Statistische Nachrichten - Kurzzusammenfassungen Juli 2019

Krebserkrankungen bei Kindern und Jugendlichen >Begutachtet<

… in Österreich ; eine Analyse nach Tumorentitäten und Bundesländern

In dieser Arbeit wird Krebs bei Kindern und Jugendlichen in Österreich zum ersten Mal auf der regionalen Ebene der Bundesländer dargestellt. Dazu wurden anonymisierte Daten zu allen bösartigen Neubildungen bei Kindern und Jugendlichen unter 20 Jahren, deren Diagnosestellung zwischen 2007 und 2016 erfolgte, aus dem Österreichischen Nationalen Krebsregister verwendet. In diesem Zeitraum wurden in Österreich rund 2.000 Krebserkrankungen bei Kindern bis zum 14. Lebensjahr und rund 1.000 bei Jugendlichen vom 15. bis zum 19. Lebensjahr diagnostiziert. Das Erkrankungsrisiko je Bundesland unterscheidet sich im Großen und Ganzen nicht vom Österreichwert. In einzelnen Ländern wurden bei manchen kindlichen bzw. jugendlichen Tumorentitäten signifikant weniger Erkrankungen verzeichnet. Das Diagnosespektrum ist bei Kindern generell anders als bei Erwachsenen. Leukämien, Lymphome und Tumore des Zentralnervensystems (Hirntumore) dominieren die kindlichen Krebserkrankungen. Das Erkrankungsrisiko für Jugendliche ist bei Lymphomen und bösartigen Tumoren, die von Epithelzellen ausgehen (Karzinome), am höchsten. Keimzelltumore sind bei Jugendlichen deutlich häufiger als im Kindesalter, das Risiko für Knochentumore und Tumore des Muskel- und Bindegewebes ist leicht höher. Leukämien und Tumore des zentralen Nervensystems rücken mit zunehmendem Alter der Erkrankten aus dem Fokus.

Feldfruchternte 2018

Die Getreideernte (inkl. Körnermais) umfasste eine Produktionsmenge von 4,80 Mio. t. Damit fiel die Ernte aufgrund trockenheitsbedingter Ausfälle ähnlich niedrig wie schon im Vorjahr aus (-1,3%) und stellte somit ein deutlich unterdurchschnittliches Ergebnis dar (-7,6% zum Zehnjahresdurchschnitt). Auch die Ernte von Ölsaaten und Körnerleguminosen lag mit 432.100 t im Bereich des Vorjahreswerts (-0,2%), jedoch – aufgrund des positiven Flächentrends – um 6,5% über dem Zehnjahresmittel. Bei Hackfrüchten fiel die Produktion wegen schädlingsbedingter Flächenausfälle auf ein Rekordtief von 2,85 Mio. t und lag damit 21,9% unter dem Vorjahresniveau und 28,7% unter dem langjährigen Mittel.

Schlachtungsstatistik 2018

Im Jahr 2018 wurden österreichweit insgesamt 639.000 Rinder (+2,8% gegenüber dem Vorjahr), 55.200 Kälber (-2,0%), 5.151.000 Schweine (+/-0,0%), 295.000 Schafe und Lämmer (+20,5%), 52.900 Ziegen und Kitze (+19,6%) sowie 618 Pferde, Fohlen und andere Einhufer (+13,2%) geschlachtet. Dabei fielen 228.000 t Rind-, 5.600 t Kalb-, 510.000 t Schweine- sowie 6.700 t Schaf- und Lammfleisch an. Dazu kamen noch geringe Mengen an Ziegen- (657 t) und Pferdefleisch (134 t).

