Statistische Nachrichten - Kurzzusammenfassungen Februar 2020

Erwerbsprognose 2019-2080

Neudurchrechnung der Erwerbsprognose 2018

Die Zahl der Erwerbspersonen in Österreich wird nach der vorliegenden Erwerbsprognose auch künftig steigen. Der prognostizierte Rückgang der Bevölkerung im Erwerbsalter wird durch die aktuellen Trends in der alters- und geschlechtsspezifischen Erwerbsbeteiligung kompensiert. Somit wird das demographische Angebot an Erwerbspersonen - die Summe aus Selbständigen und mithelfenden Familienangehörigen, unselbständig Beschäftigten sowie Arbeitslosen - bis 2050 gegenüber 2018 bundesweit um 3,8% steigen, und zwar von 4,58 Mio. auf 4,75 Mio. (Trendvariante). Blieben die alters- und geschlechtsspezifischen Erwerbsquoten jedoch auf dem Niveau von 2018 konstant, so wäre bis dahin mit einem Rückgang um 5,3% auf 4,33 Mio. Erwerbspersonen zu rechnen. Bei einer extrem starken Ausschöpfung des Erwerbspotenzials (Aktivierungsvariante) wäre bis 2050 ein Zuwachs um 11,3% auf 5,10 Mio. Erwerbspersonen möglich.

Gesundheitsstatistik 2018

Die Gesundheitsstatistik leistet einen wesentlichen Beitrag zur Planung und Umsetzung einer bedarfsgerechten Gesundheitsförderung und Gesundheitsversorgung in Österreich, wenn es um die Identifikation gesundheitspolitischer Handlungsoptionen geht. Haben sich der Gesundheitszustand und die medizinische Versorgung der Österreicherinnen und Österreicher in den vergangenen Jahrzehnten sehr positiv entwickelt, so beeinträchtigen doch bestehende soziale Ungleichheiten, Risikofaktoren wie Rauchen, Übergewicht, Bewegungsmangel, Drogen- und Alkoholmissbrauch sowie andere epidemiologische Einflüsse diesen positiven Trend. Wie diesen Faktoren entgegengewirkt werden kann, ist von großem gesundheitspolitischen Interesse und setzt eine fundierte empirische Bestandsaufnahme voraus. Im folgenden Artikel sind die wesentlichen aktuellen Statistiken zum Gesundheitszustand und der Gesundheitsversorgung der österreichischen Bevölkerung zusammengefasst.

Betreuungs- und Pflegedienste 2018

Im Jahr 2018 wurden 153.486 ältere Menschen durch professionelle mobile Dienste zu Hause (Heimhilfe, Hauskrankenpflege etc.) betreut bzw. gepflegt. 95.100 Personen lebten – ebenfalls mit finanzieller Unterstützung der Sozialhilfe/Mindestsicherung – in stationären Einrichtungen (Altenwohn- und Pflegeheime), 9.871 nahmen eine Kurzzeitpflege in Heimen in Anspruch. Für 8.188 zu Hause wohnende Menschen erbrachten teilstationäre Dienste (Tagesstätten, Tageszentren) tagsüber Betreuungs- und Verpflegsleistungen. Der überwiegende Teil der betreuten/gepflegten Personen war weiblich (mobile Dienste: 66%, stationärer Bereich: 71%) bzw. 75-jährig oder älter (mobil: 74%, stationär: 80%); das in der Langzeitpflege tätige Personal hatte einen noch höheren Frauen-Anteil (mobil: 91%, stationär: 84%). Die Ausgaben für die Betreuungs- und Pflegedienste insgesamt lagen bei 3,9 Mrd. €, wovon 59% die Länder und Gemeinden finanzierten, 36% die betreuten Personen bezahlten und 5% sonstige Mittel waren.

Aquakulturproduktion 2018

Im Kalenderjahr 2018 wurden bundesweit 4.084 t Speisefisch (+5,7% zum Vorjahr) von 492 in diesem Sektor der Aquakultur tätigen Unternehmen vermarktet. Nach Arten gesehen, entfiel dabei der Großteil der Produktion auf Regenbogen- bzw. Lachsforellen (33,3% der Gesamtmenge), gefolgt von Karpfen (15,8%) und Bachsaiblingen (12,5%). Weiters meldeten für den gleichen Zeitraum 145 der befragten Unternehmen die Produktion von 18,7 Mio. Stück Laich und 20,7 Mio. Stück Jungfischen.

VPI im Dezember 2019

Die allgemeine Teuerung stieg im Dezember 2019 auf 1,7% (November 2019: 1,1%). Hauptverantwortlich für diesen markanten Anstieg waren die Preise für Treibstoffe und Heizöl, die im Jahresabstand nicht mehr so deutlich fielen wie noch im November. Außerdem gab es einen merklichen Preisschub bei Pauschalreisen. Als wichtigster Preistreiber gegenüber dem Vorjahr erwiesen sich nach wie vor die Preise für Wohnung, Wasser und Energie, gefolgt von jenen für Restaurants und Hotels. Die Inflationsrate des auf europäischer Ebene harmonisierten Verbraucherpreisindex war mit 1,8% etwas höher als jene des VPI.

F&E 2017 im internationalen Vergleich

Dieser Artikel präsentiert internationale Vergleichsdaten über Forschung und experimentelle Entwicklung (F&E) mit besonderem Augenmerk auf das Jahr 2017, in dem die Forschungsquote der Europäischen Union 2,07% betrug. Der europäische Zielwert für 2020 ist 3% und wurde damit nicht erreicht. In Österreich betrug die Forschungsquote 2017 laut Eurostat-Berechnung 3,05%, was den dritthöchsten Wert innerhalb der EU darstellte. Insgesamt wurden 2017 in der EU 319 Mrd. € für F&E aufgewendet. 66% der gesamten F&E-Ausgaben der EU wurden von Unternehmen ausgegeben und 22% im Hochschulsektor. Rund 3,1 Mio. Personen (in Vollzeitäquivalenten) waren mit F&E befasst, nur rund 35% davon waren Frauen. Die staatliche Finanzierung für F&E über die nationalstaatlichen Budgets der EU-Staaten stagnieren seit mehreren Jahren und lagen 2018 bei rund 99 Mrd. €.