Statistische Nachrichten - Kurzzusammenfassungen März 2021

Gesundheitsstatistik 2019

Die Gesundheitsstatistik leistet einen wesentlichen Beitrag zur Planung und Umsetzung einer bedarfsgerechten Gesundheitsförderung und Gesundheitsversorgung in Österreich, wenn es um die Identifikation gesundheitspolitischer Handlungsoptionen geht. Haben sich der Gesundheitszustand und die medizinische Versorgung der Österreicher und Österreicherinnen in den vergangenen Jahrzehnten sehr positiv entwickelt, so beeinträchtigen doch bestehende soziale Ungleichheiten, Risikofaktoren wie Rauchen, Übergewicht, Bewegungsmangel, Drogen- und Alkoholmissbrauch sowie andere epidemiologische Einflüsse diesen positiven Trend. Wie diesen Faktoren entgegengewirkt werden kann, ist von großem gesundheitspolitischen Interesse und setzt eine fundierte empirische Bestandsaufnahme voraus. Im folgenden Artikel sind die wesentlichen aktuellen Statistiken zum Gesundheitszustand und der Gesundheitsversorgung der österreichischen Bevölkerung im Jahr vor der COVID-19-Pandemie zusammengefasst.

Geflügelproduktion 2020

Im Jahr 2020 wurden österreichweit 98,0 Mio. Hühner (+8,0% gegenüber 2019) in meldepflichtigen Betrieben geschlachtet. Die gesamte Schlachtproduktion (Ware unterschiedlicher Herrichtungsform wie z.B. „bratfertig ohne Innereien“) stieg dabei auf 125.000 t (+8,2%). Des Weiteren wurden im Lauf des Jahres 132,5 Mio. Hühner-Bruteier (+5,7%) in dazu meldepflichtigen Brütereien eingelegt, und 103,8 Mio. Küken (+3,5%) schlüpften.

Einkommensteuerstatistik 2018

Im Jahr 2018 wurden 1.019.420 Personen zur Einkommensteuer veranlagt, davon 719.202 Steuerfälle und 300.218 Nullfälle. Im Vergleich zu 2017 stieg die Zahl der Steuerfälle um 2,8%. Deren Einkünfte erreichten ein Volumen von 35,7 Mrd. € (+4,7%), ihr zu versteuerndes Einkommen belief sich auf 34,8 Mrd. € (+4,8%); die festgesetzte Einkommensteuer wies einen Anstieg um 740 Mio. € auf 11,3 Mrd. € (+7,0%) auf, woraus eine Steuerbelastungsquote von 32,3% resultierte. 451.599 Steuerfälle entfielen auf Männer und 267.603 auf Frauen. Der durchschnittliche Gesamtbetrag der Einkünfte betrug 49.700 € (Männer: 56.500 €, Frauen: 38.200 €). Bei 58.385 Steuerpflichtigen lag das zu versteuernde Einkommen über 100.000 €. Die höchsten (saldierten) Einkünfte wurden aus der Einkunftsart „Nichtselbständige Arbeit“ mit 19,4 Mrd. € (54,3%) bezogen, gefolgt von den Einkünften aus selbständiger Arbeit mit 7,5 Mrd. € (20,9%) und jenen aus Gewerbebetrieb mit 6,0 Mrd. € (16,7%).

VPI im Jahr 2020

Dieser Artikel analysiert die allgemeine Preisentwicklung im Jahr 2020 sowie die COICOP-Gliederung, Spezialindizes des Verbraucherpreisindex (VPI 2015) und den Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI 2015). Weitere Abschnitte widmen sich dem internationalen Vergleich der Inflation, der Darstellung der durchgeführten Qualitätsanpassungen und Sortenwechsel sowie der relativen Anteile fehlender Preisbeobachtungen. Der Umgang mit COVID-19-bedingten Preisausfällen wird ebenfalls erläutert. Mit 1,4% lag die Inflationsrate im Jahr 2020 leicht unter dem Wert des Vorjahres (1,5%) und war deutlich geringer als in den Jahren 2018 (2,0%) und 2017 (2,1%). Wichtigster Preistreiber des österreichischen VPI war die Gruppe „Wohnung, Wasser und Energie“, in der sich vor allem höhere Instandhaltungskosten von Wohnungen und steigende Mieten auswirkten. Am zweitstärksten beeinflussten Teuerungen in „Restaurants und Hotels“ die Inflation. Dämpfend wirkten sich unter anderem günstigere Treibstoffpreise in der Gruppe „Verkehr“ aus.