Integrierte Lohn- und Einkommensteuerstatistik 2016

Die Anzahl der Steuerpflichtigen in der Integrierten Lohn- und Einkommensteuerstatistik 2016 stieg im Vergleich zum Vorjahr um 97.529 auf insgesamt 7.172.989, davon 4.477.848 Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen, 2.353.682 Pensionisten und Pensionistinnen sowie 341.459 Personen mit nur übrigen (= selbständigen) Einkünften. Das Gesamteinkommen betrug 192,2 Mrd. €, wovon 29,0 Mrd. € Lohn- und Einkommensteuer zu bezahlen waren. Im Gesamteinkommen waren auch Transferleistungen wie Arbeitslosengeld, Notstandshilfe, Kinderbetreuungsgeld, Familienbeihilfe, Pflegegeld usw. im Ausmaß von 10,8 Mrd. € enthalten. Das durchschnittliche Einkommen belief sich auf 26.800 €, jenes der Männer auf 32.100 € und das der Frauen auf 21.300 €. Bei 128.781 Personen betrug das Einkommen mehr als 100.000 €, bei 551 lag es über der Millionengrenze, und 2,6 Mio. Personen bezahlten keine Lohn- bzw. Einkommensteuer.

Verbraucherpreisindex im Mai 2019

Die allgemeine Teuerung blieb im Mai 2019 bei 1,7% (April 2019: 1,7%). Als bedeutendste Preistreiber im Vorjahresvergleich zeigten sich weiterhin die Ausgaben für Wohnung, Wasser und Energie, gefolgt von jenen für Restaurants und Hotels. Die Inflationsrate des auf europäischer Ebene harmonisierten Verbraucherpreisindex war mit 1,7% so hoch wie jene des VPI.

Belastungsbarometer 2001-2018

Meldepflichten und Belastung der Wirtschaft durch Erhebungen von Statistik Austria

Der Zeitaufwand der österreichischen Unternehmen für das Ausfüllen der Fragebögen von Statistik Austria betrug im Jahr 2018 rund 732.070 Stunden und lag damit etwa 0,9% unter dem Wert von 2017. Seit Beginn der Belastungsmessungen im Jahr 2001 konnte der Gesamtmeldeaufwand – trotz zusätzlich hinzugekommener Erhebungen – um 15% reduziert werden. 2018 waren von den insgesamt rund 465.906 Unternehmen 46.994 (10,1%) bei mindestens einer Erhebung meldepflichtig, um 797 weniger als im Jahr zuvor. Kleinunternehmen sind aufgrund von Schwellenwerten überwiegend von Meldepflichten befreit, sodass sich die Belastung in erster Linie auf größere Unternehmen konzentriert. Bei den meldepflichtigen Unternehmen bestand für 59,7% eine Meldepflicht bei lediglich einer einzigen Erhebung, für 25,1% bei zwei und nur für 15,3% bei drei oder mehr Erhebungen.

Materialflussrechnung 2000-2016

… sowie ausgewählte Indikatoren

Materialflussrechnungen sind ein zentrales Element der Umweltgesamtrechnungen und ergänzen mit ihrer Darstellung der physischen Ströme die Übersicht der Wirtschaftsprozesse aus monetärer Sicht. Sie erlauben die Abbildung der gesamten Materialflüsse in einer Volkswirtschaft und stellen wichtige Indikatoren für eine Betrachtung von Nachhaltigkeitstrends auf hoher Aggregationsebene zur Verfügung, darunter auch den von Eurostat als Schlüsselindikator für Ressourceneffizienz verwendeten Inlandsmaterialverbrauch DMC (= Domestic Material Consumption). Der DMC kann als Maß für all jene Materialien betrachtet werden, die entweder in der Gesellschaft verbleiben oder in Abfälle bzw. Emissionen umgewandelt werden; seit 2000 erhöhte er sich um 2,3%. Da das Bruttoinlandsprodukt im selben Zeitraum um 24,8% wuchs, konnte die Materialeffizienz (wirtschaftliche Leistung in Euro pro Tonne Materialeinsatz) um 22,0% auf rund 1.910 € je Tonne gesteigert werden. Im Folgenden werden die Ergebnisse der Materialflussrechnung 2016 sowie deren Entwicklung seit 2000 präsentiert.