Pressemitteilung: 12.774-072/22

Erzeugerpreise des Produzierenden Bereichs stiegen im Februar 2022 um 18,9%

Wien, 2022-03-30 – Im Februar 2022 erreichte der Erzeugerpreisindex für den Produzierenden Bereich (EPI 2021) laut Statistik Austria 112,5 Punkte (2021=100) und erhöhte sich somit um 18,9% gegenüber Februar 2021. Im Jänner 2022 und Dezember 2021 hatte die Jahresveränderungsrate +18,4% bzw. +16,7% betragen. Der Aufwärtstrend für Erzeugnisse des Produzierenden Bereichs hält somit weiter an. Gegenüber dem Vormonat Jänner 2022 stieg der Index um 1,2% (siehe Tabelle).

Starke Preisanstiege für Energie (+43,9%) und Vorleistungsgüter (+19,1%) im Februar 2022

Für die steigende Indexentwicklung im Februar 2022 (+18,9%) waren hauptsächlich die Preiszuwächse in den Bereichen Energie (+43,9) und Vorleistungsgüter (+19,1%) verantwortlich. Bereits im Jänner 2022 (Energie: +43,3%, Vorleistungsgüter: +19,0%) und Dezember 2021 (Energie: +39,3%, Vorleistungsgüter: +17,2%) wurden in diesen Bereichen markante Preissteigerungen registriert. Im Bereich Energie wirkten sich besonders die Teuerungen für "industriell erzeugte Gase; Dienstleistungen der Gasversorgung" (+54,7%) und für "elektrischen Strom und Dienstleistungen der Elektrizitätsversorgung" (+34,3%) auf den Index aus. Der Index für Vorleistungsgüter war im Februar 2022 geprägt von den Preiserhöhungen im Bereich "Metallerzeugung und -bearbeitung" (+40,1%). Die Preise für "Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen" legten im Februar 2022 um 46,6% zu, "Nichteisen-Metalle und Halbzeug daraus" stiegen um 45,6%. "Sonstige Erzeugnisse der ersten Bearbeitung von Eisen und Stahl" verteuerten sich um 32,2%. Im Bereich der chemischen Industrie befanden sich die Preise für "chemische Grundstoffe, Düngemittel und Stickstoffverbindungen, Kunststoffe in Primärform und synthetischen Kautschuk in Primärform" (+57,8%) weiterhin auf hohem Niveau, wenngleich sich der Preisauftrieb im Februar 2022 zum zweiten Mal in Folge abschwächte (Jänner 2022: +63,7%, Dezember 2021: +67,0%). Deutliche Preisanstiege gegenüber dem Vorjahresmonat gab es bei den Vorleistungsgütern weiters für "Holz- und Zellstoff, Papier, Karton und Pappe" (+32,5%) sowie für "Kunststoffwaren" (8,5%).

Die Preise für Investitionsgüter lagen im Februar 2022 im Schnitt um 3,1% über dem Niveau des Vorjahresmonats (Jänner 2022: +2,9%, Dezember 2021: +1,8%). Speziell die Preissteigungen für "Stahl- und Leichtmetallbauerzeugnisse" (+8,1%) "Maschinen für sonstige bestimme Wirtschaftszweige" (+3,8%) sowie für "Kraftwagen und Kraftwagenmotoren" (+1,9%) ließen den Index für Investitionsgüter anwachsen.

Konsumgüter verzeichneten im Februar 2022 eine durchschnittliche Zuwachsrate von 4,1% gegenüber Februar 2021 (Jänner 2022: +3,5%, Dezember 2021: +3,2%). Preiserhöhungen für "haltbar gemachtes Fleisch und Fleischerzeugnisse" (+5,9%), "Milch und Milcherzeugnisse" (+9,8%) sowie für "Möbel" (+5,9%) waren hierfür die Hauptursache. Die Preise für "Back- und Teigwaren" zogen im Jahresabstand um 6,6% an.

Indexanstieg um 1,2% gegenüber Jänner 2022

Im Monatsabstand stieg der Erzeugerpreisindex insgesamt um 1,2% an. Starke Erhöhungen verzeichneten die Preise in den Bereichen "Metallerzeugung und -bearbeitung" (+2,3%), "Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln" (+1,3%) sowie "Energieversorgung" (+1,0%). Im Vergleich zum Vormonat fielen hingegen die Preise in der "Herstellung von pharmazeutischen Erzeugnissen" (-0,4%).

Detaillierte Ergebnisse bzw. weitere Informationen zum Erzeugerpreisindex für den Produzierenden Bereich finden Sie auf unserer Webseite.

Informationen zur Methodik: Im Basisjahr einer Indexperiode wird die durchschnittliche Jahresmesszahl auf 100 normiert. Die Indexreihe wird mit dem Basisjahr bezeichnet, d. h. die durchschnittliche Messzahl des Index der Erzeugerpreise für den Produzierenden Bereich 2015 beträgt 100,0 im Jahr 2015.  
Die Indexwerte und Veränderungsraten für Wirtschaftszweige bzw. Gütergruppen mit weniger als drei auskunftsgebenden Meldern unterliegen der Geheimhaltung.

Erzeugerpreisindex für den Produzierenden Bereich1) (Gesamtindex)
 Basisjahr 2015% Vormonat/ 
-periode
% Vorjahresmonat/ 
-periode
2021Jänner102,30,9-0,3
 Februar
103,10,80,9
 März104,11,02,8
1. Quartal 2021 103,22,21,2
 April105,21,14,7
 Mai106,10,96,0
 Juni107,21,06,9
2. Quartal 2021  106,22,95,9
1. Halbjahr 2021  104,7-3,5
 Juli109,01,78,6
 August109,90,89,5
 September111,21,210,6
3. Quartal 2021 110,03,69,6
 Oktober114,83,214,0
 November116,51,515,3
 Dezember118,31,516,7
4. Quartal 2021 116,55,915,3
Jahresdurchschnitt 2021 insgesamt 109,0-7,9
 Basisjahr 2021% Vormonat/ 
-periode
% Vorjahresmonat/ 
-periode
2022Jänner *111,22,418,4
 Februar *112,51,218,9

Rückfragen zum Thema beantwortet in der Direktion Volkswirtschaft, Statistik Austria:  
Mag. Ingrid VRABEC, Tel.: +43 1 71128-8103 bzw. ingrid.vrabec@statistik.gv.at

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