Statistische Nachrichten - Kurzzusammenfassungen März 2020

Haushaltsprognose 2019-2080

Vorausschätzung der Privathaushalte nach Größe und Bundesländern

Die Zahl der Privathaushalte in Österreich wird künftig, so wie in der Vergangenheit, weiterhin steigen. Der Anstieg ist in erster Linie eine Folge der wachsenden Bevölkerung. Zum Zeitpunkt der Volkszählung 2001 gab es in Österreich 3,34 Mio. Privathaushalte, laut Registerzählung 2011 waren es bereits 3,65 Mio. Für 2019 wurden 3,95 Mio. Privathaushalte geschätzt. Bis 2030 wird ihre Zahl auf 4,18 Mio. (+14,6% gegenüber 2011, dem Basisjahr der aktuellen Projektion), bis 2080 schließlich auf 4,66 Mio. ansteigen (+27,7%). Die Gesamtzahl der Privathaushalte wird künftig in allen Bundesländern zunehmen, allerdings unterschiedlich stark und in Kärnten nicht über den gesamten Projektionszeitraum bis 2080.

Arbeitnehmerveranlagung 2017

Laut Auswertung der bis Mitte Oktober 2019 verfügbaren Daten zur Arbeitnehmerveranlagung für 2017 (geschätzter Vollzähligkeitsgrad über 90%) kam es durch diese Veranlagungen zu einer Steuerrückzahlung von 1.716,9 Mio. € (= 6,5% der ursprünglich einbehaltenen Lohnsteuer laut Lohnsteuerstatistik 2017). Die Rückzahlung betrug 1.579,4 Mio. € für unselbständig Erwerbstätige und 137,6 Mio. € für Pensionisten und Pensionistinnen. Bezogen auf die Anzahl der Personen mit durchgeführter Arbeitnehmerveranlagung ergab sich insgesamt eine durchschnittliche Steuerrückzahlung von 394 €, für unselbständig Erwerbstätige von 507 € und für Pensionierte von 111 €.

Inflation im Jahr 2019

Dieser Artikel analysiert die allgemeine Preisentwicklung im Jahr 2019 sowie die COICOP-Gliederung, Spezialindizes des Verbraucherpreisindex (VPI 2015) und den Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI 2015). Weitere Abschnitte widmen sich dem internationalen Vergleich der Inflation, der Darstellung der durchgeführten Qualitätsanpassungen und Sortenwechsel sowie der relativen Anteile fehlender Preisbeobachtungen. 2019 betrug die Inflationsrate 1,5%, weniger als 2018 (2,0%) und 2017 (2,1%), aber deutlich mehr als im Jahr 2016 (0,9%). Der höchste Wert der letzten zehn Jahre wurde 2011 (+3,3%) gemessen. Wichtigster Preistreiber des österreichischen VPI war die Gruppe „Wohnung, Wasser und Energie“, in der sich vor allem höhere Instandhaltungskosten von Wohnungen und steigende Mieten auswirkten. Am zweitstärksten beeinflussten Teuerungen in „Restaurants und Hotels“ die Inflation. Dämpfend wirkten sich günstigere Telefon- und Telefaxdienste sowie Verbilligungen der Mobiltelefongeräte in der Gruppe „Nachrichtenübermittlung“ aus.

VPI im Jänner 2020

Die allgemeine Teuerung stieg im Jänner 2020 auf 2,0% (Dezember 2020: 1,7%). Ausschlaggebend dafür war ein Preisschub bei Treibstoffen. Bedeutendster Preistreiber war erneut die Ausgabengruppe Wohnung, Wasser und Energie, gefolgt von Restaurants und Hotels. Die Inflationsrate des auf europäischer Ebene harmonisierten Verbraucherpreisindex war mit 2,2% höher als jene des VPI.

Gütereinsatz 2018

Für die Gütereinsatzstatistik im Produzierenden Bereich (Abschnitte B bis F der ÖNACE 2008) werden der im Produktionsprozess verwendete Materialinput und der Energieeinsatz nach Energieträgern erhoben. Bezogen auf die Konjunkturstatistik im Produzierenden Bereich decken die erhebungsrelevanten Betriebe im Berichtsjahr 2018 rund 75% der Wirtschaftsleistung ab. Die Gütereinsatzstatistik bietet somit eine repräsentative Darstellung des Wertes und der Verteilung des Energie- und Wareneinsatzes auf Güterebene, wobei die Güter den entsprechenden ÖCPA-Positionen zugeordnet sind, um sie mit den von anderen Erhebungen verwendeten Klassifikationssystemen vergleichen zu können. Die Ergebnisse sind insbesondere für Input-Output-Berechnungen und Materialflussrechnungen sowie für jene Unternehmen von Bedeutung, die ihren Materialeinsatz mit dem anderer Branchen vergleichen wollen. 2018 wurden 2.574 Betriebe mit mindestens 20 Beschäftigten und einer Wirtschaftsleistung von 10 Mio. € und mehr einbezogen. Der Wert des gemeldeten Gütereinsatzes betrug dabei 81,8 Mrd. €.

Öko-Steuern 1995-2018

Bereits 1998 wurde auf internationaler Ebene ein einheitliches Konzept zur Erfassung der Öko-Steuern (Eco-Taxes) geschaffen. Darunter fallen jene Steuern, deren Bemessungsgrundlage eine nachweislich schädliche Wirkung auf die Umwelt hat. Für 2018 ergaben sich Einnahmen in der Höhe von 9,6 Mrd. €, um 0,6% mehr als im Jahr 2017. Den höchsten Anteil am Öko-Steuer-Aufkommen hatten – wie in den Jahren zuvor – die Energiesteuern, gefolgt von den Transportsteuern (zusammen rund 92%). Ökologisch relevante Zahlungsströme werden immer bedeutender, finden aber laut internationalen Richtlinien unter den Öko-Steuern keine Berücksichtigung. Ihnen kommen jedoch Lenkungseffekte analog zu den klassischen Öko-Steuern zu.