem im Bereich Information und Kommunikation (ÖNACE 2008: Abschnitt J) im europäischen Vergleich 2016
Umsatzerlöse (in Mio. EUR) und Waren- und Dienstleistungskäufe insgesamt (in Mio. EUR) der Herstellung von Waren (ÖNACE 2008: Abschnitt C) im europäischen Vergleich 2016


Thomas Hodel Tel. + 43 (1) 71128-7440

Technischer Support STATcube Tel. + 43 (1) 71128-7378


Guglgasse 13, 1110 Wien 
Tel.: +43 (1) 71128-7070 
FAX: +43 (1) 71128-7728 
info@statistik.gv.at 
Öffnungszeiten: Mo - Fr 9.00 - 16.00 Uhr