Statistische Nachrichten - Kurzzusammenfassungen Oktober 2019

Atypische Beschäftigung - Fehlerberichtigung

Der in Heft 9/2019 erschienene Beitrag enthält einen fehlerhaft dargestellten Tabellenteil: In Tabelle 2 „Beschäftigungsformen unselbständig Erwerbstätiger 2008-2018“ wurden bedauerlicherweise die Zahlenwerte der beiden Beschäftigungsformen „Leih- und Zeitarbeit“ sowie „Freier Dienstvertrag“ vertauscht, sodass sich die Werte für Leih- und Zeitarbeit auf den Freien Dienstvertrag bezogen und umgekehrt. Es wird hier die Tabelle mit der richtiggestellten Vorspalte und den dazugehörigen Werten (rot eingefärbt) nochmals publiziert.

TLI-Revision und Kollektivverträge

Mit der Tariflohnindex-Revision 2016 wurde der neue Tariflohnindex 16 (Basisjahr 2016) eingeführt. Dieser erreichte im Jahr 2018 durchschnittlich 104,2 Indexpunkte und stieg damit seit dem Basisjahr 2016 um 4,2%. Die Mindestlöhne erhöhten sich in diesem Zeitraum bei den Arbeitern und Arbeiterinnen mit 4,4% am stärksten und bei den öffentlich Bediensteten mit 3,7% am schwächsten; die Angestellten lagen mit 4,1% knapp unter dem Durchschnitt. Zudem wurde im Rahmen der Revision die kollektivvertragliche Abdeckungsquote für das Jahr 2016 für die Beschäftigten in Österreich mit 94% berechnet.

Kinder- und Jugendhilfe 2018

Im Jahr 2018 erhielten 36.255 Kinder und Jugendliche Unterstützung der Erziehung in ihren Familien, 13.325 Minderjährige wurden im Rahmen der Vollen Erziehung entweder in sozialpädagogischen Einrichtungen oder in Pflegefamilien betreut. Sowohl in der Unterstützung der Erziehung (55%) als auch in der Vollen Erziehung (54%) lag der Anteil der Buben über jenem der Mädchen. 1.974 junge Erwachsene (18- bis unter 21-Jährige) waren ebenfalls fremduntergebracht, 1.057 Personen derselben Altersgruppe bekamen Unterstützung in den Herkunftsfamilien. Auch bei den jungen Erwachsenen war der Anteil der männlichen Unterstützten (51% bzw. 60%) höher. Die Ausgaben für alle Erziehungshilfen (Unterstützung der Erziehung, Volle Erziehung, Hilfen für junge Erwachsene) lagen bei insgesamt 660 Mio. € (abzüglich der Einnahmen aus Kostenersätzen bei 616 Mio. €).

Außenhandel 1. Halbjahr 2019 mit Spezialthema

Intra-EU-Asymmetrien bei räumlicher Vergleichbarkeit

Der österreichische Außenhandel verzeichnete nach vorläufigen Ergebnissen im ersten Halbjahr 2019 gegenüber der Vorjahresperiode wertmäßige Zuwächse in beiden Verkehrsrichtungen. Der Wert der Einfuhr stieg um 2,8% auf 79,69 Mrd. €, die Ausfuhr legte um 3,3% auf 77,60 Mrd. € zu. Der Handel mit den EU-Partnerländern zeigte ein Wachstum der Intra-EU-Importe um 2,0% auf 56,02 Mrd. € und der Intra-EU-Exporte um 3,0% auf 54,70 Mrd. €. Die Extra-EU-Importe nahmen um 4,7% auf 23,67 Mrd. € zu, die Extra-EU-Exporte erhöhten sich um 4,2% auf 22,90 Mrd. €. Das Defizit der Außenhandelsbilanz belief sich auf 2,09 Mrd. €. Ein eigenes Kapitel widmet sich den Intra-EU-Asymmetrien bei räumlicher Vergleichbarkeit.

Viehbestand am 1.6.2019

Der für den Stichtag 1. Juni 2019 berechnete Schweinebestand sank im Vergleich zum Vorjahr um 1,0% auf 2.652.000 Stück. Der zum selben Stichtag ermittelte Rinderbestand gab im gleichen Zeitraum um 1,8% auf 1.873.000 Stück nach. Für die Erstellung der Ergebnisse zum Viehbestand im Juni wurden ausschließlich Verwaltungsdaten herangezogen.

VPI im August 2019

Die allgemeine Teuerung stieg im August 2019 auf 1,5% (Juli 2019: 1,4%). Hauptverantwortlich dafür war ein Preisschub bei Nahrungsmitteln. Als herausragende Preistreiber im Jahresvergleich erwiesen sich weiterhin die Preise für Wohnung, Wasser und Energie, gefolgt von jenen für Restaurants und Hotels. Die Inflationsrate des auf europäischer Ebene harmonisierten Verbraucherpreisindex war mit 1,4% etwas niedriger als jene des VPI.

EGSS 2014-2017

Umweltorientierte Produktion und Dienstleistung

Im Rahmen der „Umweltgesamtrechnungen“ werden seit 2008 jährlich Kennzahlen über die Umweltwirtschaft nach dem Eurostat-Konzept der Umweltorientierten Produktion und Dienstleistung (EGSS) erhoben. Bis 2013 wurden nur der Umsatz und die beschäftigten Personen erfasst, ab 2014 auch die Bruttowertschöpfung, die Exporte bzw. die Beschäftigten in Vollzeiteinheiten. Aufgrund dessen und der Notwendigkeit einiger Revisionsmaßnahmen ist ein Vergleich mit den vorangegangenen Jahren nicht mehr möglich. Der öffentliche Verkehr wird wegen der auf nationaler Ebene vorliegenden Nachfrage als Zusatzinformation ausgewertet. 2017 erzielte die Umweltwirtschaft in Österreich einen Umsatz von 35,9 Mrd. €, eine Bruttowertschöpfung von 13,9 Mrd. € sowie ein Exportvolumen von 10,7 Mrd. €. Im selben Jahr waren 182.966 Personen in der Umweltwirtschaft beschäftigt, inklusive öffentlichen Verkehr 211.730 Beschäftigte. Seit 2014 ist ein durchgängiges Wachstum der Umweltwirtschaft zu verzeichnen.