Statistische Nachrichten - Kurzzusammenfassungen August 2019

Gesundheitszustand der Neugeborenen 2018

Im Rahmen der Geburtenstatistik werden wichtige medizinische und sozialmedizinische Merkmale erhoben, die Aussagen über den Gesundheitszustand der Neugeborenen ermöglichen. Für das Jahr 2018 liegen Angaben zu 84.764 Lebend- und 271 Totgeborenen von Müttern der österreichischen Wohnbevölkerung, die im Inland entbunden haben, vor. Die Frühgeborenenquote lag bei 7,3%, war jedoch deutlich höher, wenn es sich um ein Mehrlingsgeborenes handelte (59,0%). Der Anteil der untergewichtigen Lebendgeborenen lag bei 6,2%. Bei 9,8% der Einzelgeborenen und 26,0% der Mehrlingsgeborenen deutete das Geburtsgewicht bezogen auf die Schwangerschaftsdauer auf eine Wachstumsverzögerung („Small For Gestational Age“) hin. Nach fünf Minuten hatten 99,1% der Neugeborenen einen Apgar-Wert, der auf einen lebensfrischen Gesundheitszustand hinwies. Knapp 30% der 2018 Geborenen kamen durch einen Kaiserschnitt zur Welt; bei 14,1% war ein Notkaiserschnitt erforderlich, bei weiteren 15,3% war der Kaiserschnitt bereits im Vorfeld der Geburt geplant.

EU-SILC Modul 2017 – Konsumausgaben

In EU-SILC 2017, der jährlichen Erhebung zu Einkommen und Lebensbedingungen, wurden in einem Befragungsmodul zum Thema „Konsum“ testweise Fragen über Ausgaben für Ernährung und Mobilität sowie Sparen erhoben. Es sollte die Möglichkeit der Integration von Fragen zu den wichtigsten Ausgabenarten im Fragebogen getestet sowie deren Eignung zur Abschätzung der gesamten Konsumausgaben geprüft werden. Fazit war, dass die gegenüber der Konsumerhebung stark vereinfachte Abfrage von Konsumausgaben machbar, aber dennoch relativ aufwendig im Sinne der Belastung der Befragten ist. Im Vergleich mit Ergebnissen der Konsumerhebung 2014/15 zeigte sich eine gute Annäherung der zentralen Tendenz (Median) und der Ausgabensumme; die Verteilung und Werte für einzelne Ausgabenkategorien waren aber nur zum Teil vergleichbar. Nach diesem „Testlauf“ sollen die Variablen mit leichten Adaptierungen ab 2020 in das reguläre Modul-Programm von EU-SILC aufgenommen und in sechsjährigem Abstand erfragt werden. Gemeinsam mit neuen Fragen zu Vermögen und Überschuldung und den bewährten zu Einkommen und Leistbarkeit soll EU-SILC damit ein vollständiges Bild des Lebensstandards von Personen in Privathaushalten zeichnen.

Außenhandel Österreichs 2018

Endgültige Ergebnisse im Zusammenhang mit anderen Wirtschaftsdaten

Der österreichische Außenhandel verzeichnete nach endgültigen Ergebnissen im Jahr 2018 gegenüber dem Vorjahr wertmäßige Zuwächse in beiden Verkehrsrichtungen. Der Wert der Einfuhren stieg um 5,8% auf 156,06 Mrd. €, die Ausfuhren legten um 5,7% auf 150,07 Mrd. € zu. Der Handel mit den EU-Partnerländern zeigte ein Wachstum der Intra-EU-Importe um 5,5% auf 110,32 Mrd. € und der Intra-EU-Exporte um 5,9% auf 104,94 Mrd. €. Der Warenverkehr mit Drittstaaten nahm ebenfalls in beiden Richtungen zu (Extra-EU-Importe: +6,4% auf 45,74 Mrd. €; Extra-EU-Exporte: +5,3% auf 45,13 Mrd. €). Das Defizit der Außenhandelsbilanz belief sich auf 5,99 Mrd. €.

Milcherzeugung und -verwendung 2018

Im Jahr 2018 erzeugten rund 538.000 Milchkühe ca. 3,8 Mio. t Rohmilch, wovon 88,7% an Be- und Verarbeitungsbetriebe geliefert wurden, während die restliche Menge anderweitig Verwendung fand (10,3%) oder als Schwund (1%) zu verbuchen war. Des Weiteren wurden im Berichtsjahr rund 12.700 t Schaf- und 26.100 t Ziegenmilch erzeugt.

Verbraucherpreisindex im Juni 2019

Die allgemeine Teuerung ging im Juni 2019 auf 1,6% zurück (Mai 2019: 1,7%). Hauptverantwortlich dafür waren Treibstoffe, die sich im Jahresvergleich verbilligten, nachdem sie sich im Mai noch verteuert hatten. Als markante Preistreiber erwiesen sich die Preise für Wohnung, Wasser und Energie, gefolgt von jenen für Restaurants und Hotels. Die Inflationsrate des auf europäischer Ebene harmonisierten Verbraucherpreisindex war mit 1,6% so hoch wie jene des VPI.

Leistungs- und Strukturstatistik 2017

Der Beitrag präsentiert die Ergebnisse der Leistungs- und Strukturstatistik 2017 in den Produktions- und Dienstleistungsbereichen (Abschnitte B bis N und Abteilung S95 der ÖNACE 2008). Im Berichtsjahr 2017 erzielten die 338.948 Unternehmen mit 2.966.466 Beschäftigten Umsatzerlöse in der Höhe von 759,4 Mrd. €. Daraus ergaben sich ein Produktionswert von 501,2 Mrd. € und eine Bruttowertschöpfung zu Faktorkosten von 209,3 Mrd. €. Der Personalaufwand für die 2.648.004 unselbständig Beschäftigten belief sich auf 126,1 Mrd. €, das Investitionsvolumen auf 38,8 Mrd. €. Die Leistungs- und Strukturstatistik wird nach einem Konzept im Sinne des Bundesstatistikgesetzes 2000 erstellt, welches eine Vollerhebung mit Abschneidegrenzen (sog. Konzentrationsstichprobe) bei jenen Unternehmen vorsieht, die gesetzlich definierte Schwellenwerte überschreiten. Basierend auf den primärstatistisch erhobenen Daten wurden die Unternehmen unterhalb der Schwellenwerte mit Hilfe von Register- und Verwaltungsdaten modellbasiert ergänzt.