Statistische Nachrichten - Kurzzusammenfassungen Jänner 2022

Bevölkerungsprognose 2021-2080 (2001)

Neudurchrechnung der Prognosegeneration 2019

Österreichs Bevölkerung wächst und altert. Dieser Prozess, der schon in den vergangenen Jahrzehnten zu beobachten war, wird sich auch in Zukunft fortsetzen. Einerseits führen langfristige Wanderungsgewinne von jährlich rund 30.000 Personen zu einem Bevölkerungsanstieg. Andererseits sind neben den stagnierenden Geburtenzahlen und der steigenden Lebenserwartung insbesondere die starken Geburtsjahrgänge, die sukzessive ins Pensionsalter wechseln, für den Alterungsprozess verantwortlich. Demnach wird die Bevölkerungszahl Österreichs von 8,91 Mio. (2020) bis 2040 um 6% auf 9,47 Mio. wachsen, bis 2080 schließlich um 11% auf 9,93. Mio. Der Bevölkerungsanteil 65+ steigt in den nächsten sechs Jahrzehnten von 19,2% (2020) auf 29,4% (2080). Das prognostizierte Bevölkerungswachstum der nächsten Jahrzehnte wird sich regional sehr unterschiedlich verteilen. Überdurchschnittlich starkes Wachstum ist in Wien zu erwarten. Die Bundeshauptstadt wird 2028, wie zuletzt zu Beginn des 20. Jahrhunderts, die 2-Mio.-Marke überschreiten. Für Kärnten ist hingegen mit weiteren Bevölkerungsverlusten zu rechnen, wodurch die Einwohnerzahl ab 2022 hinter Salzburg zurückfallen wird. Auch für Niederösterreich und das Burgenland wird ein überdurchschnittlich starkes Bevölkerungswachstum prognostiziert, während der Trend in Salzburg und in der Steiermark unter dem Bundesschnitt liegt. In allen anderen Bundesländern bewegt sich das künftige Wachstum grosso modo im Österreichschnitt. Die Zahl der im Ausland geborenen Bevölkerung Österreichs wird weiterhin zunehmen. 2020 lebten im Bundesgebiet 1,79 Mio. Menschen, 20% der Gesamtbevölkerung, die nicht in Österreich zur Welt kamen. Bis 2040 steigt ihre Zahl auf 2,25 Mio. (+26%), bis 2080 schließlich auf 2,67 Mio. (+50% gegenüber dem Basisjahr 2020). Der Anteil der nicht in Österreich geborenen Personen nimmt somit bis 2040 auf 24% und bis 2080 auf 27% zu.

VPI im November 2021

Die allgemeine Teuerung stieg im November 2021 auf 4,3% (Oktober 2021: 3,7%) und erreichte damit den höchsten Wert seit fast 30 Jahren. Der Bereich Verkehr erwies sich nach wie vor als bedeutendster Preistreiber im Jahresvergleich. Die Inflationsrate des auf europäischer Ebene harmonisierten Verbraucherpreisindex war mit 4,1% etwas geringer als jene des VPI.

Vergleich Konsumerhebung mit VGR

Vergleich der Ergebnisse der Konsumerhebung 2019/20 mit der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung

Dieser Artikel stellt die Ausgabendaten der Konsumerhebung 2019/20 jenen des privaten Konsums der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen gegenüber. Die Ergebnisse der Konsumerhebung erreichen 81,6% der VGR-Werte für das Kalenderjahr 2019 sowie 83,0% für den Erhebungszeitraum der Konsumerhebung. In den einzelnen Ausgabengruppen kommen die beiden Statistiken jedoch zu teilweise stark unterschiedlichen Ergebnissen. Wesentlich bei der Interpretation der Ergebnisse ist die Berücksichtigung der unterschiedlichen Konzepte und Methoden, die diesen beiden Statistiken zugrunde liegen.

F&E im internationalen Vergleich

Forschung und experimentelle Entwicklung 2019

Dieser Artikel präsentiert internationale Vergleichsdaten über Forschung und experimentelle Entwicklung (F&E) mit besonderem Augenmerk auf das Jahr 2019, in dem die Forschungsquote der Europäischen Union 2,23% betrug. In Österreich betrug die Forschungsquote 2019 laut Eurostat-Berechnung 3,13%, was hinter Schweden, Belgien und Deutschland den vierthöchsten Wert innerhalb der EU darstellte. Insgesamt wurden 2019 in den EU-27-Staaten 312 Mrd. € für F&E aufgewendet. 67% der gesamten F&E-Ausgaben wurden von Unternehmen ausgegeben und 21% im Hochschulsektor. Rund 2,9 Mio. Personen (in Vollzeitäquivalenten) waren mit F&E befasst, nur rund 35% davon waren Frauen. Die staatlichen Finanzierungen für F&E über die nationalstaatlichen Budgets der EU-Staaten lagen 2020 bei rund 101 Mrd. € und stiegen seit 2017 nach einer Stagnation in den Jahren davor wieder stärker an. Für das COVID-19-Krisenjahr 2020 wird die F&E-Quote der EU-27 basierend auf vorläufigen Daten auf 2,32% geschätzt, was im Jahresabstand aufgrund des Einbruchs der Wirtschaftsleistung verbunden mit einer Stagnation der F&E-Ausgaben 2020 zu einem Anstieg der F&E-Quote um 0,09 Prozentpunkte führen würde.