Statistische Nachrichten - Kurzzusammenfassungen Dezember 2019

Begutachtungssystem – Danksagung

Statistik Austria ist bestrebt, mit dieser Monatszeitschrift auch in Zukunft ein hochwertiges Produkt anzubieten. Daher wurde das Feedback- bzw. Begutachtungssystem zur Qualitätssicherung 2019 weiter vorangetrieben.

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Q:\Nachrichten\Stat.NR 2019\INTERNET\AdobeStock_93241706_mit Quelle_Nachrichten.jpg Die Redaktion wünscht allen Leserinnen und Lesern sowie allen Mitwirkenden ein friedliches Weihnachtsfest und alles Gute für 2019

Dynamiken des Arbeitsmarktes 2018

Quartalsübergänge und Übergangsraten von Nicht-Erwerbspersonen unter Nutzung der Längsschnittdaten der Mikrozensus-Arbeitskräfteerhebung

Im Fokus des Artikels steht die Analyse der Dynamik des österreichischen Arbeitsmarktes. Die Basis dafür bilden die sogenannten Flows-Bestände, die auf der Längsschnittdimension der Mikrozensus-Arbeitskräfteerhebung beruhen und die Betrachtung von Veränderungen auf Personenebene zwischen den drei Erwerbsstatus – Erwerbstätigkeit, Arbeitslosigkeit und Erwerbsinaktivität – von Quartal zu Quartal ermöglichen. Schwerpunkte sind die vier Quartalsübergänge (Q1-Q2, Q2-Q3, Q3-Q4, Q4-Q1) des Jahres 2018 sowie die Übergangsraten von Nicht-Erwerbspersonen im Quartalsverlauf (2008-2018).

Jagdstatistik 2018/2019

Im Jagdjahr 2018/2019 sank die Gesamtzahl der Abschüsse im Vergleich zur Saison 2017/2018 um 2,8% auf 736.000 Stück, von denen 83,4% auf Haarwild und 16,6% auf Federwild entfielen. Darüber hinaus wurden 133.000 Wildtiere (+6,1%), vorrangig Rehwild (75.600 Stück) und Hasen (28.500 Stück), Opfer widriger Umstände. Im gleichen Zeitraum wurden neben einem Stock von 132.000 gültigen Jahresjagdkarten (+1,6%) noch insgesamt 12.500 Jagdgastkarten (+12,8%) mit unterschiedlicher Gültigkeitsdauer ausgegeben.

Körperschaftsteuerstatistik 2015

Im Veranlagungsjahr 2015 wurden 143.557 Veranlagungen durchgeführt, um 3,3% mehr als im Vorjahr. In 97,2% aller Fälle handelte es sich dabei um einzelne Körperschaften, in nur 2,8% der Fälle oder 4.037-mal erfolgte die Veranlagung für eine Unternehmensgruppe. Mit einem Anteil der Steuerfälle von 59,8% (im Vorjahr waren es 59,6%) veränderte sich das Verhältnis zwischen Steuer- und Nullfällen nur leicht. Das Körperschaftsteueraufkommen betrug 8.014 Mio. € und stieg damit um 758 Mio. € oder 10,4%.

VPI im Oktober 2019

Die allgemeine Teuerung ging im Oktober 2019 auf 1,1% zurück (September 2019: 1,2%). Als bedeutendster Preistreiber erwiesen sich nach wie vor die Preise für Wohnung, Wasser und Energie, gefolgt von jenen für Restaurants und Hotels. Niedrigere Preise in den Ausgabengruppen Verkehr und Nachrichtenübermittlung dämpften die Inflationsrate. Die Inflationsrate des auf europäischer Ebene harmonisierten Verbraucherpreisindex war mit 1,0% etwas geringer als jene des VPI.

VGR und Pflegedienstleistungsstatistik >Begutachtet<

für Alten- und Pflegeheime im Vergleich

In diesem Artikel werden die Konzepte der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen (VGR) mit jenen der Pflegedienstleistungsstatistik (PDL) für den Bereich der stationären Alten- und Pflegeheime verglichen. Hintergrund dafür ist die Überprüfung, ob die Zusammenführung aus diesen beiden Datenbeständen eine Möglichkeit für die Erweiterung der VGR um äquivalente physische Output- und Inputinformationen für die Zwecke der Erstellung von Effizienzanalysen darstellt. Dabei zeigt sich, dass die Unterschiede in den Konzepten und Aggregationsgraden zu einer zu hohen mangelnden Kohärenz führen. Für Effizienzanalysen steht der Produktionsprozess auf möglichst detaillierter Ebene im Zentrum des Interesses. Das ist aus den Daten der PDL nur unzureichend ablesbar, weshalb sie nur eine sehr bedingte mögliche Erweiterung der VGR-Produktionskonten für Alten- und Pflegeheime darstellt. Der Artikel zeigt schließlich für diesen Bereich die Hauptergebnisse des Berichtsjahres 2016 aus den VGR. Bei der Produktion von Alten- und Pflegeheimdienstleistungen durch Produzenten des Wirtschaftsbereichs Heime und Sozialwesen wurde ein Produktionswert von 2.969,5 Mio. € erzielt, wobei Vorleistungen von 903,2 Mio. € eingesetzt und eine Bruttowertschöpfung in der Höhe von 2.066,3 Mio. € generiert wurden. Der Konsum an Alten- und Pflegeheimdienstleistungen betrug für die privaten Haushalte 1.792,9 Mio. €, für den Staat 1.592,8 Mio. €.

Luftemissionsrechnung 1995-2017

Die Luftemissionsrechnung ist ein integraler Bestandteil der Umweltgesamtrechnungen und berücksichtigt anthropogene Emissionen, die als Luftschadstoffe die Umwelt beeinträchtigen oder als Treibhausgase zum Klimawandel beitragen. Sie basiert auf Daten, die vom Umweltbundesamt zur Verfügung gestellt werden und passt diese an das Verursacher- und das Inländerprinzip an. Im Zeitraum 1995 bis 2017 konnte eine – teils beträchtliche – Reduktion bei acht von elf Emissionen erreicht werden; lediglich der Ausstoß von Kohlendioxid, Ammoniak und fluorierten Gasen verzeichnete einen Anstieg. Bei Kohlendioxid muss jedoch in Hinsicht auf ihre Klimawirksamkeit zwischen Emissionen aus fossilen, biogenen sowie sonstigen Quellen unterschieden werden. Die klimawirksamen CO2-Emissionen (aus fossilen und sonstigen Quellen) stiegen im betrachteten Zeitraum um 4,5% an. Jedoch ist auch ein Anstieg bei den biogenen CO2-Emissionen um 93,0% zu verzeichnen.

Beilage: Jahresinhaltsverzeichnis 2019