VPI im Jänner 2021

Die allgemeine Teuerung ging im Jänner 2021 auf 0,8% zurück (Dezember 2020: 1,2%). Ausschlaggebend dafür waren günstigere Preise bei Nahrungsmitteln. Als wichtigster Preistreiber im Jahresabstand erwies sich nach wie vor die Ausgabengruppe Wohnung, Wasser und Energie. Die Inflationsrate des auf europäischer Ebene harmonisierten Verbraucherpreisindex war mit 1,0% höher als jene des VPI. Die Einschränkungen des öffentlichen Lebens zur Eindämmung von COVID-19 („harter“ Lockdown) hatten im Jänner 2021 weiterhin deutliche Auswirkungen auf die Berechnung der Inflationsrate.

Integrierte NAMEA 1995-2018

Die Integrierte NAMEA (National Accounting Matrix including Environmental Accounts) verknüpft ökonomische Kennzahlen und umweltbezogene Daten auf Ebene der Wirtschaftsbereiche sowie der privaten Haushalte und ermöglicht auf diese Weise eine direkte Gegenüberstellung wirtschaftlicher und umweltbezogener Parameter. Das Ziel ist die Darstellung der Auswirkungen gesellschaftlichen Handelns auf die Umwelt. Berücksichtigt werden hierbei erstens die ökonomischen Kennzahlen Produktionswert, Bruttowertschöpfung sowie Erwerbstätige, zweitens die umweltbezogenen Materialflüsse Materialeinsatz, Energieeinsatz, Luftemissionen sowie gefährliche und nicht gefährliche Abfälle und drittens als umweltbezogene Aufwendungen die Umweltschutzausgaben für Luftreinhaltung und Klimaschutz sowie Abfallwirtschaft und das Ökosteueraufkommen. Zwischen 1995 und 2018 erhöhte sich der Materialeinsatz um 14,0% und der Energieverbrauch (dominiert von nicht erneuerbaren Energieträgern) um 17,2%, während die Bruttowertschöpfung um 54,4% stieg. Die Aufwendungen für Luftreinhaltung und Klimaschutz nahmen um 46,2% zu, die für die Abfallwirtschaft um 204,2% und die Ökosteuern insgesamt um 93,3%. Acht von zehn Luftemissionen konnten zum Teil deutlich reduziert werden.

WgÖ? 2020 - COVID-19-Ausblick

Update Februar 2021

„Wie geht’s Österreich?“ (WgÖ) bietet im aktuellen Bericht 2020 einen Ausblick auf Auswirkungen der COVID-19-Krise im Rahmen der Wohlstands- und Fortschrittsmessung. Erste Daten für das Jahr 2020 zeigen, dass die Krise vorwiegend negativ auf die Bereiche Wohlstand und Lebensqualität sowie positiv auf zumindest manche der Umweltindikatoren wirkt. Die Auswirkungen der Corona-Krise auf die wirtschaftliche Entwicklung zeigen sich durch Kennzahlen wie das Bruttoinlandsprodukt oder den Konsum deutlich. Im gesamten Jahr 2020 ging die österreichische Wirtschaftsleistung real um 6,6% zurück, der Konsum der privaten Haushalte reduzierte sich ebenfalls deutlich. Zudem führte die Gesundheitskrise zu einem deutlichen Anstieg der Arbeitslosigkeit. In der Dimension Gesundheit sind einerseits die unmittelbaren Folgen der Pandemie und andererseits auch indirekte Effekte zu beachten; wesentliche Auswirkungen zeichnen sich auch für die Dimension Soziale Teilhabe und Armut sowie für die Bildung ab. Einige Maßnahmen zur Bekämpfung des Corona-Virus dürften sich positiv auf die Umwelt auswirken: Rückgänge in der Produktion von Gütern, im Konsum oder im Verkehr wirken sich zumeist vermindernd auf den Ressourcenverbrauch oder die Emissionen eines Landes aus.