Gesetzliche Grundlagen

Die gesetzliche Grundlage für die Einrichtung des Gebäude- und Wohnungsregisters (GWR) bildet das Gebäude- und Wohnungsregistergesetz, die Errichtung des Adressregisters ist in einer Novelle des Vermessungsgesetzes geregelt. Die parlamentarische Beschlussfassung dieser beiden Rechtsgrundlagen erfolgte am 29. Jänner 2004 (BGBl. I Nr. 9/2004) gemeinsam mit dem E-Government Gesetz, da vor allem das Adressregister eine wesentliche Voraussetzung für E-Government bildet. Beide gesetzlichen Bestimmungen traten am 1. März 2004 in Kraft und sehen eine Meldeverpflichtung für die Gemeinden ab 1. Juli 2004 vor.

Die Adressregisterverordnung (AdrRegV) regelt den Inhalt und die Struktur der Angaben des Adressregisters. Die Neufassung der Adressregisterverordnung ist am 20. Februar 2016 in Kraft getreten - AdrRegV 2016 (BGBl. II Nr. 51/2016).

Am 1.1.2010 ist die Änderung des GWR-Gesetzes in Kraft getreten (BGBl. I Nr. 125/2009). Die wichtigsten Neuerungen betreffen folgende Punkte:

    • Einrichtung der Energieausweisdatenbank
    • Adaptierungen der Begriffsbestimmungen
    • Erweiterung des Merkmalskatalogs
    • Nutzung der GWR-Daten für Verwaltungszwecke
    • Erweiterung der Nutzungsrechte

In den Novellen 2013 (BGBl. I Nr. 1/2013) und 2018 (BGBl. I Nr. 78/2018) wurden bei einigen Ministerien die bestehenden Zugriffsrechte erweitert und weiteren Bundesdienststellen neue Zugriffsrechte eingeräumt.

Gemäß § 23 (1) Bundes-Energieeffizienzgesetz ist der Bund berechtigt, das von der Bundesanstalt Statistik Österreich eingerichtete und geführte Gebäude- und Wohnungsregister einschließlich der Energieausweisdatenbank für Zwecke des bundeseigenen Energiemanagements und der Energieeffizienz zu nutzen.