Statistische Nachrichten - Kurzzusammenfassungen August 2020

Endgültige Außenhandelsdaten 2019

Ergebnisse im Zusammenhang mit anderen Wirtschaftsdaten

Der österreichische Außenhandel verzeichnete nach endgültigen Ergebnissen im Jahr 2019 gegenüber dem Vorjahr wertmäßige Zuwächse in beiden Verkehrsrichtungen. Der Wert der Einfuhren stieg um 1,1% auf 157,82 Mrd. €, die Ausfuhren legten um 2,3% auf 153,50 Mrd. € zu. Der Handel mit den EU-Partnerländern zeigte ein Wachstum der Intra-EU-Importe um 0,3% auf 110,66 Mrd. € und der Intra-EU-Exporte um 1,9% auf 106,94 Mrd. €. Der Warenverkehr mit Drittstaaten nahm ebenfalls in beiden Richtungen zu (Extra-EU-Importe: +3,1% auf 47,16 Mrd. €; Extra-EU-Exporte: +3,2% auf 46,56 Mrd. €). Das Defizit der Außenhandelsbilanz belief sich auf 4,32 Mrd. €.

Milcherzeugung und -verwendung 2019

Im Jahr 2019 erzeugten rund 527.000 Milchkühe ca. 3,8 Mio. t Rohmilch, wovon 89,3% an Molkereien und Verarbeitungsbetriebe geliefert wurden, während die restliche Menge anderweitig Verwendung fand (9,7%) oder als Schwund (1,0%) zu verbuchen war. Des Weiteren wurden im Berichtsjahr rund 12.200 t Schaf- und 26.500 t Ziegenmilch erzeugt.

VPI im Juni 2020

Die allgemeine Teuerung stieg im Juni 2020 auf 1,1% (Mai 2020: 0,7%). Hauptverantwortlich dafür waren Preisanstiege bei Nahrungsmitteln. Als Preistreiber im Jahresabstand erwies sich nach wie vor der Bereich Wohnen, als Preisdämpfer billigere Treibstoffe. Die Inflationsrate des auf europäischer Ebene harmonisierten Verbraucherpreisindex war mit 1,1% so hoch wie jene des VPI. Die verbliebenen Maßnahmen zur Eindämmung von COVID-19, die den Reise- und Unterhaltungsbereich betrafen, beeinflussten die Berechnung der Juni-Inflationsrate nur mehr geringfügig.

Auswirkung von COVID-19 auf Juni-VPI

Methodische Informationen

Die Preiserhebung im Juni 2020 konnte nach den schwierigen Monaten April und Mai großteils wieder wie gewohnt aufgenommen werden. Lediglich einige wenige Warenkorbpositionen mussten weiterhin imputiert werden, da sie noch nicht regulär erhoben werden konnten. Weiterhin von Ausfällen betroffen waren diverse Reisen sowie Kultur- und Sportdienstleistungen, die aktuell noch nicht durchgeführt werden durften. Trotzdem konnten im Vergleich zu den Vormonaten April und Mai wieder deutlich mehr Preise regulär erhoben werden. Die fehlenden Preismeldungen wurden wie gehabt mit unterschiedlichen Imputationsmethoden ersetzt. In Summe waren nur mehr 4,2% des Warenkorbgewichts im Juni 2020 von diesen Imputationen betroffen. Die Scannerkassendaten wurden für die Nahrungsmittel- und Drogeriewarenpreiserhebung nicht mehr benötigt, da die Preise wieder direkt in den Geschäften erhoben werden konnten.

Leistungs- und Strukturstatistik 2018

Der Beitrag präsentiert die Ergebnisse der Leistungs- und Strukturstatistik 2018 in den Produktions- und Dienstleistungsbereichen (Abschnitte B bis N und Abteilung S95 der ÖNACE 2008). Im Berichtsjahr 2018 erzielten die 346.469 Unternehmen (rechtliche Einheiten) mit 3.044.226 Beschäftigten Umsatzerlöse in der Höhe von 807,4 Mrd. €. Daraus ergaben sich ein Produktionswert von 533,4 Mrd. € und eine Bruttowertschöpfung zu Faktorkosten von 216,0 Mrd. €. Der Personalaufwand für die 2.718.860 unselbständig Beschäftigten belief sich auf 134,0 Mrd. €, das Investitionsvolumen auf 41,6 Mrd. €. Erstmalig wurden die 346.469 rechtlichen Einheiten der Leistungs- und Strukturstatistik 2018 zu 322.441 statistischen Unternehmen zusammengefasst, um bei Unternehmensgruppen wesentliche interne Lieferungen und Leistungen zwischen inländischen rechtlichen Einheiten desselben statistischen Unternehmens in den Ergebnissen der Leistungs- und Strukturstatistik unberücksichtigt zu lassen. Es wurden somit 16,7 Mrd. € an internen Lieferungen und Leistungen, die nicht für den Markt bestimmt waren, konsolidiert. Das Konzept für die Leistungs- und Strukturstatistik sieht eine Vollerhebung mit Abschneidegrenzen (sog. Konzentrationsstichprobe) bei Unternehmen (rechtlichen Einheiten) vor, die gesetzlich definierte Schwellenwerte überschreiten. Basierend auf den primärstatistisch erhobenen Daten wurden die Einheiten unterhalb der Schwellenwerte mit Hilfe von Register- und Verwaltungsdaten modellbasiert ergänzt.