Statistische Nachrichten - Kurzzusammenfassungen Dezember 2021

Statistische Nachrichten 2021

Die Statistischen Nachrichten blicken auf eine lange Tradition zurück und werden seit Jahrzehnten als statistische Fachzeitschrift geschätzt. Es freut uns, dass Statistik Austria auch im zweiten Jahr der Corona-Krise trotz der anhaltenden Herausforderungen die zeitgerechte Veröffentlichung dieses hochwertigen Fachjournals sicherstellen konnte. Das im Jahr 2008 eingeführte Feedback- bzw. Begutachtungssystem zur Qualitätssicherung der Beiträge in den Statistischen Nachrichten wurde auch 2021 fortgeführt. Statistik Austria dankt den Damen und Herren, die im abgelaufenen Kalenderjahr als Referees mitwirkten, sehr herzlich für ihre ehrenamtliche Tätigkeit. Um unseren Kundinnen und Kunden in den wiederkehrenden Lockdowns und im dadurch vermehrt genutzten Homeoffice den Zugang zu den Statistischen Nachrichten zu erleichtern, stellen wir die jeweils aktuellste Ausgabe weiterhin online auf unserer Website zur Verfügung.

Grafik 1  Die Redaktion wünscht ein friedliches Weihnachtsfest und alles Gute für 2022

Mindestsicherung und Sozialhilfe

Ergebnisse der Bundesländer

Menschen, die ihre existenziellen Grundbedürfnisse (Lebensunterhalt, Wohnen, Schutz im Krankheitsfall) nicht oder nicht ausreichend durch Eigenmittel (Einkommen, Vermögen) oder vorrangige Sozialleistungen (z.B. Arbeitslosengeld) sichern können und zum dauernden Aufenthalt in Österreich berechtigt sind, haben Anspruch auf Mindestsicherung bzw. Sozialhilfe. Im Jahr 2020 erhielten durchschnittlich 207.122 (in Summe 277.650) Personen Unterstützung; das waren trotz COVID-19-Pandemie um 2,4% (Jahresdurchschnitt) bzw. 3,5% (Jahressumme) weniger als 2019. Die monatliche Leistungshöhe für Lebensunterhalt und Wohnen betrug pro Person im Durchschnitt 365 €, pro Bedarfsgemeinschaft (Ein- und Mehrpersonenhaushalte) 699 €; bei über 70% der Bedarfsgemeinschaften war die Hilfe eine Aufstockung zu ihren vorhandenen (angerechneten) Einkünften. Die Jahresausgaben für die Mindestsicherung und Sozialhilfe lagen 2020 bei 959 Mio. € (+5,0% gegenüber dem Vorjahr) und damit unter 1% der Sozialausgaben insgesamt.

Jagdstatistik 2020/2021

Im Jagdjahr 2020/2021 sank die Gesamtzahl der Abschüsse im Vergleich zur Saison 2019/2020 um 12,7% auf 732.000 Stück, von denen 85,9% auf Haarwild und 14,1% auf Federwild entfielen. Darüber hinaus wurden 122.000 Wildtiere (-11,6%), vorrangig Rehwild (68.100 Stück) und Hasen (28.300 Stück), Opfer widriger Umstände (Fallwild). Im gleichen Zeitraum wurden neben einem Stock von 130.000 gültigen Jahresjagdkarten (-1,2%) noch insgesamt 8.500 Jagdgastkarten (-29,2%) mit unterschiedlicher Gültigkeitsdauer ausgegeben.

Körperschaftsteuerstatistik 2017

Im Veranlagungsjahr 2017 wurden 151.197 Veranlagungen durchgeführt, um 2,7% mehr als im Vorjahr. In 97,1% aller Fälle handelte es sich dabei um einzelne Körperschaften, in nur 2,9% der Fälle oder 4.413-mal erfolgte die Veranlagung für eine Unternehmensgruppe. Mit einem Anteil der Steuerfälle von 61,7% (im Vorjahr waren es 61,2%) veränderte sich das Verhältnis zwischen Steuer- und Nullfällen nur leicht. Das Körperschaftsteueraufkommen betrug 8.973 Mio. € und stieg damit um 662 Mio. € oder 8,0%.

VPI im Oktober 2021

Die allgemeine Teuerung stieg im Oktober 2021 auf 3,7% (September 2021: 3,3%) und erreichte damit den höchsten Wert seit 13 Jahren. Der Bereich Verkehr erwies sich erneut als wichtigster Preistreiber im Jahresabstand. Die Inflationsrate des auf europäischer Ebene harmonisierten Verbraucherpreisindex war mit 3,7% gleich hoch wie jene des VPI.

Baupreisindex, neues Basisjahr 2020

Revision aller Bausparten im Hoch- und Tiefbau

Die Baupreisindizes stellen gemeinsam mit den Baukostenindizes sensible Konjunkturindikatoren mit langjähriger Tradition in Österreich dar. Erste Indexreihen für den Baupreisindex Wohnhaus- und Siedlungsbau reichen bis 1971 zurück. Seit 1986 stehen Indizes für die Bausparten Wohnhaus- und Siedlungsbau, Sonstiger Hochbau, Straßenbau, Brückenbau sowie Sonstiger Tiefbau und deren Aggregate zur Verfügung. Der Baupreisindex gibt Auskunft über die Entwicklung der tatsächlichen Preise, die der Bauherr für Bauarbeiten an den Bauunternehmer bezahlen muss und dient als Deflator für die Berechnung realer Veränderungen von Bauproduktionswerten. Um die immer rascher fortschreitenden wirtschaftlichen und technischen Entwicklungen im Bauwesen berücksichtigen zu können, wurde wieder eine Revision der Warenkörbe und deren Gewichtungen erforderlich. Der nachstehende Artikel informiert über die von Statistik Austria durchgeführten Revisionsarbeiten und beinhaltet sowohl die wesentlichsten Neuerungen als auch die ab dem Basisjahr 2020 für alle fünf Bausparten gültigen Warenkörbe.

Konsumausgaben der privaten Haushalte 2020

Als Ergänzung zur Ergebnispräsentation der Berechnungen zum Bruttoinlandsprodukt 2020 wird im folgenden Beitrag näher auf die Entwicklung der Konsumausgaben der privaten Haushalte eingegangen. Die privaten Konsumausgaben stellen mit 181,3 Mrd. € das größte Einzelaggregat auf der Verwendungsseite des Bruttoinlandsprodukts dar. Vor dem Hintergrund der pandemiebedingten volatilen wirtschaftlichen Lage ist eine gesonderte detaillierte Betrachtung besonders interessant. Statistik Austria veröffentlicht zusätzlich zu den Jahresergebnissen auch quartalsweise Daten, wodurch hier erstmals auch die unterjährige Entwicklung der Konsumausgaben betrachtet werden kann. Weiters stellt der Beitrag eine Überleitung zu einem in Kürze erscheinenden Artikel, der Daten der Konsumerhebung 2019/2020 mit den Konsumausgaben in der VGR vergleicht.