Statistische Nachrichten - Kurzzusammenfassungen Oktober 2018

Dynamik des österreichischen Arbeitsmarktes*)

Quartalsübergänge 2016 und Übergangsraten von Erwerbstätigen unter Nutzung der Längsschnittdaten der Mikrozensus-Arbeitskräfteerhebung

Im Fokus des Artikels steht die Analyse der Dynamik des österreichischen Arbeitsmarktes. Präsentiert werden erste Ergebnisse basierend auf den neuen Längsschnittdaten (Flows-Beständen der Mikrozensus-Arbeitskräfteerhebung (MZ-AKE). Die neuen Flows-Bestände beruhen auf der Längsschnittdimension der MZ-AKE und ermöglichen die Betrachtung von Veränderungen auf Personenebene (sog. „Flows“) zwischen den drei Erwerbsstatus – Erwerbstätigkeit, Arbeitslosigkeit und Erwerbsinaktivität – von Quartal zu Quartal. Schwerpunkte bilden die vier Quartalsübergänge (Q1-Q2, Q2-Q3, Q3-Q4, Q4-Q1) des Jahres 2016 sowie die Übergänge von Erwerbstätigen im Quartalsverlauf (2008-2016).

Kinder- und Jugendhilfe der Bundesländer 2017

Im Jahr 2017 erhielten 35.463 Kinder und Jugendliche eine Unterstützung der Erziehung in ihren Familien, 13.617 Minderjährige wurden im Rahmen der Vollen Erziehung entweder in sozialpädagogischen Einrichtungen oder in Pflegefamilien betreut. Sowohl in der Unterstützung der Erziehung als auch in der Vollen Erziehung lag der Anteil der Knaben (jeweils 55%) über jenem der Mädchen. 1.802 18- bis unter 21-Jährige waren ebenfalls fremduntergebracht (in Einrichtungen oder bei Pflegepersonen), 846 junge Erwachsene bekamen Unterstützung in den Herkunftsfamilien. Auch bei dieser Altersgruppe war der Anteil der männlichen Unterstützten (52%) höher. Die Ausgaben für alle Erziehungshilfen (Unterstützung der Erziehung, Volle Erziehung, Hilfen für junge Erwachsene) lagen bei insgesamt 634 Mio. € (abzüglich der Einnahmen aus Kostenersätzen bei 592 Mio. €).

Lebensbedingungen von Mindestsicherungsbeziehenden*)

Analyse von Personen in Haushalten mit BMS-Bezug – EU-SILC 2015-2017

Eine Analyse der EU-SILC-Daten für die Jahre 2015 bis 2017 zeigt, dass Bezieher und Bezieherinnen von Leistungen der Bedarfsorientierten Mindestsicherung (BMS) vor allem in Wien und anderen großen Städten leben. Beziehende sind im Schnitt etwas jünger als Personen ohne BMS-Bezug. Personen mit geringer Bildung beziehen häufiger BMS: 45% der Personen in Haushalten mit BMS haben höchstens Pflichtschulabschluss (ohne BMS-Bezug: 20%). Mit niedrigerer Qualifikation bestehen schlechtere Erwerbschancen, was sich in der geringeren Erwerbsquote der BMS-Beziehenden zeigt (21% vs. 54% der 16- und Mehrjährigen). Personen mit BMS-Bezug sind deutlich häufiger chronisch krank, durch eine Behinderung oder mehrfache Gesundheitsprobleme beeinträchtigt. Außerdem haben sie deutlich häufiger Mietrückstände, finanzielle Probleme beim Heizen und insgesamt schlechtere Wohnbedingungen. Die Möglichkeiten, an der Gesellschaft in üblichem Ausmaß teilzuhaben, sind für BMS-Haushalte oft nicht gegeben: Zwei Drittel (66%) der Personen in BMS-Haushalten gelten als armuts- oder ausgrenzungsgefährdet, gegen 16% der übrigen Bevölkerung. Damit einhergehend sind v.a. auch Kinder in BMS-Haushalten deutlich in ihrem Lebensstandard benachteiligt.

Der Außenhandel Österreichs im 1. Halbjahr 2018

Der österreichische Außenhandel verzeichnete nach vorläufigen Ergebnissen im ersten Halbjahr 2018 gegenüber der Vorjahresperiode wertmäßige Zuwächse in beiden Verkehrsrichtungen. Der Wert der Einfuhr stieg um 5,1% auf 77,27 Mrd. €, die Ausfuhr legte um 5,8% auf 75,08 Mrd. € zu. Der Handel mit den EU-Partnerländern zeigte ein Wachstum der Intra-EU-Importe um 5,4% auf 54,70 Mrd. € und der Intra-EU-Exporte um 6,5% auf 53,15 Mrd. €. Die Extra-EU-Importe nahmen um 4,3% auf 22,58 Mrd. € zu, die Extra-EU-Exporte erhöhten sich um 4,1% auf 21,93 Mrd. €. Das Defizit der Außenhandelsbilanz belief sich auf 2,19 Mrd. €.

Milcherzeugung und -verwendung 2017

Im Jahr 2017 erzeugten rund 541.000 Milchkühe ca. 3,7 Mio. t Rohmilch, wovon 89,2% an Be- und Verarbeitungsbetriebe geliefert wurden, während die restliche Menge anderweitig Verwendung fand (9,8%) oder als Schwund (1%) zu verbuchen war. Des Weiteren wurden im Berichtsjahr rund 12.000 t Schaf- und 23.100 t Ziegenmilch erzeugt.

Viehbestand am 1. Juni 2018

Der für den Stichtag 1. Juni 2018 berechnete Schweinebestand stieg im Vergleich zum Vorjahr um 0,4% auf 2.679.000 Stück. Der zum selben Stichtag ermittelte Rinderbestand gab im gleichen Zeitraum um 1,6% auf 1.907.000 Stück nach. Für die Erstellung der Ergebnisse zum Viehbestand im Juni wurden ausschließlich Verwaltungsdaten herangezogen.

Verbraucherpreisindex im August 2018

Die allgemeine Teuerung stieg im August 2018 auf 2,2% (Juli 2018: 2,1%). Während sie bei Nahrungsmitteln geringer ausfiel, blieb sie bei Treibstoffen beinahe konstant. Die Preise für Einrichtungsgegenstände stiegen deutlich, Pkws hingegen verbilligten sich nur noch leicht. Die Ausgabengruppe Verkehr war nach wie vor stärkster Preistreiber, gefolgt von Wohnung, Wasser und Energie. Die Inflationsrate des auf europäischer Ebene harmonisierten Verbraucherpreisindex war mit 2,3% etwas höher als jene des nationalen VPI.

Umweltschutzausgaben Österreichs 2015

Im Jahr 2015 wurden für den Umweltschutz nationale Aufwendungen in Höhe von rund 11,9 Mrd. € getätigt. 7,9% davon wurden vom Staat (inkl. Private Organisationen ohne Erwerbscharakter – POE), 26,3% von privaten Haushalten und 65,7% von Unternehmen finanziert. Von der EU kamen noch zusätzliche 0,2 Mrd. € hinzu. Wie schon in den letzten Jahren wurde auch 2015 der Großteil in die beiden Kernbereiche der Umweltschutzausgaben, nämlich die Abfallwirtschaft (36,3%) und den Gewässerschutz (21,7%), investiert.